0
Gemeinderat Sulzthal
Abschied von der viergruppigen KiTa
KiTa in Sulzthal
Wie teuer der Umbau der KiTa in Sulzthal wird, ist noch nicht bekannt. // Hilmar Ruppert
Sulzthal – Der Gemeinderat hat sich auf eine Umbauvariante geeinigt. Aber was, wenn die Plätze nicht reichen?

In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung hat sich das Gremium einstimmig auf eine Variante zum Umbau der KiTa geeinigt, diese soll nun Basis für das weitere Vorgehen sein. „Unser Ziel ist jetzt die benötigten Räume mehr nach vorne zu verlegen und weniger in den Hang hinein“, informierte Bürgermeister Christian Schmitt.

Von einer viergruppigen Lösung habe man Abstand genommen, für den Fall, das in der Zukunft noch Bedarf an Plätzen besteht, soll ein Waldkindergarten entstehen. Man habe sich dazu auch schon Gedanken über potenzielle Standorte gemacht.

Fragen in der Sitzung erlaubt

Der Sitzung wohnten mehr als 50 Zuhörerinnen und Zuhörer bei und diese durften – entgegen der Gepflogenheiten – auch Fragen stellen. Die Fragen bezogen sich auf das Übergangsquartier Pfarrhaus, auf die Abkopplung der Heizung von der Mehrzweckhalle und auf den Zeitplan für das Gesamtprojekt.

Die Bürger hierbei mitzunehmen, sei dem Gremium wichtig, hieß es. In den vergangenen Monaten habe man sich rund 15 Mal, auch mit dem Kindergartenteam, getroffen. Darunter eine Klausurtagung, eine mehrstündige nichtöffentliche Variantenbesprechung und ein Treffen mit der Fachaufsicht.

Die wichtigsten Kriterien für eine Entscheidung zählte Schmitt auf: Da wären die Genehmigungs- und Förderfähigkeit, die Wirtschaftlichkeit, die Pädagogik, Kostenkriterien und die Zukunftsfähigkeit.

Was den zeitlichen Ablauf betrifft, so sei die Freigabe der Entwurfsplanung mit Kostenplanung bis Ende September anvisiert. Zahlen zur Kostenschätzung nannte Schmitt nicht, sie lägen aber deutlich unter denen der letzten Planungen. Sobald eine belastbare Kostenberechnung vorliege, werde man diese veröffentlichen.

Ein weiteres Ziel sei, das Pfarrhaus als Übergangsquartier im ersten Halbjahr 2027 zu beziehen. Für alle Gruppen sei es aber definitiv zu klein. Alternativen könnten Container sein, die am Pfarrhaus aufgestellt würden, oder die Gemeindekanzlei.

Einwohnerzahl gesunken

Viel Lob erhielt Kämmerin Brigitte Amberg für den vorausschauend aufgestellten Haushalt 2026, den sie dem Gremium präsentierte. Die gestiegene Steuerkraft und die gesunkene Einwohnerzahl gegenüber dem Vorjahr führten zum Rückgang der Schlüsselzuweisungen, erklärte sie.

An größeren Baumaßnahmen sind für das laufende Jahr noch das Vorklärbecken und die Phosphatfällanlage für die Kläranlage, Umbauarbeiten am Pfarrheim, die Sanierung der Friedhofmauer sowie die Notstrombeleuchtung an der Mehrzweckhalle geplant. Für diese Maßnahmen sind insgesamt rund 513.000 Euro vorgesehen.

Vor kurzem wurde der Klärschlamm der Gemeinschaftskläranlage abgefahren und aktuell noch der letzte Problemmüll aufgeladen. Damit sei nun alles vorbereitet, um das neue Absetzbecken anzulegen, so die Info in der Sitzung. In Zukunft könne der Klärschlamm dann regelmäßig nach Hammelburg gebracht werden, informierte der Bürgermeister.

Mit den Ingenieurleistungen zur Gigabitrichtlinie 2.0 und einem neuen Ofen für die Dorfplatzküche ging er auf die zuletzt gefassten nichtöffentlichen Beschlüsse ein.

Anschreiben an Anwohner

Gemeinderat Willi Diez erwähnte die Anschreiben an die im „Hochwassergebiet Sulzbach“ befindlichen Anlieger durch das Wasserwirtschaftsamt. Darin wurde nach Heizöltanks und Öllager gefragt, im Anschluss werde entschieden, ob bauliche Maßnahmen notwendig sind.

Der Haushalt 2026

  • Der Haushalt beläuft sich auf 4,75 Millionen Euro,  der Verwaltungshaushalt auf  3,21 und der Vermögenshaushalt auf 1,58 Millionen Euro.
  • Haupteinnahmequelle bilden der Anteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer (653.000 Euro), die allerdings um rund zehn Prozent gesunkene Schlüsselzuweisung (458.000 Euro), die Verwaltungs- und Betriebseinnahmen (464.000 Euro) und die Grund- und Gewerbesteuer mit 194.000 Euro.
  • Ausgaben:  Die größte Ausgabenposition im Verwaltungshaushalt stellen mit 26,5 Prozent die Personalkosten dar, der Haushaltsansatz liegt hier bei 853.000 Euro.
  • Sachaufwand: Im Vergleich zum Vorjahresergebnis erhöht sich der Sachaufwand um 45,5 Prozent auf 845.000 Euro. Die größten Aufwendungen sind  der Unterhalt der gemeindlichen Einrichtungen wie Kindergarten, Bauhof oder Wald und der weiteren kommunalen Infrastruktur wie Wasserver- und –entsorgung und Straßen.
  • Die Kreisumlage steigt um 13,3 Prozent auf 513.000 Euro und die VG-Umlage um 5,7 Prozent auf 248.000 Euro. 
  • Kredite: Für das Haushaltsjahr 2026 sind keine weiteren Kreditaufnahmen geplant, der vorhandene Kredit für die Erschließung des Baugebietes „Haiger“ wird bis zum Jahr 2028 getilgt. 
Inhalt teilen
  • kopiert!