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Abwasserzweckverband Obere Lauer
Matthias Klement im Amt bestätigt
Kläranlage in Poppenlauer
Die Kläranlage in Poppenlauer hat ein Einzugsgebiet von Maßbach über Thundorf, Stadtlauringen, Münnerstadt und Üchtelhausen bis nach Sulzfeld. // Archiv/Dieter Britz
Maßbach – Der Abwasserzweckverband Obere Lauer ist schuldenfrei und setzt auf Digitalisierung.

Über drei Landkreise erstreckt sich der Abwasserzweckverband Obere Lauer, dem fast 30 Ortschaften angehören. Die Kläranlage für das Gebiet mit den Gemeinden Maßbach, Thundorf, Stadtlauringen, Münnerstadt, Üchtelhausen und Sulzfeld befindet sich in Poppenlauer. Die einzelnen Gemeinden entsenden Vertreter in das Gremium, und zu Beginn der Legislaturperiode werden jeweils in einer konstituierenden Sitzung die Vorsitzenden und die zu vergebenden Posten besetzt.

Wichtige Projekte

In seinem Rückblick berichtete der bisherige und neue Verbandsvorsitzende, Matthias Klement, über mehrere wichtige Projekte, die der Verband in den vergangenen Jahren umgesetzt hat. So wurde vor kurzem eine neue Klärschlamm-Pressanlage in Betrieb genommen. Der stärker entwässerte Klärschlamm kann künftig thermisch verwertet und verbrannt werden.

Zudem ließ der Verband ein Energiekonzept erstellen. Dieses zeigt Einsparpotenziale auf: So könnte eines der beiden Belebungsbecken künftig stillgelegt werden. Eine großflächige Photovoltaikanlage deckt einen erheblichen Teil des Strombedarfs. Damit konnten die Energiekosten deutlich gesenkt werden. Dass ist mit ein Grund dafür, dass solide gewirtschaftet werden konnte, denn der Abwasserzweckverband ist schuldenfrei.

Bei den anschließenden Wahlen wurde Maßbachs Bürgermeister Matthias Klement einstimmig als Verbandsvorsitzender bestätigt. Stadtlauringens Bürgermeister René Schäd hatte ihn vorgeschlagen und seine erfolgreiche zwölfjährige Amtszeit sowie die enge Anbindung der Verbandsverwaltung an die Verwaltungsgemeinschaft Maßbach hervorgehoben.

Das ist der Stellvertreter

Ebenfalls einstimmig wählten die Verbandsräte René Schäd zum stellvertretenden Vorsitzenden. Da sämtliche Ortsteile des Marktes Stadtlauringen an den Zweckverband angeschlossen sind, sei das sinnvoll, wie es hieß. Sollte sowohl der Vorsitzende als auch sein Stellvertreter verhindert sein, übernimmt gemäß Geschäftsordnung der älteste Bürgermeister den Vorsitz, in diesem Fall Bernhard Düker für die Gemeinde Thundorf.

Auch die Entschädigungen wurden angepasst. Die monatliche Aufwandsentschädigung für den Verbandsvorsitzenden steigt von bislang 250 auf 275 Euro und folgt damit der Empfehlung des Bayerischen Gemeindetags. Für die Verbandsräte bleibt es bei einem Sitzungsgeld von 30 Euro je Sitzung bei einer Höchstdauer von fünf Stunden.

Eine Änderung der Verbandssatzung betrifft die Entscheidungsbefugnisse des Vorsitzenden. Bislang galten unterschiedliche Wertgrenzen für Miet- und Pachtverträge sowie für Baumaßnahmen. Diese werden nun zusammengeführt: Künftig kann der Vorsitzende eigenständig Entscheidungen bis zu einem Auftragswert von 25.000 Euro treffen. Gerade bei dringenden Reparaturen sei schnelles Handeln erforderlich, begründete das Gremium die Anpassung. Da der Verband in der Regel nur zweimal jährlich tagt, sollen die Verbandsräte bei Eilentscheidungen dennoch zeitnah informiert werden. Das jährliche Finanzvolumen des Zweckverbands liegt bei rund 1,4 Millionen Euro.

Beschlüsse zur Digitalisierung

Weitere Beschlüsse betrafen die Digitalisierung der Verbandsarbeit. Einladungen zu Sitzungen sowie die Protokolle sollen künftig ausschließlich elektronisch versandt werden. Außerdem legte das Gremium fest, dass die Sitzungen weiterhin regelmäßig donnerstags stattfinden.

Zum Abschluss wurde der Rechnungsprüfungsausschuss neu besetzt. Den Vorsitz übernimmt Barbara Göpfert, ihre Stellvertretung Miguel Eschenbach. Weitere Mitglieder sind André Pfister und Jürgen Eckert, deren Stellvertreter Lisa Harth beziehungsweise Oliver Jurk sind.

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