Auf 150 Jahre konnte die Freiwillige Feuerwehr Motten anstoßen. Bereits 1872 wurde in Motten, wie in vielen anderen Orten zu dieser Zeit auch, die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr beschlossen. Eine „allgemeine, beitragsfreie und staatlich bezuschusste Unterstützungskasse“ förderte den Gründungswillen.
„Die erste urkundliche Erwähnung des Mottener Feuerwehrvereins datiert vom 10.01.1873“, heißt es in der umfassenden Festschrift, die Hubert Mehler, Schriftführer der Mottener Wehr, für das Jubiläumsfest verfasst hat.
Wo andere nicht hinwollen
Pfarrer Hans Thurn verglich in der Messfeier die Floriansjünger mit Gesandten: „Sie stellen alles hintan, wenn die Sirene ruft“ und „zeigen Einsatz, wo andere nicht hin wollen.“
Die Fürbitten gestalteten Kinder der Mottener Kinderfeuerwehr mit. Sie baten auch um Stärkung des Geistes der Freundschaft, Schutz bei Einsätzen und das „Ende des unzivilisierten Verhaltens in der Gesellschaft“.
Festmarsch mit befreundeten Wehren
Nach der Totenehrung vor dem Kriegerdenkmal folgten die Mottener Floriansjünger in einem Festmarsch mit Vertretern der befreundeten Wehren aus Kothen, Bad Brückenau, Singenrain, Thalau und Rothemann sowie Vereinsvertretern den Döllautaler Musikanten zum Festplatz. Diese sowie die Hochsitz-Musikanten sorgten dort für das musikalische Rahmenprogramm während des Festbetriebs.
1. Kommandant Andreas Möller dankte den „Vorgängern, dass sie so einen Verein aufgebaut haben. Wir können stolz auf 150 Jahre sein.“
Der Grundgedanke: helfen
Bürgermeisterin Katja Habersack nannte es „unendlich wertvoll, zu wissen, dass im Bedarfsfall Kameraden da sind“. Das stelle die Feuerwehr über Jahrzehnte sicher.
Das Bild der Feuerwehr habe sich im Laufe der Zeit geändert, „aber der Grundgedanke, zu helfen, blieb“. Die Kinderfeuerwehr gestatte einen Blick in die Zukunft. Aus ihren Reihen könnten gestandene Frauen und Männer das 160. Vereinsjubiläum feiern.
Kameradschaft wird gepflegt
Stellvertretender Landrat Gotthard Schlereth griff die Fürbitte um zivilisierten Umgang miteinander auf. Dies werde „in der Feuerwehr schon immer gelebt und in der Kameradschaft gepflegt“. Es sei „beeindruckend“, dass 98 von 100 Feuerwehren ehrenamtlich tätig seien.
Kreisbrandrat Benno Metz gratulierte zum Vereinsjubiläum. 150 Jahre kämen fünf Generationen gleich, „die sich für die Nächsten eingesetzt haben“.
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