0
Gymnasium wird zum Theater
Mordwaffen unter Speisehauben
Theater Gymnasium Hammelburg
Der Butler liegt tot am Boden? Miss Blue und Mr. Mustard überlegen, wer es gewesen sein könnte. // Doris Bauer
Theater Gymnasium Hammelburg
Insolvent, von der Partnerin verlassen und Schwester Violetta verachtet ihn: Das war zu viel für Otto Orange. // Doris Bauer
Theater Gymnasium Hammelburg
Noch ist alles entspannt und jeder freut sich auf das gemeinsame Essen. // Doris Bauer
Theater Gymnasium Hammelburg
„À table – Der Tisch ist gedeckt“ heißt das Stück, das die Oberstufen-Theatergruppe des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg aufführte. // Doris Bauer
Theater Gymnasium Hammelburg
„À table – Der Tisch ist gedeckt“ heißt das Stück, das die Oberstufen-Theatergruppe des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg aufführte. // Doris Bauer
Theater Gymnasium Hammelburg
„À table – Der Tisch ist gedeckt“ heißt das Stück, das die Oberstufen-Theatergruppe des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg aufführte. // Doris Bauer
Theater Gymnasium Hammelburg
„À table – Der Tisch ist gedeckt“ heißt das Stück, das die Oberstufen-Theatergruppe des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg aufführte. // Doris Bauer
Theater Gymnasium Hammelburg
„À table – Der Tisch ist gedeckt“ heißt das Stück, das die Oberstufen-Theatergruppe des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg aufführte. // Doris Bauer
Theater Gymnasium Hammelburg
„À table – Der Tisch ist gedeckt“ heißt das Stück, das die Oberstufen-Theatergruppe des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg aufführte. // Doris Bauer
Hammelburg – Ein Dinner-Auftakt mit Schockmoment: Die Schüler des Frobenius-Gymnasiums in Hammelburg überzeugen mit einem selbst entwickelten Stück.
Artikel anhören

Mit „À table – Der Tisch ist gedeckt“ kündigte die Oberstufen-Theatergruppe des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg einen besonderen Theaterabend an. Und tatsächlich wurde das Publikum nicht enttäuscht. In der düsteren Atmosphäre der Villa Schwarz entwickelte sich ein fesselndes Kammerspiel voller Geheimnisse, überraschender Wendungen und intensiver Momente – ein rundum gelungener Abend.

Die Geschichte beginnt scheinbar harmlos: Eine bunt gemischte Gesellschaft folgt der Einladung zu einem festlichen Dinner. In eleganter Atmosphäre versammeln sich die Gäste, zunächst erfüllt von erwartungsvoller Neugier und angeregten Gesprächen. Doch schon bald wird deutlich, dass hinter der glänzenden Fassade mehr verborgen liegt. Der unbekannte Gastgeber scheint mit jedem der Anwesenden eine offene Rechnung zu haben. Während draußen ein Unwetter aufzieht, spiegelt sich dessen zunehmende Heftigkeit unheilvoll im Inneren wider.

Was hinter der gemütlichen Atmosphäre lodert

Die festlich gedeckte Tafel, das sanft flackernde Kaminfeuer und der Butler Jakob, gemeinsam mit dem charmanten Hausdiener François, schaffen zunächst eine warme, beinahe beruhigende Stimmung. Doch der Schein trügt: Als die Gäste die Speisenhauben heben, finden sie statt eines erlesenen Menüs plötzlich mögliche Mordwaffen, ein verstörender Auftakt zu einer dramatischen Wendung.

Als schließlich in einem Gemenge ein Schuss fällt, gibt es kein Zurück mehr. Misstrauen und Angst greifen um sich, zumal die schweren Türen des Hauses fest verriegelt sind, kein Fluchtweg existiert und die Mauern die Gäste wie in einem Käfig einschließen. Die Frage nach dem Täter bestimmt fortan das Geschehen.

