Nicht nur unten im Tal in Wildflecken, auch oben auf dem Feuerberg „spielt die Musik“ dieser Tage. So zumindest formulieren es Architekt Johannes Messerschmitt und Thomas Höchemer vom Vorstand des Bad Kissinger Rhönklub-Zweigvereins auf die Frage nach dem Baufortschritt an der neuen Kissinger Hütte.
Während in Wildflecken beim großen Rhöner Benefiz-Festival rund um das Revival von Rhöner Bluat gerade Gelder zugunsten des Wiederaufbaus der Kissinger Hütte eingespielt werden sollen, kommt der Neubau des im vergangenen Jahr abgebrannten Gebäudes jetzt in großen Schritten voran.
Es ist gerade viel los auf der Baustelle oben auf dem Feuerberg. Das bestätigt auch der Vorsitzende des Zweigvereins, Manfred Egert. Auf dem Bettenhaus, das nach dem verheerenden Brand teilweise erhalten werden konnte, laufen Betonarbeiten. Das Gebäude erhält eine neue Decke samt einem dazugehörigen Ringanker. Gleichzeitig hat der Aufbau des von den Flammen völlig vernichteten Haupthauses begonnen.
Als Nächstes steht der Bau des Dachstuhls an
Da das neue Gebäude in Holzständerbauweise errichtet werden soll, musste zunächst der Keller fertiggestellt werden. Nachdem dieser Abschnitt abgeschlossen und die Kellerdecke vermessen war, konnte die Produktion der Holzelemente für die Hütte angegangen werden. Seit vergangener Woche rollen jetzt die Lkw mit diesen Holzelementen an.
Per Kran werden ganze Wände an die entsprechenden Positionen gehoben, wo sie dann von Zimmerleuten montiert werden. Entsprechend schnell kommt der Bau voran. Bis zum Fronleichnamstag waren Erdgeschoss und die erste Etage aufgestellt.
Als Nächstes stehe dann der Bau des Holzdachstuhls an, so der Architekt von der Arge Rüth und Messerschmitt, die den Bau der neuen Hütte betreut. Zunächst auf dem Hauptgebäude, dann auf dem Bettenhaus. Wie bei dem abgebrannten Gebäude erhält die neue Hütte ein Blechdach. Diese Art der Bedachung gilt als bestens geeignet für die extremen Wetterbedingungen – nicht nur in den Höhenlagen der Rhön.
Rhöner Holzschindeln als Verkleidung im oberen Bereich
In drei oder vier Wochen soll das Dach dann zu sein, so Thomas Höchemer. Entsprechend kann jetzt mit der Planung des Richtfestes begonnen werden. In Kürze beginnt auch der Einbau der Fenster und Türen. Auch die Außenwände werden dann verkleidet. Im oberen Bereich mit Rhöner Holzschindeln, im unteren Bereich wird das Gebäude ebenso verbrettert wie das Bettenhaus.
Alles in allem zeigen sich die Verantwortlichen sehr zufrieden mit dem Baufortschritt und sind davon überzeugt, dass der Termin für die Hüttenöffnung am 23. und 24. Oktober gehalten wird.












