Es sollte Hoffnung keinem lassen. Einen Weg in die Zukunft weisen für das Deutsche Fahrradmuseum, das ab 2024 auf den städtischen Sockelbetrag von 26.500 Euro verzichten muss (wir berichteten). Doch das Treffen im Landratsamt sorgte bei Inhaber Ivan Sojc nach dessen Worten für erneute Ernüchterung.
Sojc: keine Idee zu Ersatz des Sockelbetrags
„Es gab keine Idee, den Sockelbetrag zu ersetzen“, sagt der 60-Jährige über das Gespräch, an dem neben Landrat Thomas Bold, Bad Brückenaus Bürgermeister Jochen Vogel (beide CSU) auch Vertreter des Bezirks Unterfranken, der Landesstelle für nichtstaatliche Museen, des landkreiseigenen Regionalmanagements und der Touristikförderung teilnahmen.
Der Bezirk und die Landesstelle als Institutionen, die nur Geld für bestimmte Projekte lockermachen, hätten mit den Schultern gezuckt nach dem Motto: Was sollen wir machen, wenn die Stadt nichts macht.
Besuch von der Landesstelle im Stadtrat
Einzig greifbares Ergebnis laut Sojc: Stefan Kley, Vizeleiter der Landesstelle in München wird im Herbst in den Brückenauer Stadtrat kommen, auch um den überregionalen Stellenwert des Fahrradmuseums zu betonen. Für Sojc zu spät: „Wir müssen im September und Oktober alles fürs Folgejahr einleiten. Uns läuft die Zeit davon.“
Andere Teilnehmer des Gesprächs äußern sich optimistischer. Landrat Bold nennt das Fahrradmuseum „einzigartig und zieht deshalb Gäste nicht nur über Landkreisgrenzen, sondern über Landesgrenzen hinaus an“. Er sei wirklich glücklich, im Landkreis Bad Kissingen so einen Schatz zu beherbergen.
Landrat Bold: Situation des Museums verschärft
Nur sei es leider wie bei vielen Projekten im Bereich Kunst und Kultur: Sie könnten ohne Unterstützung nicht überleben. Der Beschluss des Stadtrats , den freiwilligen Zuschuss ab 2024 einzustellen, habe die Situation für das Museum verschärft.
„Wir haben nun in einem Gespräch mit bisherigen und möglichen neuen Unterstützern ausgelotet, wie das Museum in Zukunft getragen werden könnte“, so Bold weiter. Dabei gehe es auch um die Frage, wie weitere Förderer gewonnen werden. „Es gibt gute Ideen, die wir weiterverfolgen.“ Im Spätsommer bis Herbst würden nächste Gespräche stattfinden. „Bis dahin bitte ich um Verständnis, dass wir nicht ins Detail gehen können.“
Bürgermeister Vogel: guter Dinge für eine tragbare Lösung
Jochen Vogel hatte „einen guten Eindruck aus dem Gespräch mitgenommen und bin guter Dinge, eine tragfähige Lösung zu schaffen“. Alle Beteiligten hätten Hausaufgaben erhalten. Welche das sind und wie Lösungen aussehen könnten, wollte er nicht ausführen. Der Besuch von Kley im Oktober solle dem Stadtrat zeigen, wie das Museum von außen gesehen wird. st









