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Wallfahrt mit 22 Sachen
Traktoren tuckern aus Bad Kissingen nach Vierzehnheiligen
Die Bulldogfreunde Vorrhön sind am Freitag von Eltingshausen aus zu ihrer jährlichen Traktor-Wallfahrt nach Vierzehnheiligen aufgebrochen.
Die Bulldogfreunde Vorrhön sind am Freitag von Eltingshausen aus zu ihrer jährlichen Traktor-Wallfahrt nach Vierzehnheiligen aufgebrochen. // Julia Back
Die Traktoren sind für die Wallfahrt mit Blumen und Fahnen geschmückt worden.
Die Traktoren sind für die Wallfahrt mit Blumen und Fahnen geschmückt worden. // Julia Back
Bulldogfreunde Vorrhön auf dem Weg nach Vierzehnheiligen.
Bulldogfreunde Vorrhön auf dem Weg nach Vierzehnheiligen. // Julia Back
Landkreis Bad Kissingen – Eine bunte Gruppe von Bulldogs machte sich am Freitag auf den Weg zur jährlichen Wallfahrt nach Vierzehnheiligen. Welche Tradition dahinter steckt.

Am Freitagmorgen bietet sich am Ortsausgang von Eltingshausen ein ungewohntes Bild. 22 Traktoren stehen hintereinander aufgereiht am Straßenrand. Um kurz vor 10 Uhr ist es dann so weit: Sie tuckern los in Richtung Bad Staffelstein. Die Traktor-Wallfahrt hat begonnen.

„Wir fahren mit 22 Bulldogs nach Vierzehnheiligen“, erzählt Peter Metzung aus Diebach. Das 68-jährige Mitglied der „Bulldogfreunde Vorrhön“ hat die Wallfahrt organisiert. „In Vierzehnheiligen treffen wir uns mit den Bulldogfreunden Staffelstein und fahren dann gemeinsam zur Basilika.“

Den Verein „Bulldogfreunde Vorrhön“ mit Sitz in Obererthal und rund 110 Mitgliedern gibt es seit 1992. Vor zehn Jahren haben sie mit der Tradition begonnen, mit ihren Traktoren nach Vierzehnheiligen zu tuckern. „Wir hatten das in Vierzehnheiligen gesehen und beschlossen, dass wir das auch machen wollen“, so Metzung. Angefangen hat ihre spezielle Wallfahrt mit fünf Traktoren, stetig wurden es mehr. Mittlerweile fahren sie jedes Jahr mit rund 22 Traktoren nach Oberfranken.

Organisator Peter Metzung (vorne in der gemusterten Jacke) freut sich über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Organisator Peter Metzung (vorne in der gemusterten Jacke) freut sich über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. // Julia Back

Teilnehmer kommen aus dem ganzen Landkreis

Die Teilnehmer kommen aus dem ganzen Landkreis, wie Metzung erklärt. „Aus Waldfenster, Hammelburg, Obererthal, Diebach, aber auch aus Gemünden im Landkreis Main-Spessart fahren sie mit.“ Am Freitagvormittag geht es am Treffpunkt in Eltingshausen los, am Samstag ist die Wallfahrt hinauf zur Basilika und am Sonntag geht es für die Traktorfahrer wieder zurück. Auch einen Anhängerwagen haben die Wallfahrer dabei – darin sitzen einige Frauen und winken.

Der älteste Teilnehmer, der mit seinem Traktor die Fahrt nach Vierzehnheiligen auf sich nimmt, ist der 86-jährige Wolf-Dieter Bogner aus Obereschenbach, mit 35 Jahren ist Timo Fischer aus Thulba der jüngste der Bulldog-Wallfahrer. Unter den Traktoren, die mit Fahnen und Blumen geschmückt sind, sind mit einem Lanz und einem Deutz Bulldog Baujahr 1956 und einem Porsche Traktor von 1959 wahre Oldtimer mit dabei.

Ein ungewohnter Anblick am Ortsausgang von Eltingshausen: Die Traktor-Wallfahrt beginnt.
Ein ungewohnter Anblick am Ortsausgang von Eltingshausen: Die Traktor-Wallfahrt beginnt. // Julia Back

Mit 22 Kilometer pro Stunde unterwegs nach Vierzehnheiligen

Die Teilnehmer brauchen bis zum Ziel etwa sechs Stunden, erklärt Organisator Metzung: „Die Geschwindigkeit richtet sich immer nach dem langsamsten. Wir fahren zwischen 20 und 22 km/h.“ Auf ihrer Fahrt am Freitag planen sie auch Zwischenstopps ein. „Um 11 Uhr gibt es eine kurze Pause und dann hinter Goßmannsdorf (Lkr. Haßberge) eine große Pause“, erklärt Metzung. Zwischen 15 und 16 Uhr wollen sie an ihrem Ziel in Bad Staffelstein ankommen. Geschlafen wird in der Unterkunft der Diözese vor Ort.

Am Samstagfrüh werden sie dann zur Basilika pilgern – zusammen mit hunderten anderen Traktor-Wallfahrern aus der ganzen Region.

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