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Förderung angefragt
Sanierung des Helmut-Patzke-Stadions auf der Wunschliste
Marktgemeinderat Wildflecken
Das Helmut-Patzke-Stadion in Wildflecken ist in die Jahre gekommen und mittlerweile stark sanierungsbedürftig. // Sebastian Schmitt/Archiv
Nachrückerin Marktgemeinderat Wildflecken
Als nachrückendes Mitglied wurde Christina Szczesniak in der Sitzung der Wildfleckener Marktgemeinderates offiziell von Bürgermeister Gerd Kleinhenz vereidigt. // Sebastian Schmitt
Wildflecken – Das Helmut-Patzke-Stadion in Wildflecken ist sanierungsbedürftig. Der Gemeinderat unterstützt die Bewerbung für eine Förderung.

Infrastrukturfragen, personelle Veränderungen und ein nachdenklicher Blick auf mögliche Krisenszenarien prägten die jüngste öffentliche Sitzung des Marktgemeinderates Wildflecken. Ein Diskussionspunkt war die Zukunft des altehrwürdigen Helmut-Patzke-Stadions, das seit Jahrzehnten ein wichtiger Treffpunkt für Sport und Gemeinschaft ist. Besonders die Zuschauertribüne bereitet Sorgen.

Massive bauliche Schäden machen eine gefahrlose Nutzung derzeit nicht mehr möglich. Für die Gemeinde stellt sich damit nicht mehr die Frage, ob saniert werden muss, sondern, wie sich diese Aufgabe finanziell bewältigen lässt. Hoffnung setzt der Marktgemeinderat auf das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Die Gemeinde hat eine entsprechende Bewerbung eingereicht, die – bei positiver Entscheidung – eine Förderung von bis zu 60 Prozent ermöglichen könnte. Das Gremium stellte sich geschlossen hinter diesen Weg und unterstützte das Vorhaben einstimmig. Die Sanierung wird dabei nicht nur als Investition in den Sport gesehen, sondern als Beitrag zum Erhalt der Lebensqualität in Wildflecken.

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Christina Szczesniak vereidigt

Neben Zukunftsfragen der örtlichen Infrastruktur beschäftigte sich der Marktgemeinderat auch mit der eigenen Zusammensetzung. Aufgrund eines rechtlich vorgeschriebenen „Amtshindernisses wegen Inkompatibilität“ musste Tim Weikard sein Mandat niederlegen. Er trat zum 1. Januar 2026 eine Stelle in der Gemeindeverwaltung Wildflecken an und wird künftig in der Finanzverwaltung tätig sein. Eine gleichzeitige Ausübung eines kommunalen Verwaltungsamtes und eines Gemeinderatsmandates ist gesetzlich komplett ausgeschlossen. Als nachrückendes Mitglied wurde Christina Szczesniak in der Sitzung offiziell vereidigt. Mit ihrem Einzug in den Marktgemeinderat ist das Gremium wieder komplett. Bei der Kommunalwahl im Frühjahr werden die Karten allerdings ohnehin wieder ganz neu gemischt.

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Ausfall des Digitalfunks

Einen nachdenklichen Unterton bekam die Sitzung durch die abschließende Diskussion rund um die kommunale Krisenvorsorge. Gemeinderat Christoph Schmitt lenkte den Blick auf ein Szenario, das lange Zeit eher als abstrakt galt, inzwischen jedoch deutlich realer erscheint: einen großflächigen Stromausfall („Blackout“). Insbesondere der Hinweis auf den möglichen Ausfall des Digitalfunks bei einem längerfristigen Stromausfall machte deutlich, wie verwundbar selbst die grundlegenden Kommunikationsstrukturen der gesamten „Blaulichtfamilie“ sein können. Bürgermeister Gerd Kleinhenz räumte offen ein, dass die Gemeinde in diesem Bereich noch erheblichen Nachholbedarf habe. Ein umfassender Notfallplan für einen „Blackout“ existiere bislang nicht. Zugleich unterstrich er die Brisanz des Themas und die Bedeutung der Mahnung aus dem Gremium. Die Diskussion machte deutlich, dass sich der Marktgemeinderat künftig noch intensiver mit aktuellen Fragen der Vorsorge und Krisenfestigkeit beschäftigen muss. „Ich hatte dieses Thema vor Monaten schon einmal angesprochen, passiert ist aber offensichtlich noch nichts“, resümierte Gemeinderat Walter Rüttiger.

„Ich muss eingestehen, dass wir bei diesem Thema nicht vorangekommen sind“, pflichtete Bürgermeister Kleinhenz bei. „Das Thema muss aber ernst genommen werden.“

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