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Bürgergespräch in Althausen
Althausens Friedhof sorgt für Diskussionen
Friedhof Althausen
Die Althäuser Bürgerschaft war zur Friedhofsbegehung mit Klaus Schebler und Antje Rink eingeladen. // Hartmut Hessel
Althausen – Debatte um das Kriegerdenkmal: Die Bürger in Althausen diskutieren Lösungen. Wie geht es weiter?

Vor sieben Jahren hatte Stadtrat Klaus Schebler (NW) als Referent für die städtischen Ruhestätten, nach eigener Aussage, zum letzten Mal die Althäuser Bürgerschaft zur Friedhofsbegehung eingeladen. Jetzt, mit der neuen Ortsreferentin, Stadträtin Antje Rink (CSU), gab es wieder einen Grund, die von der Stadt Münnerstadt zu verantwortende Liegenschaft zu besichtigen und vor Ort die Probleme mit Lösungsansätzen zu verbinden.

Und da Klaus Schebler die Zuständigkeit für die Friedhöfe im Stadtgebiet bereits schon länger besitzt, war es für ihn ein Leichtes, zu jedem Ansinnen eine Meinung zu vertreten und mit Fakten zu belegen. Denn die Themen wiederholen sich auf fast allen Ruhestätten in der Stadtgemeinde.

Denkmal ansehnlicher gestalten

Das Denkmal für die im Krieg gefallenen Bürger von Althausen soll pflegeleichter und damit ansehbarer gestaltet werden. Die Runde von etwa 20 Personen zeigte deutlich, wie unterschiedlich dazu die Ansichten im Dorf sind. Ein Teil möchte wenigstens ein Dächlein über dem Stein, andere wiederum bevorzugen eine Verlagerung um wenige Meter in die Aussegnungshalle: „Da ist der Stein auf Dauer wettergeschützt“, so die Aussage. Wenige meinten, dass eine Reinigung des Steins alle paar Jahre vollkommen ausreichend sei. Klaus Schebler merkte an, dass „städtischerseits das gemacht werden würde, was die Bürgerinnen und Bürger wünschen“.

Nach einigem Hin und Her einigte man sich darauf, das Thema Friedhof auf die Tagesordnung der kommenden Bürgerversammlung zu setzen. Für die Gestaltung des Gefallenen-Denkmals soll sich bis dahin die Bürgerschaft eine Meinung gebildet haben, so dass man mit einem klaren Votum in die Versammlung gehen kann.

Antje Rink, neu im Amt und erkennbar lösungsorientiert, wünscht sich dazu eher ein 80-zu-20-Votum als ein 60-zu-40-Ergebnis. „Durch solche Entscheidungen soll das Dorf nicht gespalten werden“, meinte die Stadträtin. Jedoch knappe Mehrheiten sind auch gültige demokratische Aussagen, darüber waren sich einige Umstehende einig.

Bauhof ist aktuell ausgelastet

Schon immer – und das wird auch in der Zukunft so sein – ist der Pflegeaufwand der Friedhofsanlage ein wichtiges Gemeindeanliegen. Stadtrat Schebler verwies auf die derzeitige schwierige Personalsituation des städtischen Bauhofs. Dieser sei bis Ende des Jahres mit Aufträgen ausgelastet. Die große Münnerstädter Anlage wird in Teilen von einer Firma gepflegt. Das sei auf den viel kleineren Friedhöfen der Stadtteile nicht zu leisten. In Windheim und Großwenkheim sind die jeweiligen Pfarrgemeinden in Verantwortung.

Die Euphorie der Ortsreferentin hegte der Friedhofsreferent beim Thema Ehrenamt etwas ein. Ihr Wunsch, die Pflegemaßnahmen insgesamt besser auf die Bürgerschaft zu verteilen, auf dass jede Person auf Dauer nur einen kleinen Teil der öffentlichen Fläche betreuen solle, setzte Klaus Schebler die Erkenntnis entgegen, dass es – leider – nie sehr viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die sich dauerhaft für solche Arbeiten zur Verfügung stellen.

Friedhofsmauer muss repariert werden

Auch in Althausen ist die Friedhofsmauer reparaturbedürftig. Dafür braucht es jedoch ein Budget, welches beantragt werden muss. Klaus Schebler will eine Besichtigung mit Fachleuten voranbringen, damit Kosten und Zeitaufwand geklärt werden können.

Hermann Brust, ehemaliger langjähriger Ortsreferent, wies auf das Dach der Aussegnungshalle hin, das deutliche Schäden aufweist. Das hätte nach seiner Ansicht Priorität.

Die Hausaufgaben sind verteilt. Antje Rink kennt den Verwaltungsbetrieb und lernt die Bürgeranliegen gerade hautnah kennen. Bei der Kompetenz von Klaus Schebler ist der Bürgermeister sicher, dass entsprechende Anträge demnächst auf seinem Schreibtisch landen werden.

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