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Bildung
Unterricht im Gemüsebeet
Die Grundschule Riedenberg nimmt am Programm GemüseAckerdemie teil. Die Kinder sind bei dem Unterricht im Garten und an der frischen Luft ganz bei der Sache.
Die Grundschule Riedenberg nimmt am Programm GemüseAckerdemie teil. Die Kinder sind bei dem Unterricht im Garten und an der frischen Luft ganz bei der Sache. // Christiane Helfrich
Riedenberg – Die Grundschule in Riedenberg beteiligt sich am Programm „GemüseAckerdemie“. Auf dem Stundenplan stehen somit für die 1. bis 4. Jahrgangsstufe auch Säen, Pflanzen und Jäten.

An der Grundschule Riedenberg wird aktuell der Unterricht öfter nach draußen an die frische Luft verlegt und die Kinder lernen Praktisches. Denn in diesem Schuljahr stehen das Säen, Pflanzen und Jäten auf dem Stundenplan. Die Schule beteiligt sich mit ihren Schülerinnen und Schülern der 1. bis 4. Jahrgangsstufe an dem Bildungsprogramm GemüseAckerdemie.

Anbauen, pflegen. ernten

Die Ackerzeit von April bis Oktober ist das Herzstück des Programms, das von der AOK gefördert wird. „Mit der GemüseAckerdemie will die AOK Schülerinnen und Schülern nahebringen, wie man Gemüse anbaut, pflegt und erntet und deren Ernährungskompetenz stärken“, erklärt Johannes Kiep, Gesundheitsfachkraft der AOK in Schweinfurt.

Dafür bewirtschaften derzeit 34 Schulkinder ihre eigenen Beete. Sie bauen dort bis zu 30 verschiedene Gemüsearten an. Aktuell steht gerade die zweite Pflanzung an mit Tomate, Zucchini, Gurke, Mais und Kürbis.

Gesunde Ernährung

„Mindestens einmal in der Woche hegen und pflegen die Kinder ihr Gemüse und erfahren dabei viel über frische naturbelassene Nahrungsmittel und gesunde Ernährung“, freut sich Viola Dix, Betreuungslehrerin des Projekts in der Riedenberger Grundschule.

Die Buben und Mädchen sind auch mit der Vermarktung ihres Gemüses beauftragt. „Selbstverständlich sollen die Kinder von ihrer Ernte auch profitieren, und so werden die Eltern als Abnehmer des Gemüses in das Programm mit eingebunden“, erklärt Frau Dix weiter.

Im Vorfeld wurden die Lehrerinnen und Lehrer geschult und mit umfangreichem Bildungsmaterial für den Unterricht ausgestattet. Die sogenannten 20 Bildungsbausteine vermitteln Wissen rund um das praktische Ackern und zudem weiterführende Themen der Nachhaltigkeit.

Soziale Kompetenzen werden gefördert

„Unsere Schülerinnen und Schüler sind mit Begeisterung dabei und freuen sich besonders auf die praktischen Arbeiten direkt auf dem Feld“, berichtet die Schulleiterin Christiane Helfrich. Durch den hohen Praxisbezug und auf den Lehrplan abgestimmte Bildungsmaterialien werde das Ernährungs- und Bewegungsverhalten sowie die sozialen Kompetenzen der Kinder gefördert.

Umwelt schützen

„Zudem vermittelt die GemüseAckerdemie, wie wir uns gesund ernähren und dabei auch noch die Umwelt schützen können“, erläutert Yvonne Koch, Acker Coach des gemeinnützigen Vereins Acker e.V., der das Schulgartenprogramm entwickelt hat.

Die AOK Bayern unterstützt die GemüseAckerdemie des Sozialunternehmens Acker e.V. im neunten Jahr und schickt bereits die 273. Schule aufs Feld. In diesem Jahr nehmen rund 8200 Schülerinnen und Schüler teil und kümmern sich um über 10.400 Quadratmeter Ackerfläche. Insgesamt haben seit 2017 über 23.500 Kinder ihr eigenes Gemüse angebaut und um die 17.500 Quadratmeter Ackerfläche bewirtschaftet. bes

Die Grundschule in Riedenberg nimmt am Programm GemüseAckerdemie der AOK teil.
Die Grundschule in Riedenberg nimmt am Programm GemüseAckerdemie der AOK teil. // Christiane Helfrich

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