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Royal Curry im Staatsbad
Die Schärfe Indiens wird an deutsche Gaumen angepasst
Gastronom Harpreet Singh Dhindsa am Eingang zum Restaurant „Royal Curry“
Gastronom Harpreet Singh Dhindsa am Eingang zum Restaurant „Royal Curry“ // Sigismund von Dobschütz
Bad Brückenau – Ein Hauch von Nordindien in Bad Brückenau: Harpreet Singh Dhindsa eröffnet „Royal Curry“ und serviert authentische indische Küche. Was das Fine-Dining-Restaurant zu bieten hat.

Erst kürzlich hat der aus dem nordindischen Bundesstaat Punjab stammende Gastronom Harpreet Singh Dhindsa sein Restaurant „Royal Curry“ im Staatsbad eröffnet. Inzwischen haben sich schon viele Urlauber und Einheimische von der Fine-Dining-Qualität des typisch indischen Speisenangebots in gepflegtem Ambiente überzeugen können.

„Wir hatten für unser gastronomisches Konzept Angebote aus ganz Deutschland. Aber wir haben für unser Restaurant in der historischen Villa Löwe eine einzigartige Location gefunden“, freut sich Gastgeber Dhindsa über den „königlichen“ Standort seines neuen Spezialitäten-Restaurants.

Gastronom Harpreet Singh Dhindsa (30) freut sich auf seine Gäste
Gastronom Harpreet Singh Dhindsa (30) freut sich auf seine Gäste // Sigismund von Dobschütz

Entscheidung für Gastronomie

Im vergangenen Jahr hatte sich Dhindsa zur Selbstständigkeit in der Gastronomie entschieden. Vor zehn Jahren war der 30-Jährige aus Indien nach Deutschland gekommen und absolvierte seine Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe.

Während andere Landsleute ihr berufliches Glück in der IT-Branche suchen, wählte er ganz bewusst die Gastronomie, in der er in den vergangenen zehn Jahren Erfahrung sammelte: „Ich liebe einfach den Umgang mit Menschen und gutes Essen.“

Diese Aufgeschlossenheit verhalf ihm auch zum privaten Glück: Als er damals vor der IHK-Abschlussprüfung stand, suchte er fachliche Unterstützung in Wirtschaftsrecht und lernte dabei seine heutige Ehefrau kennen. 

Indische Küche: Ein Meisterwerk

In der traditionsreichen Küche seiner Heimat kennt sich der Gastronom bestens aus. „Kochen ist eine Kunst, doch die indische Küche ist ein Meisterwerk“, heißt es im Volksmund. Harpreet Singh Dhindsa geht noch einen Schritt weiter: „Die typische und originale indische Küche, die wir hier im Restaurant anbieten, kommt aus Nordindien und speziell sogar aus meiner Heimat Punjab.“

Küchenchef Nareesh Singh bei der Zubereitung indischer Spezialitäten
Küchenchef Nareesh Singh bei der Zubereitung indischer Spezialitäten // Sigismund von Dobschütz

So war es für Dhindsa selbstverständlich, dass in seine Küche ein echter Tandoor-Ofen aus Punjab gehört. Dieser blumenvasenartige Lehmofen wird mit Holz oder Holzkohle befeuert und erreicht eine Hitze bis 400 Grad. Darin wird nicht nur das traditionelle selbstgebackene Naan-Fladenbrot zubereitet, sondern auch andere traditionelle Gerichte wie das Tandoori-Hähnchen „Dank dieser speziellen Zubereitungsform bekommen unsere Speisen einen ganz besonderen Geschmack.“

Koch Rajesh Rawat beim Backen des indischen Naan-Fladenbrotes am typischen Tandoor-Lehmofen
Koch Rajesh Rawat beim Backen des indischen Naan-Fladenbrotes am typischen Tandoor-Lehmofen // Sigismund von Dobschütz

Schärfe an Europäer angepasst

Kürzlich wurde dies dem Gastronomen von einem Frankfurter Kenner der indischen Küche bestätigt, der bei seinem Besuch nicht nur den besonderen Geschmack, sondern auch die Qualität des Speisenangebots lobte. „Unser Fleisch und andere Zutaten kommen aus der Region, die meisten exklusiv von einem Bio-Hof“, betont der Chef.

Auch die Vielzahl der Gewürze wird aus Indien im Frankfurter Containerhafen beschafft. Die meisten Gerichte, die im „Royal Curry“ von Köchen aus Indien zubereitet werden, sind in der Würze allerdings eher dem europäischen Geschmack angepasst und nicht allzu scharf.

Dhindsa: „Wir hatten schon Gäste, die bei uns zum ersten Mal die indische Küche probiert haben. Alle waren überaus zufrieden.“ Natürlich kann auf Wunsch eines Gastes auch schärfer gewürzt werden, so wie man es in Indien gewohnt ist.

Blick in den Speisesaal (max. 40 Gäste) des indischen Restaurants „Royal Curry“
Blick in den Speisesaal (max. 40 Gäste) des indischen Restaurants „Royal Curry“ // Sigismund von Dobschütz

Private Feiern und Übernachtung

Zusätzlich zu den 40 Plätzen im Erdgeschoss und den 100 Gartenplätzen steht das bis zu 100 Plätze fassende Obergeschoss des Restaurants als Gastraum zur Verfügung. Hier lassen sich – ungestört vom Tagesbetrieb im Erdgeschoss – private Feiern oder Tagungen und Seminare veranstalten. Da passt es auch gut, dass der Unternehmer auswärtigen Gästen gleich nebenan in der Villa Widder einige Zimmer zum Übernachten anbietet.

Im Haus Widder stehen vier Doppelzimmer und eine Suite für Übernachtungsgäste bereit
Im Haus Widder stehen vier Doppelzimmer und eine Suite für Übernachtungsgäste bereit // Sigismund von Dobschütz

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Staatsbads.

 

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