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Gastronomie
Auf der Vogelsburg kehrt wieder Leben ein
Auf den Neuanfang auf der Vogelsburg stoßen an (von links): Roman Müller und Uwe Rossburger von der R+F Hotel- und Restaurantbetriebsgesellschaft aus Nürnberg mit Schwester Hedwig Mayer und Karsten Eck, Leiter der Stiftung Juliusspital Würzburg.
Auf den Neuanfang auf der Vogelsburg stoßen an (von links): Roman Müller und Uwe Rossburger von der R+F Hotel- und Restaurantbetriebsgesellschaft aus Nürnberg mit Schwester Hedwig Mayer und Karsten Eck, Leiter der Stiftung Juliusspital Würzburg. // Daniel Peter
Signet des Fränkischen Tags von Barbara Herrmann
Vogelsburg – Kraftort, Biergarten mit grandioser Aussicht, magischer Ort des Frankenweins: Die Vogelsburg zieht seit Jahrhunderten Menschen an. Nun haben sich die neuen Pächter vorgestellt.

Strahlend blauer Himmel, strahlende Gesichter hoch über der Mainschleife: Die Vogelsburg hat neue Pächter. Das verkündete am Freitagvormittag Karsten Eck, Leiter der Stiftung Juliusspital Würzburg, dem dieser historische Ort seit 2011 gehört. Nun übernehmen dort Uwe Rossburger und Roman Müller mit der R+F Hotel- und Restaurantbetriebsgesellschaft aus Nürnberg die Verantwortung für Gaststätte, Biergarten und Hotel.

Die wichtigste Nachricht von der Pressekonferenz für alle Wanderer, Radfahrerinnen und Ausflügler: Die Terrasse mit der einzigartigen Aussicht soll ab 9. Mai wieder bewirtet werden. Bei Hotel, Restaurant und Veranstaltungsräumen müssen sich die Gäste noch gedulden. Dort geht es erst im Frühjahr 2026 weiter.

Grund für die schrittweise Wiedereröffnung seien Bauarbeiten, erläuterte der Stiftungsleiter. Feuchtigkeitsprobleme machten „einen größeren Eingriff nötig, der seine Zeit braucht“. Generalsaniert wurde die Vogelsburg von 2013 bis 2016.

Noch zwei Augustinusschwestern leben auf der Vogelsburg

Zuvor hatten jahrzehntelang die Augustinusschwestern die Vogelsburg geprägt. Aus der Gemeinschaft leben heute noch zwei Frauen auf der Anhöhe an der Mainschleife. Priorin Hedwig Mayer freute sich bei der Pressekonferenz an diesem „Kraftort“ ebenfalls über die Nachfolger für Anna-Lena und Christoph Tacke.

Das Pächter-Ehepaar hatte die Anhöhe bei Volkach Ende Januar nach zehn erfolgreichen Jahren verlassen. Seitdem ist der Gastro-Betrieb dort vorübergehend geschlossen. Eine magische Anziehungskraft hat die Vogelsburg aber auch ohne diesen, wie sich während des Pressetermins zeigte. Zahlreiche Wanderer beobachteten das Treiben neugierig – und freuten sich über die Nachricht der Wiedereröffnung.

Roman Müller wird für die neue Aufgabe an die Mainschleife ziehen

Auch Roman Müller zog der Ort sofort in seinen Bann, wie er erzählte. Er wird der neue Mann auf der Vogelsburg sein und wolle dafür auch an die Mainschleife ziehen. Seniorchef Uwe Rossburger behält in Nürnberg weiter die Fäden der Unternehmensgruppe in der Hand.

Blick von oben auf die Vogelsburg. Linker Hand zu sehen ist der Volkacher Ortsteil Escherndorf.
Blick von oben auf die Vogelsburg. Linker Hand zu sehen ist der Volkacher Ortsteil Escherndorf. // Daniel Peter

Deren Mutterbetrieb, die R+F oHG Nürnberg, ist eine bundesweit agierende Zeitarbeitsfirma für Gastro, Messe und Veranstaltungen mit mehreren Tochtergesellschaften. Die neueste davon wurde nun für die Vogelsburg gegründet.

Zweiter wichtiger Mann dort wird Küchenchef Thomas Richter sein, der Rossburger zufolge unter anderem aus Alexander Herrmanns Palazzo Erfahrung mitbringt. Ziel sei eine „heimatbezogene Küche bei einer qualitativ hochwertigen Auswahl der Produkte“. Damit wolle man „nicht nur die Touristen, sondern auch die Bevölkerung in den umliegenden Gemeinden abholen und begeistern“.

Die neuen Pächter der Vogelsburg (von links) Uwe Rossburger und Roman Müller bei der Pressekonferenz zusammen mit Karsten Eck, Leiter der Stiftung Juliusspital Würzburg, und Priorin Schwester Hedwig Mayer.
Die neuen Pächter der Vogelsburg (von links) Uwe Rossburger und Roman Müller bei der Pressekonferenz zusammen mit Karsten Eck, Leiter der Stiftung Juliusspital Würzburg, und Priorin Schwester Hedwig Mayer. // Daniel Peter

Die Zahl der Vogelsburg-Besucher lag zuletzt bei mehr als 80.000 im Jahr, an manchen Tagen alleine bis zu 1000. Erweitert werde das bisherige Konzept um ein „fine dining“ am Abend. Das bedeute, so Rossburger, dass man neben dem À-la-carte-Angebot auch ein Menü anbieten werde, das alle zwei Monate wechsle.

Zudem wolle man die Bierauswahl erweitern, einen Catering-Service anbieten und die Vogelsburg an die Messestandorte Nürnberg und Frankfurt anbinden. Große Pläne – Zukunftsmusik ab 2026. Für ebendiese Zukunft kündigt Uwe Rossburger an: „Das Preisniveau wird zwar weiterhin gehoben sein müssen, aber es wird Unterschiede zu den Vorgängern geben.“

Ort der Spiritualität

Die Kirche Mariä Schutz steht täglich zur Einkehr und Besinnung offen. Jeden Sonntag und an den meisten Feiertagen findet zudem um 8 Uhr ein katholischer Gottesdienst statt. So soll die Vogelsburg ein Ort der Spiritualität und der Begegnung bleiben. Dafür setzt sich auch der „Freundeskreis Vogelsburg“ ein. (Quelle: Stiftung Juliusspital)

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