Eklat
Das sind die Nachrücker im Mottener Gemeinderat
Eine Lücke klafft im Mottener Gemeinderat. Von den acht Gemeinderatsmitgliedern der WG Motten, die zurückgetreten sind, waren vier zur formellen Feststellung schon nicht mehr erschienen.
Eine Lücke klafft im Mottener Gemeinderat. Von den acht Gemeinderatsmitgliedern der WG Motten, die zurückgetreten sind, waren vier zur formellen Feststellung schon nicht mehr erschienen.
Stefanie Elm
F-Signet von Stephanie Elm Fränkischer Tag
Motten – Nach den Vorwürfen gegen die Bürgermeisterin sind vier von acht Gemeinderäten zurückgetreten. Wie der Rücktritt ablief und wer die Nachfolger sind.

Nüchtern und formell erfolgte in der letzten Gemeinderatsitzung dieses Jahres die Feststellung der acht Rücktrittsgesuche, die Anfang Dezember schriftlich im Mottener Rathaus eingegangen waren.

Ablehnen nicht möglich

Die Feststellung der Amtsniederlegungen „ist ein rein deklaratorischer Beschluss“, erläuterte Katja Habersack, man könne ihn gar nicht ablehnen, nur formal feststellen. Dies erfolgte jeweils einstimmig, wobei das Mitglied, dessen Rücktritt beschlossen wurde, schon bei der folgenden Abstimmung nicht mehr teilnehmen durfte. Somit verringerte sich die Ist-Stärke des Gemeinderates kontinuierlich auf letztendlich fünf Räte inklusive Bürgermeisterin Katja Habersack. Die Beschlussfähigkeit war aber zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Rückmeldung binnen 14 Tage

Parallel wurde über die Listennachfolger entschieden. Dies sind

  • Holger Porzelt (für Ute Becker),
  • Manuel Statt (für Alfons Erb),
  • Stefan Leinweber (für Andrea Wirsing),
  • Jörg Schäfer-Wirsing (für Thomas Statt),
  • Eric Streisel (für Steffen Herbert),
  • Heiko Will (für Manuel Mehler),
  • Matthias Müller (für Guido Schreiner) und
  • Dirk Knüttel (für Rudolf Will).

Deren Wählbarkeit ist bereits geprüft und bestätigt, so dass sie noch diese Woche offiziell angeschrieben werden können. Binnen 14 Tagen müssen sie rückmelden, ob sie das Amt annehmen wollen.

Die Rathauschefin bedankte sich bei den ausgetretenen Gemeinderäten für die geleistete Arbeit: „Bei all den Diskussionen war es immer das Ziel, im besten Sinn für die Gemeinde Motten zu agieren.“

"Worst Case"

Für das theoretische Szenario, dass von den Listennachfolgern niemand nachrücken will, blieben diese acht Sitze unbesetzt, der Gemeinderat aufgrund der reduzierten Ist-Stärke jedoch beschlussfähig. Dies wäre für Katja Habersack allerdings das „worst case“, da „der Wählerwille so nicht mehr abgebildet wird“, wie sie sagte.

Vorwürfe

Mangelnde Kommunikation und Personalführung sind nur zwei Schlagworte, die in den letzten Monaten zu einem zerrütteten Verhältnis zwischen Bürgermeisterin Katja Habesack (parteilos) und den Mottener Gemeinderäten geführt haben. Nach einer Rücktrittsforderung an Habersack durch die Wählergemeinschaft Motten, die die erste Bürgermeisterin zurückgewiesen hatte, hatten alle Mottener Gemeinderäte ihren Rücktritt erklärt. Vier von ihnen waren zur Gemeinderatssitzung schon nicht mehr erschienen.

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