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Areal um Grundschule gestalten
Klimapflaster im Pausenhof
Grundschulneubau in Nüdlingen
Ein Blick auf den Hort hinter der Schlossberghalle. // Victoria May
Grundschulneubau in Nüdlingen
Ein Blick auf den Schulhof – die Rohbauten von Grundschule und Hort stehen schon, jetzt geht es um die Außengestaltung. // Victoria May
Signet des Fränkischen Tags von Victoria May
Nüdlingen – Jetzt wurden Details über die Außengestaltung des Grundschulneubaus beschlossen. Unter anderem will man dem Umweltschutz Rechnung tragen.

Es gibt Neuigkeiten zum Bau der Grundschule und des Horts in Nüdlingen: Für die Außenanlage des Bauprojekts kann demnächst die Ausschreibung beginnen.

Valtin Dietz vom Landschaftsarchitekturbüro Dietz und Partner stellte die Entwurfsplanung für die Gestaltung des Außenbereichs vor. Diese sieht für den Eingangsbereich und den Pausenhof ein sogenanntes „Klimapflaster“ vor. Die eingesetzten „Klimasteine“ in beigen Schattierungen seien besonders umweltfreundlich: Eine längere Speicherung von Niederschlagswasser ist möglich, sie sollen außerdem Wärmeeinstrahlung reflektieren und Lärmemissionen reduzieren. Die Verdunstungsrate des Pflasters soll in etwa dem einer Wiese gleichen.

Tribüne wird teilweise zurückgebaut

Für die Sportflächen wird ein rotbrauner Bodenbelag gewählt, außerdem soll eine Einzäunung mit einem Ballfangnetz errichtet werden. Abfallbehälter, Poller und Betonpflaster für den Anlieferungsbereich der Küche sowie die Unterstandhäuser für Müll und Sportgeräte wurden vorgestellt. Spielgeräte im Pausenhof sorgen für ein abwechslungsreiches Bewegungsangebot.

Im Norden der Anlage soll die ehemalige Tribüne teilweise rückgebaut werden, um Platz für den neuen Eingangsbereich zu schaffen. Der Gemeinderat stimmte dem Konzept des Landschaftsarchitekten zu und beschloss die Ausschreibung.

Sobald Bedarf besteht, kann außerdem der erste Förderkredit für den Schulneubau bei der BayernLabo abgerufen werden. Dieser beläuft sich auf 2 Millionen Euro.

Bereits im Juli war über die Anschaffung einer Dorf-App für Nüdlingen diskutiert worden. Stephanie Kunder, Allianzmanagerin des Kissinger Bogens, hatte in einem kurzen Vortrag die Vorteile von Dorf-Apps im Allgemeinen vorgestellt und die zur Auswahl stehenden Produkte „Heimat-Info“ und „PocketDorf“ gegenübergestellt. Wichtig für den Benutzer: Es wird auf jeden Fall ein Smartphone benötigt, um auf eine Dorf-App zugreifen zu können.

Unterschiede zu anderer App

Die Benutzerfreundlichkeit der beiden Modelle wurde diskutiert – vielen Gemeinderäten erschien die für die Gemeinde kostenpflichtige App Heimat-Info deutlich zugänglicher. Neuigkeiten der Gemeinde und von Vereinen werde den Bürgern bereitgestellt, also ein Informationsfluss in eine Richtung.

Bei PocketDorf stehe dagegen, so Kunder, die Vernetzung des Dorfs im Vordergrund, mit einem gemeinsamen Dorfkalender und weiteren Funktionen, die an soziale Netzwerke erinnern. Zur Einrichtung der App werden Workshops angeboten. Die regional im Landkreis entwickelte App lege dabei besonderen Wert auf den Datenschutz – ein Vorteil gegenüber Social Media. Allerdings sei PocketDorf noch in der experimentellen Phase und werde zunächst nur bis 2027 gefördert.

Der Nüdlinger Gemeinderat beschloss, zunächst keine der Dorf-Apps anzuschaffen. Die Idee, ein einheitliches Informationskonzept zu erarbeiten, das gegebenenfalls eine App einschließt, sei ein Thema, mit dem sich der neue Gemeinderat im kommenden Frühjahr befassen könnte.

Ab fünf Wohnungen ein Spielplatz

Beschlossen wurde eine neue Satzung für Spielplätze an Mehrfamilienhäusern. Da die staatliche Pflicht zur Bereitstellung von Kinderspielplätzen ab Oktober wegfällt, kommt der Gemeinde die Verantwortung hierfür zu. Ab fünf Wohnungen je Mehrfamilienhaus soll ein Spielplatz Pflicht werden.

Ebenfalls beschloss der Gemeinderat die Festlegung der Schließzeiten 2026 für das Haus für Kinder Haard, dessen Trägerschaft ab kommendem Jahr die Gemeinde übernimmt. Die Schließzeiten werden durch das Haus für Kinder kommuniziert.

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