Unter dem Motto „Musik und Gesang verbindet“ wurden zahlreiche Lieder vorgestellt. Viele davon stammen aus der Feder heimischer Komponisten und erzählen Geschichten aus Hammelburg und seiner langen Weinbautradition. Begleitet vom Veeh-Harfen-Ensemble wurden die Lieder eingeübt und gesungen.
Dabei stellte sich heraus, dass die musikalischen Schätze nur wenigen bekannt waren.
Zwischen den Liedern gab es Sagen und Legenden aus Hammelburg und dem Saaletal zu hören. Die Besucher erfuhren unter anderem, wie die Häckerwirtschaften aus der Not der Winzer heraus entstanden oder wie in Hammelburg die Edelfäule entdeckt worden sein soll. Auch eine geheimnisvolle Saalenixe, die einst im Saaletal ihr Unwesen getrieben haben soll, durfte nicht fehlen.
Geschichte auf Bildtafeln
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Geschichte Hammelburgs. Josef Kirchner, alteingesessener Hammelburger und Hobbyhistoriker, hatte anschauliche Bildtafeln zur Frühgeschichte der Stadt zusammengestellt. Mit seinen 90 Jahren ist er auch ein wichtiger Zeitzeuge. Zu sehen war unter anderem die Urkunde aus dem Jahr 777, überreicht von Karl dem Großen, König des Frankenreiches, die den Beginn des Hammelburger Weinbaus bezeugt.
Auch der Besuch von König Ludwig II. von Bayern sowie weiterer prägender Persönlichkeiten der Stadtgeschichte wurde auf den Tafeln dokumentiert. Hammelburg gilt als unangefochten älteste Weinstadt Frankens. Bereits im Jahr 716 wird die Stadt als „hamulo castellum“ erstmals urkundlich erwähnt. Damit gehört Hammelburg zu den 30 ältesten Städten Deutschlands und ist nach Würzburg die zweitälteste Siedlung in Unterfranken.
Stadtführerin beantwortet Fragen
Die Stadtführerin Ilse Stein beantwortete im Anschluss die Fragen der Besucher und ergänzte Informationen mit ihrem fundierten Fachwissen. Der Nachmittag war geprägt von großem Interesse, angeregten Gesprächen und einem lebendigen Austausch zwischen den Generationen.
Die Veranstaltung diente zudem als Test für „1 Stunde Kultur“, die am Samstag, 26. September, um 16 Uhr im Bürgerhaus stattfinden wird.











