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Kulturstunde in Hammelburg
Bürgersaal voller Musik und Kunst im Takt
Konni Albert
In Sekundenschnelle zeichnete Konni Albert eine Szene aus dem Lied. // Karin Blum
Hammelburger Musik
Hammelburger Musik und Geschichte fanden großen Anklang. // Eckhard Schreiter
Ein Tänzchen
Der Dreivierteltakt animierte zu einem Tänzchen. // Eckhard Schreiter
Signet des Fränkischen Tags von Bianca Volkert
Hammelburg – Eine Kulturstunde erwartete die Besucher im Saal des Bürgerhauses. Bei Eine Stunde Kultur präsentierte sich Hammelburg gleich auf dreifache Weise: musikalisch, künstlerisch und erzählerisch.

Das zehnköpfige Veeh-Harfen-Ensemble Saiten-Klang aus dem Generationentreff Taubenschlag, hatte ein besonderes Programm vorbereitet. Alle gespielten Stücke stammten von heimischen Musikerinnen und Musikern. Die Liedern erzählen von Hammelburgs Schlossberg, dem Saaletal, den Menschen der Stadt und ihren Lebensgewohnheiten. Obwohl viele Melodien dem Publikum zunächst wenig bekannt waren, konnten die Refrains gemeinsam mitgesungen werden. Die Musik war so lebendig, dass manche Gäste sogar zu einem kleinen Tänzchen animiert wurden.

Eine weitere besondere Note erhielt die Stunde durch den Hammelburger Maler und Musiker Konni Albert. Er setzte Szenen aus dem Liedgut live und innerhalb weniger Sekunden auf Papier um. Einige seiner entstandenen Bilder, fanden nach dem Konzert neue Besitzer.

Geschichten und Legenden aus Hammelburg

Darüber hinaus gab es Geschichten und Legenden aus Hammelburg. Gäste aus dem Publikum ergänzten die Erzählungen, spontan mit humorvollen Anekdoten und persönlichen Erinnerungen. Josef Kirchner konnte auf Nachfragen weitere interessante Hintergründe erläutern. Auf 25 Bildtafeln zeigte er die wichtigsten Personen und Ereignisse, denen wir das heutige Hammelburg verdanken. Denn selbst in Sagen und Legenden steckt stets ein wahrer Kern. Viele der erwähnten Orte und Gegenstände sind noch heute im Stadtbild zu finden.

Die Vorbereitung dieses Abends war für die Musikerinnen mit großem Aufwand verbunden. Sämtliche Stücke mussten eigens für die Veeh-Harfen bearbeitet werden, fast zu Schade um nur einmal aufgeführt zu werde. Zudem mussten die Komponistinnen und Komponisten ihr Einverständnis zur Aufführung geben. Einer von ihnen brachte es treffend auf den Punkt: Es freue ihn sehr, wenn seine Stücke gespielt würden, das sei besser, als wenn sie in einer Schublade verstaubten.

Diese 1 Stunde Kultur schenkte Musikerinnen und Publikum gleichermaßen Freude. Sie zeigte eindrucksvoll, wie eng Hammelburg mit seiner fränkischen Kultur, der langen Geschichte, zurück bis 716 und Traditionen und vor allem mit der Geselligkeit verbunden ist.

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