Es war zuletzt zwar etwas ruhig geworden um die geplante Umwandlung des Jörgentorparks in einen Freizeitpark für Jung und Alt, aus den Augen verloren hat die Stadt Münnerstadt dies aber nicht. Nachdem nun der Architektenwettbewerb zum Treibhaus-Projekt abgeschlossen ist, steht nun ein solcher für die Gestaltung des Jörgentorparks an. Bürgermeister Michael Kastl ist zuversichtlich, dass dieser gleich zu Beginn des neuen Jahres gestartet wird.
Mit der Bürgerbeteiligung zum Treibhaus-Projekt am 8. Dezember ist der Wettbewerb in die letzte Phase getreten, sagt Michael Kastl. Damit werden nun Kapazitäten frei, um Anfang 2014 mit dem Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Jörgentorparks zu beginnen.
Beide Projekte hängen nicht nur örtlich zusammen. Thomas Wirth vom Büro arc.grün aus Kitzingen wird den Architektenwettbewerb zum Jörgentorpark begleiten. Er war auch Mitglied der Fachjury, als es um die besten Ideen zur Renaturierung und Wohnbebauung des Treibhaus-Areals ging. Er habe sich intensiv mit dem Areal befasst. „Ich bin guter Hoffnung, dass beides gut zusammenpassen wird“, sagt der Bürgermeister. „Es soll ja letztlich ein Grüngürtel entlang der Stadtmauer entstehen.“
Entstanden war die Idee bereits vor einigen Jahren. Ursprünglich sollte lediglich der Spielplatz nahe dem Jörgentor hergerichtet werden, so wie andere zuvor auch. Daraus entwickelte sich dann der Plan, das gesamte Areal zwischen Jörgentor und Skaterplatz als Freizeitpark herzurichten. Weil klar war, dass bis zur Umsetzung des Projektes noch etwas Zeit vergehen wird und die Spielmöglichkeiten mittlerweile sehr beschränkt waren, hat die Stadt erst einmal ein paar neue Geräte angeschafft, die problemlos auf anderen Spielplätzen aufgestellt werden können, wenn der Jörgentorpark neu gestaltet wird.
Die Bürgerbeteiligung zu dem ehrgeizigen Projekt hat ebenfalls schon vor einiger Zeit begonnen. Die Resonanz auf das Vorhaben war ausgesprochen gut, etliche Vorschläge sind von den Münnerstädtern dazu eingegangen. Entstehen sollen unter anderem ein Wasserspielplatz, ein Multifunktionssportfeld und Möglichkeiten zum Verweilen für Jung und Alt. Geplant ist auch ein Pumptrack (künstliche Mountainbikestrecke), wobei es da auch Ideen gibt, diesen am Sportzentrum zu errichten.
In diesem Zusammenhang soll mit den Fachbehörden abgeklärt werden, ob und wie eine Brücke über die Lauer gebaut werden kann, um einen Lückenschluss beim Radweg in Richtung Bad Neustadt zu bekommen. Diese Brücke könnten dann auch Fußgänger nutzen, die zu dem Einkaufsmärkten in die Untere Au möchten. Radfahrer und Fußgänger müssen derzeit über die viel befahrene Kreuzung Meiniger Straße/ Bahnhofstraße/ Coburger Straße (Seger-Kreuzung).
„Wir visieren an, Anfang des neuen Jahres den Wettbewerb zu beginnen, sagt Michael Kastl. Dabei handelt es sich um einen Realisierungs- und Ideenwettbewerb ohne direktes Auftragsversprechen an den Gewinner. Es gibt also keine direkte Verpflichtung, das sofort so umzusetzen. Das könne man durchaus auch in mehreren Abschnitten tun, so der Bürgermeister.
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