0
Jubiläum
Motten: Feuerwehr im Notfall immer da
In einem Festmarsch folgten die Mottener Floriansjünger mit Vertretern der befreundeten Wehren sowie Vereinsvertretern den Döllautaler Musikanten zum Festplatz.
In einem Festmarsch folgten die Mottener Floriansjünger mit Vertretern der befreundeten Wehren sowie Vereinsvertretern den Döllautaler Musikanten zum Festplatz. // Stephanie Elm
Motten – Die Mottener Feuerwehr feiert 150-jähriges Bestehen. Die Menschen sind dankbar, für das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder. Auch der Nachwuchs ist gesichert.

Auf 150 Jahre konnte die Freiwillige Feuerwehr Motten anstoßen. Bereits 1872 wurde in Motten, wie in vielen anderen Orten zu dieser Zeit auch, die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr beschlossen. Eine „allgemeine, beitragsfreie und staatlich bezuschusste Unterstützungskasse“ förderte den Gründungswillen.

„Die erste urkundliche Erwähnung des Mottener Feuerwehrvereins datiert vom 10.01.1873“, heißt es in der umfassenden Festschrift, die Hubert Mehler, Schriftführer der Mottener Wehr, für das Jubiläumsfest verfasst hat.

Wo andere nicht hinwollen

Pfarrer Hans Thurn verglich in der Messfeier die Floriansjünger mit Gesandten: „Sie stellen alles hintan, wenn die Sirene ruft“ und „zeigen Einsatz, wo andere nicht hin wollen.“

Der Gottesdienst zu Ehren der Mottener Feuerwehr.
Der Gottesdienst zu Ehren der Mottener Feuerwehr. // Stephanie Elm

Die Fürbitten gestalteten Kinder der Mottener Kinderfeuerwehr mit. Sie baten auch um Stärkung des Geistes der Freundschaft, Schutz bei Einsätzen und das „Ende des unzivilisierten Verhaltens in der Gesellschaft“.

Festmarsch mit befreundeten Wehren

Nach der Totenehrung vor dem Kriegerdenkmal folgten die Mottener Floriansjünger in einem Festmarsch mit Vertretern der befreundeten Wehren aus Kothen, Bad Brückenau, Singenrain, Thalau und Rothemann sowie Vereinsvertretern den Döllautaler Musikanten zum Festplatz. Diese sowie die Hochsitz-Musikanten sorgten dort für das musikalische Rahmenprogramm während des Festbetriebs.

1. Kommandant Andreas Möller dankte den „Vorgängern, dass sie so einen Verein aufgebaut haben. Wir können stolz auf 150 Jahre sein.“

Der Grundgedanke: helfen

Bürgermeisterin Katja Habersack nannte es „unendlich wertvoll, zu wissen, dass im Bedarfsfall Kameraden da sind“. Das stelle die Feuerwehr über Jahrzehnte sicher.

Totenehrung am Kriegerdenkmal.
Totenehrung am Kriegerdenkmal. // Stephanie Elm

Das Bild der Feuerwehr habe sich im Laufe der Zeit geändert, „aber der Grundgedanke, zu helfen, blieb“. Die Kinderfeuerwehr gestatte einen Blick in die Zukunft. Aus ihren Reihen könnten gestandene Frauen und Männer das 160. Vereinsjubiläum feiern.

Kameradschaft wird gepflegt

Stellvertretender Landrat Gotthard Schlereth griff die Fürbitte um zivilisierten Umgang miteinander auf. Dies werde „in der Feuerwehr schon immer gelebt und in der Kameradschaft gepflegt“. Es sei „beeindruckend“, dass 98 von 100 Feuerwehren ehrenamtlich tätig seien.

Kreisbrandrat Benno Metz gratulierte zum Vereinsjubiläum. 150 Jahre kämen fünf Generationen gleich, „die sich für die Nächsten eingesetzt haben“.

Lesen Sie mehr: 

Inhalt teilen
  • kopiert!