Irgendwann in den nächsten Tagen steht er an, der Abschied vom Weihnachtsbaum. Während er in vielen Häusern schon nach den Feiertagen verschwindet, bleibt er in anderen noch eine Weile und verbreitet mit seinen Lichtern und der festlichen Dekoration ein wenig Magie – so wie bei mir, wo die Lichter, roten und goldenen Kugeln und die Strohsterne noch immer Freude bringen.
Doch schon heute weiß ich, dass er nicht ewig stehen bleiben kann. Das ist auch gut so. Ich möchte mich ja auf das nächste Weihnachtsfest und den nächsten Baum wieder freuen können.
Und trotzdem: Der Abschied tut weh. Den Baum zum Heiligen Abend zu schmücken, bereitet mir viel mehr Freude, als ihn im Januar zu entsorgen und alle Deko wieder sorgsam in die Kisten und Tüten zu packen. Es fühlt sich an, als würde ein kleines Stück der weihnachtlichen Wärme verloren gehen.
Ein neuer Lebensabschnitt im Garten
Doch der Baum wird nicht einfach nur aus dem Wohnzimmer hinausgeworfen. Auf ihn wartet im Garten eine neue Aufgabe. Die Zweige, die einst mit glänzenden Kugeln und Lichtern geschmückt waren, finden eine andere Bestimmung: Vogelfutter kommt an den Baum, und so wird er zum Treffpunkt für die gefiederten Freunde, die in der kalten Jahreszeit auf Nahrung angewiesen sind.
Für mich gibt es keinen besseren Abschluss für die Reise des Weihnachtsbaums. Im Frühling, wenn die letzten Reste des Futterbaums von den Zweigen gefallen sind und die Tage wieder länger werden, werde ich ihn von den Ästen befreien. Der Stamm dient dann noch viele Jahre als Befestigung für Stockrosen, Sonnenblumen oder als Stütze zwischen den Rosen - und das ist, wie ich finde, die schönste Verwendung eines Weihnachtsbaums.












