Die Seniorensitzung hat seit vielen Jahren ihren angestammten Platz im Fasching. Der Karnevalsverein Blau Weiß bietet gemeinsam mit der Pfarr- und der Marktgemeinde eine moderate Gelegenheit für ältere und betagte Bürgerinnen und Bürger, das närrische Treiben ohne Überforderung an einem Sonntagnachmittag zu genießen.
In der Schwedenberghalle hieß Sitzungspräsident Enrico Langhärig und das Prinzenpaar Bernd I. und Steffi II. die Gäste im vollbesetzten Saal willkommen. Beide Tollitäten sind im Blau Weiß-Fasching schon länger aktiv, sie als Trainerin in Fuchsstadt und er als trommelschlagender „Sambista“.
Der Nachwuchs präsentiert sich stark
Den Tanzreigen eröffneten die 31 Kids der Kindergarde, die als bananengelbe Minions die Bühne mit Leben erfüllten. Bei solchem Zulauf muss den Karnevalisten um den Nachwuchs nicht bange sein. Einen Masterplan für das närrische Treiben wollen die „Young Höwels“ entwerfen. Er soll enthalten, wie man Bonbons auswirft. Lorenz Kohlhepp, Mariella Fenn und Luis Landgraf rätseln außerdem darüber, ob sich die Wasser-Begegnungsstelle als Planschbecken für Chihuahuas eignet. Tanzmariechen Sabrina Vierheilig beeindruckte mit einer sportlich-akrobatischen Einlage. Trainerin ist ihre Schwester.
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Bürgermeister Johannes Krumm und seine Stellvertreterin Christine Neeb-Wittmann überbrachten die Grüße des Marktes, der Kaffee und Kuchen für die Besucher bereitstellte. Krumm dankte besonders für die Jugendarbeit von Blau Weiß. Die Vize-Bürgermeisterin freute sich über den Zuspruch der Veranstaltung und dankte für die Arbeit und finanzielle Unterstützung.
Das Abenteuer Reiten ließ Lina Rasch – mit Pferd Amadeus und unterstützt vom Reitstall Sulzthal – Revue passieren. Für „Hobby Horsing“ mit Holzsteckenpferd hatte sie nur Spott übrig.
Die Blau Weiß-Prinzengarde zog mit Charme und Akrobatik ihren Gardetanz auf und dankte Trainerin Larissa Lehmann mit einem Präsent. Der Applaus gehörte beiden.
Trommelklang und Wortgewalt
Nach der Pause waren es die „Sambistas“, die mit lautem Trommelgetöse in den zweiten Sitzungsteil starteten. War dies pure Lebensfreude oder sollte dies die Narrenfeinde in die Flucht schlagen, wie etwa bei den Schotten der Dudelsack? Ivo Hauer ist in der Bütt bekannt als wortgewaltiger Kritiker. Neben der Geopolitik, dem Internet und den Preisen für Äpfel (die kostenlos unter den Bäumen liegen) ging er mit der Generation Z ins Gericht, die nach seiner Meinung größtenteils aus „Streamern“ und „You Tubern“ besteht.
Die Juniorengarde verwöhnte wieder mit einem sehenswerten, fünfminütigen Formationstanz. Natürlich durfte das Männerballett im Reigen der Präsentationen nicht fehlen. Seit dem Vorjahr zahlenmäßig auf das Doppelte gewachsen, mimten die Tänzer sportliche Tennisgirls – mit und ohne Sportgerät.
Der „Tümpel“ wird heuer eröffnet, will heißen, die Wasserbegegnungsstelle wird eingeweiht. Darauf haben Joga-Meister Andreas Veth und die Wassernixen Claudia Reusch, Sabrina Langhärig und Melanie Seit nur gewartet. Was sie damit alles machen können: Den Ententanz am Tümpel vermarkten, Krumme Wurst und „Heinerli“ anbieten. Alternativen wären Tretboote, eine Eisbahn bauen und ein Eishockey-Team gründen. Oder „Klein Venedig“ erstehen lassen. Ene Demonstration karnevalistischer Choreografie war der Showtanz „Jungle Fever“. Der König ist geboren. Ein Wirbelsturm aus Grün und Gold, der das Publikum staunen ließ und den die Zuschauer mit stehendem Applaus bedachten.
























