Es war im April mit nur 15 Minuten sicher die kürzeste öffentliche Versammlung in der 55-jährigen Geschichte des Abwasserzweckverbands Aschach-Saale (AZV) seit dessen Gründung im Jahr 1971. Der einzige Tagesordnungspunkt lautete „Verabschiedung von ausscheidenden Verbandsräten“.
Mit Ablauf der Legislaturperiode zum 30. April mussten fünf Verbandsräte gemäß Satzung ausscheiden, nachdem sie in den Mitgliedsgemeinden Burkardroth und Bad Bocklet nicht mehr zur Kommunalwahl angetreten waren.
Bad Bocklets Bürgermeister Andreas Sandwall bedankte sich als AZV-Vorsitzender auch im Namen seines Stellvertreters, Burkardroths Bürgermeister Daniel Wehner, bei ihnen „für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle des Abwasserzweckverbands sowie der beiden Mitgliedsgemeinden“. Die ausgeschiedenen Verbandsräte werden nach der jeweiligen konstituierenden Gemeinderatssitzung durch neue Ratsmitglieder ersetzt.
Schwierige Entscheidungen mitgetragen
Als Vertreter Burkardroths schieden die Verbandsräte Tony May, der seit 2020 dem AZV angehörte, sowie Florian Eickhoff aus. Eickhoff war schon vor seiner Bestellung zum Verbandsrat (2014) seit 2008 als Stellvertretender bestimmt. Als Vertreter der Mitgliedsgemeinde Bad Bocklet wurden 3. Bürgermeister Uto-Paul Schmitt, seit 2020 Verbandsrat und zuvor ab 2014 Stellvertreter, sowie Horst Krapf verabschiedet, seit 2017 Verbandsrat und bereits ab 2008 Stellvertreter.
Ein besonderer Dank des Vorsitzenden galt Helmut Wischang aus Bad Bocklet, der als dienstältestes Mitglied des Gremiums sich bereits seit 1994 der ehrenamtlichen Arbeit im Abwasserzweckverband gewidmet hatte. Wischang hatte in seiner insgesamt 32-jährigen Tätigkeit im AZV schwierige und kostenintensive Entscheidungen mittragen müssen. Neben der Sanierung der Verbandskläranlage und der Mischwasserbehandlungsanlagen waren dies vor allem auch der Anschluss des Raumes Steinach sowie die Übernahme der an die Kläranlage Katzenbach angeschlossenen Burkardrother Ortsteile.









