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Einzigartige Atmosphäre
So schön war der Altstadt-Advent in Hammelburg
Das Christkind und seine Engel verteilten Weihnachtsplätzchen und besuchten die Höfe.
Das Christkind und seine Engel verteilten Weihnachtsplätzchen und besuchten die Höfe. // Winfried Ehling
Hammelburg – Regen am Vormittag, doch der Altstadt-Advent begeistert viele. Einzigartige Atmosphäre und charmante Stände locken Besucherinnen und Besucher nach Hammelburg.

Man hat ja derzeit die Qual der Wahl, wenn man am Wochenende einen Weihnachtsmarkt besuchen möchte. Auch Hammelburg reihte sich am ersten Adventswochenende ein. Doch die Stadt hat mit dem „Altstadt-Advent“ ein Alleinstellungsmerkmal in der näheren Region.

Die älteste Weinstadt Frankens kennen Besucher als „Stadt der Märkte, Winzer und vor allem der ‚Höflich‘“. Beim Altstadt-Advent, der nur einmal im Jahr stattfindet, nahmen heuer 18 Höflich teil, wobei nicht alle wirkliche Höfe sind, doch der über den Adventsmarkt schlendernde Besucher erkennt sie als solche an. Ein entscheidender Faktor beim winterlichen Ereignis ist allerdings das Wetter, das dieses Jahr nur bedingt zu dieser Szenerie passte.

Im Rineckerhaus gab es Geschenke und Kulinarisches, passend zum Advent.
Im Rineckerhaus gab es Geschenke und Kulinarisches, passend zum Advent. // 

Regen am Vormittag

Der Samstagvormittag verregnet, blieb es am Nachmittag und in den Abendstunden weitgehend trocken, was sich positiv auf den Besuch auswirkte. Und so füllte sich die Veranstaltung zunächst zögerlich, war später aber gut besucht. So warteten viele Kinder mit ihren Eltern, dass das Christkind auf dem Balkon des Rathauses erscheint.

Eingestimmt vom Blechbläserquartett der Stadtkapelle, nahm dann Bürgermeister Armin Warmuth die offizielle Eröffnung vor. Er wünschte den Wartenden auf dem Marktplatz viel Freude beim Bummel durch die weihnachtlich illuminierten Straßen und Gassen der Altstadt und dankte allen, die sich bei diesem Erlebnis eingebracht haben, einschließlich der Musiker.

Ein Plausch beim Punsch: Die Gastronomie und die Geschäftswelt zogen mit beim Altstadt-Advent in Hammelburg.
Ein Plausch beim Punsch: Die Gastronomie und die Geschäftswelt zogen mit beim Altstadt-Advent in Hammelburg. // 

Himmlisches Grußwort

Im Anschluss überbrachte das Christkind (Paulina Sitter) seine Botschaft, begleitet von den Engeln Matilda Glöckner und Greta Winter. Der himmlische Gast sagte: „Am Saum des Jahres steht bald der Tag, an dem man sich selbst und anderen schenken mag. Doch vergesst nicht, ihr Leute, und bedenkt, wer alles schon hat, der braucht nichts geschenkt. Den meisten von euch, den geht es doch gut, drum mach ich als Christkind heut allen Mut. Helft euch einander, habt füreinander Zeit, dann seid für Weihnachten wirklich bereit.“ Danach strebten die drei Himmelsboten zum Seiteneingang des Rathauses, wo zahlreiche Kinder auf ihr Weihnachtsplätzchen warteten.

In den Höfen, an den Buden und an den Ständen gab es Brände und Liköre, Basteleien und Holzarbeiten, Gestricktes und Gehäkeltes, erlesene Weine und Punsch, Adventskränze, Mini-Krippen und Kunstwerke aller Art.

Von Zuckerwatte kann man nie genug kriegen.
Von Zuckerwatte kann man nie genug kriegen. // 

Blickfang am Viehmarkt

Neben dem Marktplatz war auch der Viehmarkt wieder ein Anziehungspunkt, auf dem die Lebenshilfe-Werkstatt ihre Pagoden-Buden und ihren selbst gebauten Christbaum aus Holzlatten aufgestellt hatten. Lohnt sich die Arbeit der Menschen mit Behinderung für nur zwei Tage? „Ja“, sagt die Werkstatt-Führung, „denn das ist auch eine Belohnung für unsere Handwerker“. Alles bleibt bis Weihnachten stehen.

Auch „waschechte“ Hammelburger sind erstaunt, dass sie immer noch Unbekanntes oder Neues in ihrer Heimatstadt entdecken. Zum Beispiel das Gut Landwehr in der Weihertorstraße mit seinen weitläufigen, hübsch geschmückten Räumen.

Gegrillte Bratwürste und Champignons. Einzeln oder zusammen?
Gegrillte Bratwürste und Champignons. Einzeln oder zusammen? // 

Whisky statt Rinder

Nicht weit davon entfernt, im Hof „bei die Keidels“, wurde gegrillt. Im Hofdurchgang hatte sich die „Rhöner Whiskybrennerei“ von Walter und Doris (Zeitz) angesiedelt. Das Landwirts-Ehepaar vom Sturmius-Hof setzt seit einiger Zeit erfolgreich auf die Whisky-Destillation. Statt Galloway-Rinder auf der Weide – wie einst – ist jetzt der schottische Single Malt angesagt – und schon „goldprämiert“.

Der Weihnachtsbaum beim Altstadt-Advent in Hammelburg
Der Weihnachtsbaum beim Altstadt-Advent in Hammelburg // Karl Kovacs

Ein Hotspot bei solchen Veranstaltungen ist das älteste Haus Hammelburgs, der Rinecker Hof. Der Strom der Neugierigen in der Dalberg-Straße riss nicht ab, denn das Anwesen hat sich bei solchen Events schon lange einen Namen gemacht. Hier gab es eine Palette von Ausstellungen und diverse kulinarische Leckereien. In dem ehemaligen Bauernhof kann man sich so richtig wohlfühlen, und selbst Einzelhandelsgeschäfte wie „Sammeln und Schenken“ nehmen das Ausstellungsangebot hier gerne an.

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