Seit Anfang Januar ist Sylvie Thormann im Staatsbad Bad Brückenau. Einen ersten positiven Eindruck hat sie bereits an ihrem ersten Arbeitstag mit dem Neujahrskonzert am 1. Januar mit dem Süddeutschen Salonorchester gemacht. „Der Eindruck: Es ist hier sehr familiär.", betont die 47-Jährige. Thormann stammt aus Nordrhein-Westfalen und war von 2018 bis Ende des vergangenen Jahres Geschäftsführerin und Kurdirektorin in Bad Kissingen.
Der familiäre Eindruck, das bringt insbesondere die Größe des Staatsbades Bad Brückenau mit sich. Im Vergleich zu ihrer vorherigen Stelle in Bad Kissingen sind die Wege hier „schneller und vieles zu Fuß erreichbar“ und das Team der Kurverwaltung mit 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „überschaubarer und die Zusammenarbeit enger“.
Einarbeitungsphase professionell unterstützt
Bis Ende März wird sie noch von Andrea Schallenkammer, ihrer Vorgängerin, unterstützt. Das nehme sie als sehr positiv wahr. „Ich kann es mir nicht besser wünschen, ich wurde sehr gut aufgenommen.“ Ihre Einarbeitungsphase, das Einlesen in Verträge, die aktuellen operativen Geschäfte und die „gute Dokumentation und Führung“ ihrer Vorgängerin, sei dadurch um einiges einfacher. Titus Tesar, stellvertretender Kurdirektor, bleibt zudem weiterhin in seiner Rolle tätig.
Sich selbst schätzt Thormann als bodenständig und diplomatisch ein. Eigenschaften, die dem „Kleinod“ Bad Brückenau durchaus gut stehen könnten. Laufende Projekte, wie der Bau des Gewächshauses hinter der Remise, nennt Thormann beeindruckend, die Arbeit der Gärtnerinnen und Gärtner sehr engagiert. Der Schlosspark als Vorzeigeobjekt im Staatsbad – neben den Gebäudeensembles – sei sehr schön und gut erhalten. Bereits in Bad Kissingen war die studierte Geografin für die Heilquellen zuständig, die auch hier einen besonderen Schwerpunkt darstellen.
Gespräche mit Partnern stehen an
Wasserwirtschaftsamt, Denkmalpflege, Staatliches Bauamt – mit diesen Stellen hat sie auch in Bad Kissingen zusammengearbeitet. „Das macht es natürlich leichter.“ Ihre Stärke, wie sie sagt, ist die Kooperationsfähigkeit. Möglicherweise eine gute Voraussetzung für die Ansiedlung neuer Kliniken. „Bad Brückenau ist sehr gut aufgestellt, was das angeht.“, sagt Thormann. Potenzial sieht sie dennoch. Zunächst muss sie sich aber einen genauen Überblick verschaffen. Gespräche mit den Kliniken, den Pächtern und Partnern des Staatsbades, stünden jetzt an.
Den Bürgermeister von Bad Brückenau, Jan Marberg (SPD), kennt sie bereits. „Der Austausch ist positiv“, sagt sie über die Kommunikation. Dass es strukturelle Unterschiede zwischen Stadt und Staatsbad gibt, ist allgemein bekannt. „Ich weiß, dass die Stadt Bad Brückenau sich eine gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Staatsbad wünscht und ich bin gern zu einem weiteren, kontinuierlichen Austausch bereit.“ Allerdings gebe es auch Rahmenbedingungen, die sich durch den Wechsel in der Kurdirektion nicht ändern werden, betont sie. Als Beispiel nennt sie steuerrechtliche Themen.
Ausbau des Marketings
Der Bereich Marketing und Kommunikation soll laut Thormann weiter ausgebaut werden. Hier habe sie langjährige Erfahrungen aus dem Stadtmarketing. Ihr Lebensmittelpunkt, ihr Mann und die 14-jährige Tochter, bleibt in Bad Kissingen. Hier ist die Familie verwurzelt. Die tägliche Fahrt ins 35 Kilometer entfernte Staatsbad Bad Brückenau nimmt sie dafür gerne in Kauf. „Hier kann ich abschalten, den Tag Revue passieren lassen und Musik hören“, sagt sie lachend.
















