Der Landkreis Rhön-Grabfeld hat in den letzten Jahren den Rotstift in den verschiedenen Bereichen angesetzt, um den Haushalt zu entlasten. Betroffen davon ist auch die Kulturagentur.
Kulturmanagerin Astrid Hedrich-Scherpf zeigte in ihrem Vortrag beim Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Kultur und Tourismus auf, dass man es erreichte, dass 362.751 Euro seit 2023 eingespart wurden. Damals belief sich der jährliche Aufwand auf rund 700.000 Euro. Trotz dieser Einsparungen können die Außenstellen Kulturdepot und Kreisgalerie sowie das Kulturzentrum Kloster Wechterswinkel weiter betrieben werden.
Konkrete Sparmaßnahmen
Erreicht wurde dies durch eine Reduktion des kulturellen Angebotes, der begleitenden Medienarbeit und die Verminderung des Personals. Anhand einer Tabelle zeigte die Kulturmanagerin konkrete Sparmaßnahmen auf. Reduziert wurden zum Beispiel Kunstkäufe um 5000 Euro, bei der Kreisgalerie konnte die bisherige Summe auf 29.500 Euro halbiert werden. Dies gelang durch die Reduzierung auf zwei Wechselausstellungen. Einsparungen gab es beim Personal mit rund 44.000 Euro und im Kloster Wechterswinkel mit 117.137 Euro. „Das war der größte Brocken.“
Der Etat für Publikationen wurde um 40.000 Euro gekürzt und damit die Schriftenreihe und unter anderem der Kunstführer vollkommen eingestellt. Bei der Öffentlichkeitsarbeit sparte man 4513 Euro, und bei den Projekten waren es nochmals 39.600 Euro. Eine weitere Reduzierung erfolgte bei den geplanten Investitionen mit 83.000 Euro und den gekürzten Öffnungszeiten.
Die tatsächlichen Einsparungen konnten, bedingt durch die Verbindlichkeit von Planungen, nur schrittweise umgesetzt werden.
Bereits in den Anfängen der Sparmaßnahmen 2023 habe man in der Kulturagentur reagiert, obwohl sich die Kultur, bedingt durch die Corona-Einschränkungen, einigermaßen erholt hatte. Astrid Hedrich-Scherpf verwies dabei darauf, dass es nicht nur die Vorgaben des Kreistags waren, sondern man hatte selbst schon Kürzungen im Blick.
So konnten bereits rund 280.000 Euro eingespart werden, unter anderem durch das Verschieben einzelner Projekte. Dem Kreistag sei es bei alledem wichtig gewesen, die Außenstellen wie Kreisgalerie, Kloster Wechterswinkel oder Kulturdepot weiterlaufen zu lassen. Auch für das Jahr 2026 wurden Einsparungen mit etwa 138.000 Euro eingeplant.
Egon Friedl verwies auf die Forderung des Kreistag, in allen landkreiseigenen Kultureinrichtungen mehr als eine halbe Million Euro einzusparen. Da müsse man sich überlegen, wo noch eingespart werden kann. Aus der vorgelegten Tabelle der Kulturagentur gehe jedoch hervor, dass man hier alles unternommen hat, um Kosten zu senken. Landrat Thomas Habermann sagte dazu, dass man weitere Einsparungen überlegen sollte, um den Kultureinrichtungen im Landkreis nicht allzu sehr zu schaden.
Neuer Leiter des Instituts
Bei der Zusammenkunft stellte sich Professor Henning Kasten als neuer Leiter des Instituts der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt am Standort Bad Neustadt vor. Landrat Thomas Habermann sagte dazu, dass der Professor praxisorientierte Forschung mit industrieller Anwendung verbinde.
Sein Schwerpunkt liege auf der Entwicklung störungsfreier, effizienter elektrischer Systeme für die Elektromobilität, insbesondere in den Feldern Antriebstechnik, Batterietechnologie und Elektromagnetischer Verträglichkeit (EMV). Für Bad Neustadt sei dies ein hervorragender Fortschritt.









