Der Anton-Seith-Platz in der Mitte des Stadtteils ist eine wichtige Nachrichtenbörse für die Einwohner: Hier hängen die Schaukästen der örtlichen Gruppen und Vereine. Hier wird zu Gottesdiensten, Hauptversammlungen und Konzerten eingeladen, und auch die Stadt verbreitet hier ihre neuesten Nachrichten. „Anton-Seith-Platz“ ist die Postadresse der Straßen und Gassen rund um die Kirche.
Der Teil des Platzes direkt vor der Alten Schule, vor den Schaukästen, soll nun schöner gestaltet werden. Vor allem aber geht es um besagte Schaukästen, die ein viel breiteres Dach als bisher bekommen sollen. Zahlreiche Bürger nutzten bei einem Treffen vor Ort die Gelegenheit, sich zu informieren, was sie in wenigen Monaten erwartet.
Das Dach der Schaukästen vergrößern
Vor allem das Dach der Schaukästen soll massiv vergrößert werden. Ein extra aufgestelltes Lattengerüst zeigte, wie es einmal aussehen soll. Finanziert wird die Aktion aus Mitteln des Regionalbudgets. Das hat zur Folge, dass die Arbeiten zügig vorangehen müssen, denn bis zum 31. September dieses Jahres müssen die Arbeiten bereits beendet und abgerechnet sein.
Stadtrat Fabian Nöth (Neue Wege) konnte auf dem Platz neben zahlreichen Bürgern auch Bürgermeister Michael Kastl (CSU) begrüßen. Er erklärte, dass das Dach, das die Schaukästen vor Regen schützt, viel breiter als bisher werden soll. Mit vier Metern kann es auch den Wartenden der Bushaltestelle als Schutz bei Wind und Wetter dienen, ebenso bei kleineren Veranstaltungen auf dem Platz. Das Dach ist entlang der Schaukästen neun Meter breit. Wer sich ein Bild machen möchte, wie das aussieht, sollte zur Feuerwehr nach Wollbach fahren, so Fabian Nöth. Mit einer Plane soll möglicherweise auch noch ein Wetterschutz im Winter geschaffen werden.
Welche Sitzgelegenheiten sind die richtigen?
Sitzgelegenheiten sollen insbesondere an dem Baum auf dem Platz geschaffen werden. Wie sie aufgestellt werden, ist noch nicht klar. „Stellt man sie einfach drumherum, dann sehen sich die Leute ja gar nicht“, bemerkte eine Bürgerin. „Wir wollen die Gestaltung des Platzes mit der Dorfgemeinschaft abstimmen“, hob der Bürgermeister hervor und wies darauf hin, dass auch eine Regelung für Parkplätze insbesondere bei Gottesdiensten und Veranstaltungen getroffen werden sollte. Finanziert werden soll die Umgestaltung des Dorfplatzes durch den Zuschuss aus dem Regionalbudget, durch Eigenleistung und Hilfen vom Bauhof und der Stadt.
Bis 30. September muss abgerechnet werden
Auf die Frage nach dem Zeitrahmen hieß es, dass bis 30. September abgerechnet werden müsse. Mit der Ermunterung „Gehen wir’s an!“ schloss Fabian Nöth diese Freiluft-Bürgerversammlung und bekam dafür viel Applaus.
Mit dem Instrument des Regionalbudgets wollen der Freistaat und der Bund kleine Investitionen von Gemeinden wie auch von Gruppen und Vereinen fördern, die sonst keine Chance hätten, staatliche Fördermittel zu bekommen.
Projekte, die schon umgesetzt sind
Die Bewerbungen laufen über das Amt für ländliche Entwicklung. 2021 wurde zum Beispiel das Wassertretbecken in Reichenbach gefördert. Förderungswürdig war auch der Umbau eines landwirtschaftlichen Hängers durch den Verein „initiative party & jugend“ in Fridritt. So hat zum Beispiel der Gewerbeverein Kaufhaus Mürscht Spielgeräte für das alljährlich auf dem Anger stattfindende Kinderfest angeschafft. Einen Zuschuss gab es auch für das Dorfbackhaus in Althausen oder den Wasserspielplatz in Großwenkheim. Dieses Jahr gibt es zum Beispiel Geld für die Sanierung der Obstpresse des Obst-und Gartenbauvereins Poppenlauer. Die förderfähigen Gesamtausgaben dürfen 20.000 Euro nicht übersteigen.
Geld von Bund und Freistaat
Förderungsfähig sind zum Beispiel Kleinprojekte zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements, zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung, zur Umsetzung von dem ländlichen Charakter angepassten Infrastrukturmaßnahmen oder zur Sicherung der Grundversorgung der ländlichen Bevölkerung – so heißt es in den Richtlinien. Das Geld kommt vom Bund und vom Freistaat.










