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Wallfahrt nach Dettelbach
Eine Tradition seit 1649
Wallfahrt
Das Gemeinschaftserlebnis begeistert viele Teilnehmer an der Wallfahrt. Das Foto zeigt die letzte Pause in Kützberg. // Andreas Lomb
Ramsthal – Dem Alltag entfliehen, zur Ruhe kommen und Gemeinschaft erleben – dazu lädt der Ramsthaler Wallfahrtsverein auch in diesem Jahr wieder bei der traditionsreichen Fußwallfahrt nach Dettelbach ein.

Vom 21. bis 23. August machen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Weg zur Wallfahrtskirche Maria im Sand. Kurzentschlossene können sich noch anmelden. Ansprechpartner ist Caroline Morper sie ist unter Telefon. 0160/4308865 zu erreichen.

Insgesamt 100 Kilometer

Gerade in einer Zeit, die von Hektik, ständiger Erreichbarkeit und zahlreichen Verpflichtungen geprägt ist, bietet die Wallfahrt einen Gegenpol. Auf den rund 100 Kilometern Gesamtstrecke bleibt Zeit für Gespräche, gemeinsames Singen und Beten, aber auch für Stille und persönliche Gedanken. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschreiben diese Tage als besondere Auszeit, die Körper, Geist und Seele gleichermaßen guttut.

Die Wallfahrt lebt dabei von einem außergewöhnlichen Gemeinschaftsgefühl. Jung und Alt gehen gemeinsam denselben Weg, unterstützen sich gegenseitig und erleben, wie aus einzelnen Pilgern eine starke Gemeinschaft entsteht. Nicht selten nehmen auch Menschen teil, die im Alltag kaum Berührungspunkte mit Kirche haben, sich aber von der besonderen Atmosphäre und dem Miteinander angesprochen fühlen. Freundschaften entstehen, Sorgen werden geteilt und viele kehren gestärkt in ihren Alltag zurück.

Die Ramsthaler Dettelbach-Wallfahrt gehört zu den ältesten lebendigen Traditionen der Region. Ihre Ursprünge reichen bis ins Jahr 1649 zurück. Nach den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges und der Pest legten die Ramsthaler ein Gelübde ab und pilgern seitdem Jahr für Jahr zur Gottesmutter nach Dettelbach. Selbst in Kriegszeiten und während der Corona-Pandemie wurde diese Tradition gepflegt. Seit beinahe vier Jahrhunderten verbindet die Wallfahrt Generationen und ist ein fester Bestandteil des kirchlichen und dörflichen Lebens.

Über Nacht in Schwanfeld

Die Wallfahrt beginnt am Freitag, 21. August, an der Ramsthaler Marienkapelle. Der Hinweg wird mit einer Übernachtung in Schwanfeld in zwei Etappen zurückgelegt. Am Samstag erreichen die Wallfahrer den Marienwallfahrtsort Dettelbach, wo gemeinsam Gottesdienst gefeiert wird.

Der Rückweg erfolgt am Sonntag in einer Tagesetappe. Den feierlichen Abschluss bildet am Sonntagabend der traditionelle Empfang der Wallfahrer in Ramsthal mit der stimmungsvollen Lichterprozession – für viele Teilnehmer und Besucher jedes Jahr der emotionale Höhepunkt der Wallfahrt.

Musikalisch begleitet wird die Wallfahrt von einer Gruppe engagierter Blasmusiker. Zahlreiche Helferinnnen und Helfer kümmern sich im Hintergrund um Gepäcktransport, Verpflegung und Übernachtung, sodass sich die Pilger ganz auf den Weg und das gemeinsame Erleben konzentrieren können.

Der Wallfahrtsverein freut sich über alle, die erstmals oder erneut mitgehen möchten. Vorkenntnisse oder besondere Voraussetzungen sind nicht erforderlich – willkommen ist jeder, der bereit ist, sich auf den Weg zu machen und die besondere Atmosphäre dieser jahrhundertealten Tradition zu erleben.

Auch mit dem Bus möglich

Wie in den vergangenen Jahren wird auch wieder die Möglichkeit geboten, am Samstag, 22. August, mit dem Bus nach Dettelbach zu fahren, um dort an den Gottesdiensten teilzunehmen.

Mehr Information gibt es bei Warmuth-Reisen, Telefon 09704/1435. Dort meldet man sich auch an.

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