495 Einwohner hat der Oberthulbaer Gemeindeteil Wittershausen aktuell. Bürgermeister Mario Götz stellte in der jüngsten Bürgerversammlung dort laufende Großprojekte des Marktes Oberthulba vor. Dazu zählt auch der Geh-, Rad- und Wirtschaftsweg von Oberthulba über Wittershausen nach Aura.
Aktuell werde hier die Notwasserversorgung durch die Gemeinde Aura erneuert, in Kürze mit dem Bau des Radweges begonnen. Die Digitalisierung der Freiwilligen Feuerwehren im Markt Oberthulba sei auch abgeschlossen, berichtete Götz.
Gemeinde beteiligt sich an Kulturtagen
Der Markt Oberthulba wirke im nächsten Jahr bei den Unterfränkischen Kulturtagen mit. Dabei werde es im Mai Auftritte der Musikvereine, Chöre und auch drei Museumsführungen geben.
Götz kam auch auf die anstehende Innenortsentwicklung für Wittershausen zu sprechen. Hier würden nun weitere Eigentümergespräche geführt, und eine Bürgerbeteiligung sei geplant. Durch den neuen Boccia-Platz sei ein Treffpunkt und damit auch ein Mehrwert für Wittershausen entstanden.
Neue Eingangstüren fürs Feuerwehrhaus
Am Feuerwehrhaus wurden die Eingangstüren erneuert und am Friedhof alte Grabeinfassungen entfernt. Das Thema Friedhof war dann auch Schwerpunkt bei den sich anschließenden Wortmeldungen.
Durch die Entfernung der Grabeinfassungen sei teilweise ein Fleckerlteppich entstanden, bemängelte Martina Kirchner. Außerdem müssten nun bei Neuanlage eines Grabes die Einfassungen wieder gesetzt und auch vom Nutzer bezahlt werden.
Trend zu mehr Urnengräbern
Die Tendenz gehe eindeutig zu Urnengräbern und die würden von der Gemeinde gestaltet, sagte Götz. Außerdem seien die entfernten Einfassungen teilweise beschädigt und aufgefroren gewesen. Wolfgang Straub bat darum, die Gräber in der Länge etwas zu Strecken, damit der Bagger besser fahren und auch der Sarg leichter abgelassen werden könne.
Friedhöfe seien oft über Jahrzehnte, wenn nicht über Jahrhunderte gewachsen, betonte Jürgen Kolb. Sie seien eine sehr sensible Geschichte, man glaube nicht wie schwierig es sei eine Grabstätte auch nur um einen Meter zu verschieben.
Sensibles Thema
Auch Bruno Geiger bezeichnete das Problem als fast unlösbar. Gräber seien oft leer, es gebe nicht mehr das Familiengrab und eine Umbettung sei fast unmöglich. Daniel Bahn verwies auf Gemeinden, die eine Grabstätte einfach nicht mehr verlängern würden.
Jens Wessel zeigte Interesse an einem Baugrundstück, er wollte wissen, wie man an einen Bauplatz komme. Für eine Antwort darauf sei es noch zu früh, es werde noch Zeit benötigt, antwortete der Bürgermeister. Man hoffe im nächsten Jahr die Planungen dafür abschließen zu können und 2025 mit den Baggern anrücken zu können. Mit Versickerung oder Zisterne sprach Wessel auch die Wasserwirtschaft auf den Bauplätzen an.
Wunsch nach Erweiterung des Radweges
Wolfgang Krawcyk erachtete es als sinnvoll, den neuen Radweg bis zum Feuerwehrhaus fortzuführen. Und er sprach auch den Wunsch aus, um den Spielplatz einen Gehweg zu bauen.
Stefan Bahn wollte wissen, ob es eine Redundanz bei den Funkverbindungen der Feuerwehr gebe, um einem Ausfall vorzubeugen. Immer wieder würde im Katastrophenfall die Kommunikation ausfallen. Er verwies auf die analogen Geräte, die noch vorhanden seien.
Bauhof half beim Bau der Boccia-Bahn mit
Für die Unterstützung beim Bau der Boccia-Bahn durch den Bauhof bedankte sich Bruno Geiger. Außerdem sei ein gefällter Baum direkt auf die gefasste Quelle unweit des neuen Steges am Thulbataler gefallen.
Klaus Scharf erkundigte sich nach dem geplanten Wanderweg Richtung Elfershausen. Das Vorhaben sei in der Priorität nach hinten gerutscht, antwortete Götz.
Probleme mit Wegen und Grundstücken
Weitere Anfragen drehten sich um ausgeschwemmte Grundstücke, eingewachsene Wege und Verkehrssicherungsmaßnahmen am neuen Radweg. Elmar Sell bedankte sich bei Bürgermeister Götz für den guten Vortrag und bei den Bürgern für die guten Wortbeiträge.
Zum Thema Friedhof werde es im Gemeinderat sicher interessante Diskussionen geben. Er wünschte einen guten Nachhauseweg, „Aber erst gibt’s noch die obligatorischen Würscht“, beendete er den offiziellen Teil der Versammlung.












