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Bürgerversammlung
Gerner stellt Projekte und Pläne für Fuchsstadt vor
Bürgerversammlung Fuchsstadt
Unter freiem Himmel bei sommerlichen Temperaturen fand die Bürgerversammlung in Fuchsstadt statt. // Kathrin Heidelmeier
Fuchsstadt – Rund 150 Bürger verfolgten die Bürgerversammlung in Fuchsstadt. Bürgermeister René Gerner berichtete über Investitionen, die Wasserversorgung, den Solarpark und zahlreiche Projekte der Gemeinde.
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Sommerliche Temperaturen, schatten­spendende Bäume und rund 150 interessierte Bürgerinnen und Bürger prägten den Rahmen der Bürgerversammlung auf dem Festplatz. Bürgermeister René Gerner blickte auf das vergangene Jahr zurück und stellte zahlreiche abgeschlossene, laufende und geplante Projekte der Gemeinde vor. Bereits vor Beginn der Bürgerversammlung hatte er sich beim „Bürgermeistertreffen“ mit Jugendlichen aus Fuchsstadt ausgetauscht.

Zu Beginn dankte Gerner allen, die sich für das Gemeindeleben engagieren und zum Gelingen der Bürgerversammlung beigetragen hatten. Sein besonderer Dank galt der Freiwilligen Feuerwehr für die Bewirtung der Gäste sowie den Fuschter Musikanten, die die Tontechnik für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatten. Anerkennende Worte richtete der Bürgermeister auch an den Bauhof unter der Leitung von Thomas Heinz, der zahlreiche Projekte in Eigenleistung umgesetzt habe. Ebenso dankte Gerner dem Team des Kindergartens unter der Leitung von Jutta Stolper. Die Einrichtung betreut inzwischen neben dem Regelkindergarten auch den Waldkindergarten.

Solarpark zahlt sich aus

Ein Schwerpunkt des Abends war die Entwicklung des gemeindlichen Solarparks. Die Anlage erzeugte nach Angaben des Bürgermeisters im vergangenen Jahr rund 50,6 Millionen Kilowattstunden Strom und erreichte damit die ursprünglich geplante Leistung. Dies entspreche in etwa der Stromerzeugung von 5.000 Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern. Gleichzeitig sinkt die Verschuldung kontinuierlich. Das ursprünglich aufgenommene Darlehen in Höhe von 2,6 Millionen Euro wurde bis Juli auf 1,975 Millionen Euro reduziert. Nach vollständiger Tilgung erwartet die Gemeinde einen jährlichen Ertrag von rund 300.000 Euro.

Auch der Gemeindewald entwickelte sich erneut positiv. Im vergangenen Jahr verblieb ein Überschuss von rund 63.000 Euro. Der Waldfriedhof werde ebenfalls gut angenommen. In den vergangenen zwölf Monaten fanden dort 39 Beisetzungen statt.

Bürgermeister René Gerner informiert
Vor rund 150 Zuhörerinnen und Zuhörern blickte Bürgermeister René Gerner bei der Bürgerversammlung auf dem Festplatz auf das vergangene Jahr zurück und stellte zahlreiche Projekte der Gemeinde vor. // Kathrin Heidelmeier

Bauhof übernimmt zahlreiche Aufgaben

Die Gemeinde investierte in einen Bagger für den Bauhof, der seit zwei Monaten im Einsatz ist und in dieser Zeit rund 150 Betriebsstunden absolviert hat. Der neue Bagger verschaffe der Gemeinde mehr Flexibilität und ermögliche schnelle Einsätze wie beim Wasserrohrbruch in der Straße „Am Wiesenweg“. Eigenleistungen würden zugleich Kosten sparen. Aus der Bürgerschaft kam die Frage, ob angesichts der zunehmenden Pflege öffentlicher Grünflächen und der gestiegenen Aufgaben zusätzliches Personal erforderlich werde. Gerner erklärte, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und bei Bedarf entsprechend zu handeln.

Neu gestaltet wurde auch der Außenbereich des Kindergartens. Der Bauhof entfernte die alten Betonflächen und setzte die Planung gemeinsam mit dem Kindergarten ohne externes Planungsbüro um. Der Waldkindergarten trägt inzwischen die Auszeichnung als Biosphären-Kindergarten.

Gesundheitsversorgung und Wasserversorgung im Blick

Große Bedeutung misst die Gemeinde dem geplanten Gesundheits- und Versorgungscampus in der Industriestraße bei. Vorgesehen sind ein Ärztehaus mit Telemedizin sowie weitere Angebote wie Hebammenbetreuung und Wundversorgung. Nachdem inzwischen eine LEADER-Förderung über 250.000 Euro bewilligt wurde, beginnt nun die Suche nach einem Arzt.

Intensiv beschäftigt sich die Gemeinde außerdem mit der künftigen Trinkwasserversorgung. Hintergrund sind erhöhte Sulfatwerte im Trinkwasser. Gemeinsam mit einem Fachbüro wurden verschiedene Lösungsvarianten untersucht. Nach einer Grundsatzentscheidung könnte die Umsetzung bis 2030 oder 2031 erfolgen.

Zahlreiche Projekte umgesetzt

Im Rückblick nannte Gerner zahlreiche weitere Maßnahmen. Dazu zählen die Neugestaltung des Kohlenbergs mit Nahwärmeversorgung und neuer Bewässerungsanlage, die Fertigstellung des Radwegs nach Langendorf, die Verkehrsberuhigung am Gräfenberg, die neue Toilettenanlage am Biotop sowie die Sanierung des Wasserschadens in der Schule. Für die Feuerwehr werden ein Mannschaftstransportwagen und eine BOS-Drohne beschafft. Zudem laufen die Planungen für das Baugebiet „Hinter dem Turm IV“, einen Batteriespeicher am Umspannwerk sowie ein E-Carsharing-Angebot.

Auch personell gab es Veränderungen. Nach 37 Jahren wurde Kinderpflegerin Bettina Lummel verabschiedet. In der Verwaltung steht ebenfalls ein Generationswechsel an. Geschäftsstellenleiter Elmar Schubert beendet nach 44 Dienstjahren seine aktive Tätigkeit. Andreas Mützel übernimmt die Geschäftsstellenleitung, Matthias Hämel die Hauptverwaltung und Kristina Luxem den Personalbereich.

Zum Abschluss warb Bürgermeister René Gerner für den mobilen Bäckerservice, der die Nahversorgung in Fuchsstadt ergänzen soll. Er appellierte insbesondere an Vereine und Bevölkerung, das Angebot zu unterstützen.

Den Schlusspunkt der Bürgerversammlung setzte eine Wortmeldung aus der Bürgerschaft. Eine junge Fuchsstädterin bedankte sich bei René Gerner für dessen Engagement und bezeichnete ihn als Vorbild für die Jugend. Gerner nahm das Lob sichtlich bewegt entgegen und gab den Dank an den Gemeinderat, die Mitarbeiter der Gemeinde, die Vereine sowie die vielen ehrenamtlich Engagierten weiter. Die positive Entwicklung Fuchsstadts, betonte er, sei eine Gemeinschaftsleistung.

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