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Diskussion
Bekommt Fuchsstadt ein viertes Windrad?
Die Errichtung einer vierten Windenergieanlage in Fuchsstadt liegt im Bereich des Möglichen. Allerdings soll diese so installiert werden, dass der Wald geschont wird. Deshalb ist vor dem Bau noch einmal ein Ortstermin mit dem Förster geplant.
Die Errichtung einer vierten Windenergieanlage in Fuchsstadt liegt im Bereich des Möglichen. Allerdings soll diese so installiert werden, dass der Wald geschont wird. Deshalb ist vor dem Bau noch einmal ein Ortstermin mit dem Förster geplant. // Fotomontage: René Gerner
Bernd Uebel (rechts) wurde als neuer Gemeinderat für Fuchsstadt von Bürgermeister René Gerner vereidigt. Uebel ist Nachrücker von Jürgen Wittmer, der sein Ehrenamt aus gesundheitlichen Gründen zurückgab.
Bernd Uebel (rechts) wurde als neuer Gemeinderat für Fuchsstadt von Bürgermeister René Gerner vereidigt. Uebel ist Nachrücker von Jürgen Wittmer, der sein Ehrenamt aus gesundheitlichen Gründen zurückgab. // Winfried Ehling
Fuchsstadt – Die Meinungen im Gemeinderat sind gespalten, denn die Anlage würde mitten im Wald nahe der Lauerbachkapelle errichtet. Ein Ortstermin soll Klarheit bringen.

Die Gemeinde Fuchsstadt erhält wahrscheinlich doch noch eine vierte Windenergieanlage (WE). Sie war bereits in der Erstplanung des Projekts vorgesehen, wurde aber nicht umgesetzt. Fuchsstadt erhielt drei Windräder, ein weiteres – der ehemalige Mast eins, der aus verschiedenen Gründen nicht errichtet wurde – könnte jetzt hinzukommen, was die Stromgewinnung beträchtlich steigern würde.

Der Grund für die Aufstockung war eine Anfrage des Schweizer Besitzers des Windparks über die Firma Qair, die die Anlagen baute und weiterhin betreut. Die Fläche für Mast vier liegt im Wald.

Diskussionen gab es darüber, wie der Ausleger des Krans gelegt werden kann. Denn der Mast muss am Boden zusammengeschraubt werden – und diese Fläche ist nicht unerheblich. Ein Vorschlag von Bürgermeister René Gerner (ZAG) war es, die angedachte Fläche um 90 Grad zu versetzen und den Mast auf freies Gelände abzulegen.

Mehrere Räte hatten Einwände

Die positive Nachricht der Mehrleistung stieß im Gemeinderat nicht nur auf Zuspruch. Gerner selbst plädiert beim Bau für einen „schonenden Eingriff“ im Wald. Doch auch mehrere Rätinnen und Räte hatten Einwände. So glaubt Thomas Ruser (ZAG), dass „drei Windräder genug sind. Wir sollten unseren Wald schützen“.

Mario Hugo (UWG) kritisierte den Standort nahe der „Lauerbach-Kapelle“ und Dirk Volz (CSU) beklagte den Flurweg, der schon bei der Ersterrichtung „total kaputt gemacht wurde“.

Eva-Maria Conrad (ZAG) steht dem Vorhaben zwar positiv gegenüber, „doch nach der Errichtung des vierten Mastes sollten wir Schluss machen zum Wohl des Waldes“.

Martin Keller (CSU) sah den Vorteil für einen weiteren Mast durch die Kabel und Leitungen, die schon verlegt sind. „Es waren ohnehin vier Anlagen geplant“, erinnerte er. Das Gremium kam überein, nochmals eine Ortseinsicht mit Förster Rainer Breunig vorzunehmen und dann „in dieser Sache wieder zusammenzukommen“.

Vereidigung von Bernd Uebel

Als neues Mitglied des Gemeinderats vereidigte der Bürgermeister Bernd Uebel nach den Vorgaben des Grundgesetzes und der Verfassung des Freistaats Bayerns. Uebel war Nachrücker von Jürgen Wittmer von der Liste der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), der sein Ehrenamt aus gesundheitlichen Gründen zurückgab.

Wittmer war Mitglied im Bauausschuss und im Umwelt- und Naturausschuss sowie Stellvertreter in der Gemeinschaftsversammlung und im Rechnungsprüfungsausschuss. Diese Positionen sind von der UWG neu zu besetzen.

Bernd Uebel ist Fuchsstädter und 54 Jahre alt. Beruflich ist er Bundeswehrsoldat und in Volkach stationiert. Zu seinen Hobbies zählt die Blasmusik, die er in seinem Heimatort bei den Fuschter Musikanten praktiziert. Zudem kümmert er sich um die Ausbildung junger Musiker. Auch die Betreuung seiner Bienenvölker liegt ihm am Herzen. Zudem ist er Hallenwart der Fest- und der Turnhalle. Wichtig seien ihm außerdem seine Familie, Ehrlichkeit und Zusammenhalt, Meinungstoleranz und Unterstützung und Hilfsbereitschaft, so Uebel.

Bereits in früheren Sitzungen wurde die Bauanfrage über den Abbruch des Dachstuhls an der Garage eines Anwesens am „Am Heinig“ beraten. Der Bauherr möchte damit eine Aufstockung und Errichtung von Wohnräumen im Obergeschoss erreichen. Die Überprüfung durch das Bauamt der VG Elfershausen erfolgte nur formell, die Zuständigkeit liegt beim Landratsamt. Das Ratsgremium stimmte der Anfrage zu.

Dem Neubau einer Garage am „Sonnenhügel“ gewährte der Gemeinderat zwar die Befreiung von den Festsetzungen doch muss der Bauherr beim Landratsamt einer entsprechende Abweichung wegen des Stauraums vor der Garage erwirken.

Konzept für neue Wasserleitung

Der Bauausschuss nahm Ortseinsicht am „Gräfenberg“, um sich über die geplante Erneuerung der Wasserleitung zu informieren. Bauleiter Helmut Nies von der Baufirma Ullrich legte ein Konzept vor, nach dem die Erneuerung abschnittsweise von hinten am Lagerberg in Richtung Schweinfurter Straße erfolgt. Während der Bauzeit wird eine Vollsperrung für Anlieger eingerichtet. Nach Abschluss der Hauptverlegung werden die Hausanschlüsse Stück für Stück erneuert.

Weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wurden beraten, zum Beispiel eine beidseitige Fahrbahnverengung und die Verlängerung des Gehwegs.

An den Ortstermin schloss sich eine Anliegerversammlung an, in der die Anwohner Informationen erhielten. So sollen die Anlieger während der Bauarbeiten ihre Fahrzeuge in den Höfen oder außerhalb der Baustelle parken. Der Bauleiter hält bei jedem Hausanschluss Rücksprache sobald die Hauptleitung verlegt ist. Aufgrund der baulichen Situationen ist keine pauschale Aussage zu den möglichen Kosten möglich.

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