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Bürgerversammlung
Grundschulen in Ebenhausen sind ausgelastet
Es ist nicht so, dass der Großgemeinde Oerlenbach die Kinder ausgehen. Die Grundschulen sind gut besucht. Aber der Hauptschule gehen die Schüler aus.
Es ist nicht so, dass der Großgemeinde Oerlenbach die Kinder ausgehen. Die Grundschulen sind gut besucht. Aber der Hauptschule gehen die Schüler aus. // Symbolfoto: Bernd Weißbrod/dpa
Das Feuerwehrhaus in Ebenhausen soll um- und ausgebaut werden.
Das Feuerwehrhaus in Ebenhausen soll um- und ausgebaut werden. // Hans-Peter Hepp
Ebenhausen – Die Grundschulen in der Großgemeinde Oerlenbach sind ausgelastet, auch in Ebenhausen. Aber die Mittelschule tut sich schwer, die Klassenstärken zu erreichen.

Die Klassenräume in den Grundschulen der Großgemeinde Oerlenbach sind gut gefüllt, aber in der Mittelschule gehen die Schüler aus. Groß sei der Aufwand, den man im Schulverbund mit den Nachbargemeinden betreibe, um ausreichende Klassenstärken zu erreichen, sagte Bürgermeister Nico Rogge in der Bürgerversammlung in der Turnhalle von Ebenhausen, zu der rund 80 Einheimische gekommen waren.

Die Ganz-Tages-Betreuung, die schrittweise für die Grundschüler eingeführt werden muss, kann Oerlenbach gewährleisten. Allerdings zieht das weitere organisatorische Probleme nach sich. Auch, weil die Betreuung der Kinder sogar in den Ferien gewährleistet sein muss.

Kulturehrenbrief für Jutta Mecke

Ein Kulturehrenbrief ist im vergangen Jahr nach Ebenhausen gegangen, er wurde nämlich Jutta Mecke für ihr Engagement rund um den örtlichen Fasching verliehen, wie Nico Rogge sagte.

Er lobte alle Feuerwehrleute in der Gemeinde, auch die Ebenhäuser, die sehnsüchtig auf den Um- und Ausbau ihres Hauses warten. Das Feuerwehrhaus soll mit einem Bürgerhaus kombiniert werde. Für private Feste, also Hochzeiten und Geburtstage, sollen die Räume aber nicht genutzt werden, gedacht ist eher an Sitzungen von Vereinen und Gruppen. Die ersten Vergaben für den Um- und Anbau sollen Mitte Mai erfolgen, Baubeginn wird wohl Ende 2025 sein, sagte Nico Rogge.

Fortschritte am Schloss

Stolz, das hob der Rathauschef hervor, sei er über die Fortschritte am Schloss Ebenhausen. Der Schlossherr baue es schrittweise zum Schmuckstück um.

Der Helferkreis für Besuchsdienste funktioniert prima, wie Seniorenbeauftragte Karin Haut in der Versammlung sagte: 14 Unterstützer besuchen ältere Bürgerinnen und Bürger, wenn sie sich das wünschen.

Nico Rogge verwies auf die neue (Parkplatz-)Situation am Bahnhof in Ebenhausen, auf Bänke im Friedhof und auf die lang ersehnte Verbreiterung des Radwegs nach Oerlenbach.

Ganz am Anfang stehen die Arbeiten für das städtebauliche Entwicklungskonzept (kurz: ISEK) für den Altort von Oerlenbach, berichtete Nico Rogge. Das beauftragte Büro Perleth (Schweinfurt) hatte zuletzt die erste Bürgerbeteiligung organisiert. Im Laufe des Verfahrens werde man in unterschiedlicher Zusammensetzung weiter an den Ideen arbeiten, Ziele und konkrete Maßnahmen definieren und dann später umsetzen.

Neue Windräder

Erneuerbare Energien stehen in Oerlenbach weit vorne auf der Agenda, sagte Nico Rogge. Er zählte die bestehenden Windräder auf, verwies auf die Tatsache, dass viele öffentlich Gebäude – darunter das große Dach der Wilhelm-Hegler-Halle – bereits mit PV-Panels bestückt sind und dass wohl (zwei) weitere Windkrafträder und Flächen-PV-Anlagen auf Gemeindegebiet entstehen werden.

Der Südlink – das steht schon länger fest – verläuft über Oerlenbacher Grund und Boden. Ob und wann weitere Starkstromleitungen das Gemeindegebiet queren, ist noch nicht bekannt, so Nico Rogge.

Der Rathauschef verwies auf die gute finanzielle Lage der Gemeinde und zählte einige Eckdaten des Haushalts auf. Oerlenbach ist praktisch schuldenfrei, der Kredit für die Sanierung der Wilhelm-Hegler-Halle ist zurückbezahlt. Allerdings, auch das zeigte ein Blick auf die Zahlen, wird der Schuldenstand steigen, und zwar wegen der Projekte, die anstehen. Dazu gehört unter anderem der Neubau des Kindergartens in Eltingshausen für sieben Millionen Euro.

Dennoch werde die Gemeinde ihren Pflichtaufgaben weiterhin nachkommen können, betonte Nico Rogge. Sogenannte freiwillige Leistungen müssten aber nach wie vor auf ihre Machbarkeit geprüft werden.

Die Friedhöfe bleiben auch in den nächsten Jahren ein Thema, sagte Nico Rogge. Dabei geht es um neue Bestattungsformen, um das Ende von Familien- und Reihengräbern, die jahrhundertelang das Aussehen deutscher Gräberfelder prägten. Zusatzfunktionen werden für die Hinterbliebenen immer wichtiger: Dazu gehören Bänke zum Verweilen und zum Gedankenaustausch. Friedhöfe werden in Zukunft verstärkt stille, parkähnliche Flächen in der Dorfmitte.

Förster Florian Seubert zeigte den kritischen Bestand bei Nadelhölzern auf, lobte aber den Gemeindewald mit seinem hohen Anteil an Laubbäumen.

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