Zur diesjährigen Wahl in der Markt Maßbach sind der im Jahr 2020 zum Bürgermeister gewählte Matthias Klement (CSU) und der Herausforderer Achim Bieber (Bürgerblock Poppenlauer) angetreten.
Nach der vorläufigen Auszählung der Stimmen ergibt sich folgendes Wahlergebnis: Mit 62,8 Prozent haben die Maßbacher den 57-jährigen Matthias Klement erneut zum ersten Bürgermeister gewählt. Sein Gegenkandidat Achim Bieber kam auf 37,2 Prozent.
Die knapp 4300 Einwohner große Marktgemeinde wird die nächsten sechs Jahre somit erneut von Matthias Klement und der CSU geführt.
Die Stimmung des Amtsverteidigers war dementsprechend gut. Das Ergebnis erreichte ihn auf einer Wahlparty im evangelischen Pfarrheim in Maßbach: „Ich bin überwältigt. Ich hab’s mir sogar knapper vorgestellt. Jetzt bin ich erleichtert und voller Energie. Es gibt keine Unterbrechung und es geht einfach gleich weiter.“
Gegenkandidat Achim Bieber war von dem Ergebnis hingegen ernüchtert: „Das ist Demokratie. Dass das Ergebnis aber so deutlich ausfällt, hat mich schon enttäuscht. Die Leute hier im Saal waren alle geschockt.“
Die Wahlbeteiligung lag bei 75,6 Prozent. Insgesamt waren 3.629 Bürger zur Wahl aufgerufen, von denen 2744 ihre Stimme abgaben. Damit war die Beteiligung im Vergleich zum Jahr 2020 deutlich höher. Vor sechs Jahren wählten noch 68,8 Prozent der Wahlberechtigten.
In der neuen Legislaturperiode möchte sich Klement vor allem um den Glasfaserausbau, verstärkte Digitalisierung im Rathaus und die Schaffung von Wohnraum kümmern. An oberster Stelle steht für ihn allerdings die hausärztliche Versorgung und die damit einhergehende Sicherstellung des pflegerischen Angebots im Erhard-Klement-Haus.
Thundorf: Klarer Wahlsieg für CSU-Kandidaten
Im knapp 1100 Einwohner großen Thundorf lieferten sich der zweite Bürgermeister Jürgen Schleier (Bürgerblock Theinfeld) und der erstmals antretende Bernhard Düker (CSU) ein Duell. Die bisherige erste Bürgermeisterin, Judith Dekant (Wählergemeinschaft Rothhausen), hatte das Amt von 2020 bis 2026 inne. Bereits Ende 2025 gab sie jedoch bekannt, nicht mehr als Bürgermeisterin kandidieren zu wollen.
Die vorläufige Auszählung der Stimmen ergab einen deutlichen Sieg für Bernhard Düker mit 59,9 Prozent. Der bisherige zweite Bürgermeister Jürgen Schleier, musste sich hingegen mit 40,1 Prozent auf Platz zwei zufrieden geben.
Der neue Amtsinhaber feierte seinen Sieg auf einer Wahlparty im Schützenhaus in Rothhausen. Die Stimmung war dem Ergebnis entsprechend gut: „Ich bin wirklich glücklich, dass ich es geschafft habe, und freue mich jetzt auf das, was kommt. Wir haben viel vor für die neue Periode, da müssen wir jetzt rangehen. Es wurde allerdings schon viel von meiner Vorgängerin vorbereitet“, sagt der Neugewählte.
Jürgen Schleier hingegen zeigte sich vom Ergebnis enttäuscht: „Schade, ich hätte mir sehr gewünscht, als erster Bürgermeister weiterzumachen, aber die Bürger haben anders entschieden. Ich wünsche meinem Gegenkandidaten viel Glück für die kommende Amtszeit.“
Rund 830 Thundorfer waren 2026 zur Wahl zugelassen, von denen 701 Menschen abstimmten. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 84,5 Prozent. Zum Vergleich: Bei der letzten Wahl vor sechs Jahren lag sie bei 84,4 Prozent und blieb somit auf einem ähnlichen Niveau.
Für seine Amtszeit hat sich Düker vorgenommen, verstärkt in den Austausch mit den Bürgern zu gehen. Zudem möchte er bereits laufende Projekte wie Infrastruktur und Kinderbetreuung weiterführen.
Eine Frau regiert nun in Rannungen
78,8 Prozent der abgegebenen Stimmen erlangte Bettina Bonengel (CSU/FW) nach der vorläufigen Auszählung bei der Kommunalwahl am Sonntag. Es war für die 49-Jährige das erste Mal, dass sie zur Bürgermeisterwahl in Rannungen antrat – in der Legislaturperiode 2020 bis 2026 war sie erstmals im Gemeinderat vertreten. Die bislang dritte Bürgermeisterin wird nun als erste Bürgermeisterin den scheidenden Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) beerben. Der wurde 2020 mit 84,2 Prozent wiedergewählt.
Bonengel hatte sich bei der gemeinsamen Nominierungsveranstaltung der CSU und der Freien Wähler beworben und wurde mit großer Mehrheit zur Bürgermeisterkandidatin gewählt. Weitere Kandidierende anderer Parteien in Rannungen gab es nicht. 21,1 Prozent der Stimmen waren andere von den Wählenden benannte Personen.
Den Wahlabend verbrachte Bonengel mit den anderen Kandidierenden ihrer Fraktion bzw. Liste (CSU/FW), engen Freunden und der Familie. „Wir sind hierzu in der örtlichen Gastwirtschaft, Gasthof Herbig“, ergänzt sie. Mit dem Stimmergebnis ist sie zufrieden, die Stimmung sei gut.
Wahlbeteiligung in Rannungen höher als 2020
Die Wahlbeteiligung in Rannungen lag mit 86 Prozent höher als zur vergangenen Kommunalwahl. Von 949 Wahlberechtigten gingen 816 zur Urne oder wählten per Briefwahl. 2020 lag die Wahlbeteiligung bei 83,5 Prozent.
Zu den wichtigen Projekten für Rannungen sagt Bonengel: „Die Sanierung des Brunnens II ist bereits angestoßen und muss nun auf den Weg gebracht werden.“ Das würde die Wasserversorgung sichern. Ein weiteres Anliegen seien Angebote für junge Familien – etwa sichere Kinderbetreuungsplätze und Wohnangebote, die den Bedürfnissen aller Generationen gerecht werden.
Zudem müsse eine Lösung für den Jugendraum geschaffen werden. „Eigentlich sind es die laufenden Projekte, die jetzt gut weitergeführt werden müssen.“
