Jeder hütet ein Geheimnis

Mit dem Tod des Butlers und wenig später auch eines unglückseligen Pizzaboten spitzt sich die Lage dramatisch zu. Nach und nach wird klar: Niemand in dieser Runde ist wirklich unschuldig, und jeder hütet ein dunkles Geheimnis. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, als sich die Ereignisse in einem Mord und einem Selbstmord verdichten, ehe die überraschende Wahrheit ans Licht kommt: Hinter all dem steckt ausgerechnet Frau Weiß, die in Wirklichkeit die Gastgeberin, Frau Schwarz, ist.

Mit kühler Entschlossenheit hat sie die Zusammenkunft inszeniert, um mit jedem einzelnen Gast abzurechnen. Doch die letzte Wendung offenbart sich: So sorgfältig ihr Plan auch war, die Morde selbst hat nicht sie begangen.

Selbst entwickeltes Stück erinnert an Cluedo

Die Handlung, angelehnt an das bekannte Spiel „Cluedo“, überzeugte durch kluge Verknüpfungen und nachvollziehbare Motive. Besonders beeindruckend: Die Figuren und die Geschichte wurden von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt. Unter der Leitung von Eva-Maria Conrad und Philipp Hemmerich entstand so ein dichtes, stimmiges Stück, das nach intensiver Probenarbeit und konstruktivem Feedback weiter verfeinert wurde. Licht- und Soundeffekte verstärkten das Gesamterlebnis auf beeindruckende Weise.

Ausdrucksstarke Charaktere

Die jungen Darsteller überzeugten durch ein bemerkenswert authentisches Spiel, ausdrucksstarke Charaktere und eine spürbare Spielfreude, die sich mühelos auf das Publikum übertrug. Bei aller Spannung sorgten gekonnt platzierte humorvolle Momente für wohltuende Auflockerung. Kein Augenblick wirkte langatmig, die Zuschauer blieben durchgehend gefesselt und konnten sich der intensiven Atmosphäre des Abends kaum entziehen.

Seit Beginn des Schuljahres wurde das Stück gemeinsam entwickelt, Woche für Woche geprobt und schließlich in einer intensiven Probenphase verfeinert, ein gutes Miteinander, das sich spürbar auf der Bühne widerspiegelt. In die Rolle des Hausdieners François schlüpfte Roman Brauer, der mit seinem authentischen französischen Akzent dem Hausdiener eine unterhaltsame, aber glaubwürdige Note verlieh. Dass die Darsteller mit echter Begeisterung bei der Sache sind, bestätigt auch er: „Die Probenwoche zuletzt war sehr intensiv, hat aber auch wirklich Spaß gemacht.“

Mit lang anhaltendem Applaus würdigte das Publikum die beeindruckende Leistung der jungen Schauspieler. Auch Schulleiter Erich Dietrich zeigte sich voll des Lobes für das große Engagement, die Kreativität und die eindrucksvolle Umsetzung des Stücks. Besonders hervorgehoben wurde zudem die hervorragende Zusammenarbeit der Theaterklassenleitung mit Philipp Hemmerich und Eva-Maria Conrad.

Zum Abschluss wurde es besonders emotional: Einige Mitglieder der Theatergruppe werden mit dem Abitur verabschiedet. Dabei wurde für die Beteiligten wie auch für das Publikum spürbar, wie eng und herzlich die Gemeinschaft verbunden ist.  

Diese Menschen stecken hinter der Theatergruppe

  • Schauspieler: Ronja Aulbach, Jakob Weber, Hanna Schaupp, Sophia Warnke, Ulrich Knüttel, Anne Granich, Sophia Thusk, Neele Aulbach, Roman Brauer, Jacob Rakovski
  • Souffleuse: Leah Albrecht; Bühnenbild und Kostüm: Leah Albrecht, Julie Ebert und Luisa Greubel
  • Plakat- und Programmgestaltung: Luisa Greubel
  • Technik: Levin Lübbecke, Max Schneider, Leonhard Braun, Raphael Luxem, Paul Niessner und Marlon Tremer
  • Maske: Lara Fella und Anna Hoffmann-Feeser 
Inhalt teilen
  • kopiert!