Sie hatten den wohl heißesten „Arbeitsplatz” beim gesamten Stadtfest: Michael Hanke und Daniel Gäbler gehörten zu den bedauernswerten Mitgliedern des Fischereinvereins Bad Brückenau, die Steckerlfisch zubereiten mussten. Zu den 38 Grad Außentemperatur, die ohnehin am Samstagnachmittag am Sinntor, kamen die Glut der Holzkohle und Rauch dazu. Mensch und Makrele wurden gleichermaßen gegrillt.
Daniel Gäbler machte die Wärme aber wenig aus. „Ich bin das von Berufs wegen gewohnt.” Gäbler ist Glasbläser bei einer Fuldaer Firma. Da geht es immer heiß zu. Gern kühlten er und die anderen Herren vom Grill sich aber in den Pausen mit nassen Geschirrtüchern und Getränken ab. Schließlich schwitzten sie Wasser literweise aus.
Pausen gab es am Samstag einige am Steckerlfisch-Stand. Ungewöhnlich, warten dort sonst die Besucher meist in Zweierreihen auf ihre Leckereien. Doch viele mieden wegen gleißender Sonne und Gluthitze tagsüber die Innenstadt. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Michael Kramer hoffte deshalb auf den vielleicht kühleren Samstagabend. „Dann liegen wir hier auch im Schatten”, sagte er.
Was Kramer noch festgestellt hat: „Viele holen sich ihre Fische auch ab. Sie lassen sie sich in Alufolie einpacken und nehmen sie mit nach Hause.”
Ganz so extrem wie allen Leuten an den Grills erging es Maja Kirchner nicht, im Gegenteil: Am Vormittag hatte die Bad Brückenauerin beim mehr als einstündigen Yoga-Kickoff zum Stadtfest im Georgi-Park teilgenommen. Zwar zeigte das Thermometer gegen 10 Uhr schon um die 30 Grad. „Aber das Yoga im Park war sehr angenehm. Die Bäume gaben Schatten und kühlten”, so Kirchner.
Kursleiterin Annekatrin Vogler hielt auch Wort, als sie den 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern versprach, „auf anstrengende Kraftübungen zu verzichten und etwas für die Seele zu tun”. Einige kamen trotzdem ins Schwitzen.
Am Nachmittag stand Maja Kirchner indes in der Ludwigstraße, um den Städtepartnerschaftsverein bei der Glücksrad-Tombola zu repräsentieren. Doch auch das war erträglich, denn der Stand lag da schon im Schatten. Und außerdem konnte man sich in den klimatisierte Pop-up-Store zurückziehen.
Einige Programmpunkte abgesagt
Insgesamt wunderte sich Kirchner, dass bei der Gluthitze überhaupt einige Leute die Ludwigstraße entlangschlenderten. Insgesamt war wenig los vor allem vor der Marktplatzbühne und in der Händlermeile in der Unterhainstraße. Einige Programmpunkte wie die Auftritte der Musikschüler fielen aus.
Gar keine Hitzewallung hatten Ina, Emilio, Oskar, Milan und Lucien im Siebener-Park. Wenn den Kindern zu warm wurde, sprangen sie einfach in den Nebenarm der Sinn.
Ansonsten war auch der Besuch der vom 1. FC Bad Brückenau bewirtschafteten Essens- und Getränkestände im Park überschaubar, wegen der Schatten und Kühle spendenden Bäume aber besser als in der Kernstadt. „Auf den Holzkohlegrill haben wir diesmal verzichtet”, sagte Fußball-Abteilungsleiter Alexander Gartung.
(Wird laufend aktualisiert...)













