Bürgermeisterwahl
Andreas Sandwall will es noch einmal wissen
Bürgermeister Andreas Sandwall (52, CSU) kandidiert wieder zur Wahl des Bürgermeisters am 12. März 2023.
Bürgermeister Andreas Sandwall (52, CSU) kandidiert wieder zur Wahl des Bürgermeisters am 12. März 2023.
Sigismund von Dobschütz
F-Signet von Sigismund von Dobschütz Fränkischer Tag
Bad Bocklet – Die CSU in Bad Bocklet schickt den Amtsinhaber erneut ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Warum dessen Kandidatur nicht selbstverständlich ist.

Reine Formsache war für Bad Bocklets CSU-Ortsverband die Nominierung des amtierenden Bürgermeisters Andreas Sandwall (52, CSU) zum Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl am 12. März. „21 abgegebene Stimmen, 21 gültige Stimmen, 21 Ja-Stimmen“, verkündete CSU-Bezirksgeschäftsführer Detlef Heim als Wahlleiter das erwartete Ergebnis.

„Die Gemeinde soll in guten Händen bleiben“, hatte Sandwall zuvor um die Stimmen der Nominierungsversammlung geworben und versprochen, auch in einer zweiten Amtsperiode die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde zu vertreten.

Als „sachlichen und kompetenten Kommunalpolitiker“ hatte ihn der CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Martin Wende (Hammelburg), gleich zu Beginn der Versammlung gelobt. „Andreas Sandwall ist eine gute Wahl für Bad Bocklet.“ Bezirksgeschäftsführer Detlef Heim charakterisierte Sandwall als „bodenständig und Kämpfernatur“, wie man zuletzt bei der Diskussion um die angekündigten Brückensanierungen entlang der Staatsstraße 2292 erleben konnte.

Teilerfolg bei geplanter Brückensanierung

Den vorläufigen Aufschub dieser Brückensanierungen nannte Sandwall in seiner Bewerbungsrede nicht ohne Stolz einen „Teilerfolg“. Er habe so lange und vehement gegen die für die Dauer von drei Jahren angedachte gleichzeitige Sanierung aller drei Brücken gekämpft, bis das staatliche Bauamt die Pläne endlich zurückgezogen habe, um für den Markt Bad Bocklet verträglichere Alternativen zu finden.

Im weiteren Rückblick nannte Sandwall unter anderem die Ansiedlung des Vollsortimenters am Aschacher Kreisel als großen Erfolg ebenso wie den Glasfaser-Ausbau, die zwei neuen Kinderspielplätze in Großenbrach und Nickersfelden, die technische Ausstattung der Schulen und mehrere Neubaugebiete. Seinen guten Kontakten zum Freistaat seien auch dessen Investitionen in die Sanierung des Kurhaushotels und im Kurgarten zu verdanken.

Sandwall: eine "Kämpfernatur"

Ihn als „Kämpfernatur“ zu bezeichnen, fand Sandwall durchaus berechtigt, erinnerte er an seinen krankheitsbedingten einjährigen Ausfall. Nach seinem Erwachen aus wochenlangem Koma habe auch sein Arzt zu ihm gesagt: „Sie sind ein Kämpfer vor dem Herrn.“

Für seinen im Januar startenden Wahlkampf wählte er das Motto: „Andreas Sandwall: kompetent – sympathisch – erfahren“.

Bürgermeister Andreas Sandwall (Zweiter von links) nach seiner Nominierung mit (von links) Staatssekretär Sandro Kirchner (CSU-Kreisvorsitzender), Ehefrau Tanja Sandwall und der CSU-Ortsvorsitzenden Marion Albert.
Bürgermeister Andreas Sandwall (Zweiter von links) nach seiner Nominierung mit (von links) Staatssekretär Sandro Kirchner (CSU-Kreisvorsitzender), Ehefrau Tanja Sandwall und der CSU-Ortsvorsitzenden Marion Albert.
Sigismund von Dobschütz

Wegen des gleichzeitig stattfindenden Bürgerfestes zur Eröffnung des Garitzer Kreisels in Bad Kissingen hatte CSU-Kreisvorsitzender und Staatssekretär Sandro Kirchner erst nach erfolgter Kandidaten-Wahl kommen können.

„Die Einstimmigkeit spricht für sich“, beglückwünschte er den Nominierten und lobte Sandwalls Leistung seit 2017 als Bürgermeister: „Bad Bocklet gehört mittlerweile zu den etablierten Gemeinden des Landkreises.“ Die Marktgemeinde sei mit ihren großen Unternehmen ein „besonderer Arbeitgeber in der Region“.

"Eingeschworene Gemeinschaft"

Sandwall habe trotz seines „gesundheitlichen Dämpfers“ vor zwei Jahren Motivation und Ehrgeiz zum Weitermachen gezeigt. Während seines einjährigen Ausfalls habe sich die Gemeinde als „eingeschworene Gemeinschaft erwiesen und dafür gesorgt, dass es in Bad Bocklet dennoch gut weitergeht“, dankte Kirchner den stellvertretenden Bürgermeistern, dem Gemeinderat, der Verwaltung und nicht zuletzt Sandwalls Ehefrau Tanja und den drei Kindern. „Ich wünsche mir, dass der alte auch der neue Bürgermeister bleibt.“

Diesem Wunsch schloss sich Bezirksrätin Karin Renner an. Sie dankte Sandwall für die optimale Unterstützung der Gemeinde bei notwendigen Arbeiten am Schloss Aschach: „Der Bauhof hilft immer, wenn man ihn braucht.“ Das Schloss im Eigentum des Bezirks sei auch ein Leuchtturmprojekt für die Gemeinde, „die voll dahintersteht“.

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