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Kommunalwahlen 2026
So sollen mehr Frauen in die Räte kommen
Die Zahlen zeigen: Frauen sind auch auf der lokalen Ebene der Politik immer noch unterrepräsentiert
Die Zahlen zeigen: Frauen sind auch auf der lokalen Ebene der Politik immer noch unterrepräsentiert. // Illustration: Franziska Schäfer
Landkreis Bad Kissingen – Nur in etwa zehn Prozent der bayerischen Städte und Gemeinden ist eine Frau Chefin im Rathaus. Die Initiative „Bavaria ruft!“ will das ändern. Das steckt dahinter.

„Bavaria ruft!“ ist eine parteiübergreifende Initiative zur Förderung von Frauen in der Kommunalpolitik. Schirmherrin ist die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner (CSU). 

Ziel des Projekts ist es, mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu begeistern. Mit Blick auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr soll der weibliche Anteil in Gemeinde-, Markt- und Stadträten erhöht werden. 

„Bavaria ruft!“ in Fuchsstadt

Gemeinderätin Stefanie Schneider (Freie Wähler) hat das Projekt in Fuchsstadt bereits vorgestellt. „Es soll eine ‚Roadshow‘ werden. Alle Bürgermeister und Bürgermeisterinnen in Bayern werden eingeladen, ihr Rathaus explizit für Frauen zu öffnen und eine Sitzung nachzustellen“, erklärt sie. 

Der Fuchsstädter Gemeinderat hat noch nicht entschieden, ob er an der Initiative teilnehmen wird. Dennoch ist Schneider zuversichtlich, denn das Thema es soll auf jeden Fall noch einmal diskutiert werden. 

Stefanie Schneider sitzt im Europaparlament in Straßburg.
Stefanie Schneider will die Bedingungen für Frauen in der Politik verbessern. // Selfie: Stefanie Schneider

Leitfaden für Interessierte

Jede Kommune kann entscheiden, ob und wie sie sich engagieren will. Wer mitmacht, bekommt einen Leitfaden mit den wichtigsten Punkten an die Hand: 

  • Gemeinderätinnen und Bürgermeisterinnen erzählen von ihren Erfahrungen und Projekten und stehen für Fragen zur Verfügung
  • Wie funktioniert Entscheidungsfindung in kommunalen Gremien?
  • Welche Themen werden im Rat behandelt?
  • Wie und wo gibt es Unterstützung?
  • Wege in die Kommunalpolitik 

Diese und weitere Themen sollen besprochen werden, um durch überparteiliche Zusammenarbeit mehr öffentliche Sichtbarkeit und gezielte Unterstützung von Frauen zu erreichen. 

Die neue Initiative unter Schirmherrschaft von Ilse Aigner fordert mehr Frauen in der Kommunalpolitik.
Die neue Initiative unter Schirmherrschaft von Ilse Aigner fordert mehr Frauen in der Kommunalpolitik. // Friedrich Digital/ Bavaria ruft

„Bavaria ruft!“ wurde erst im April dieses Jahres gegründet und die Mitmach-Aufrufe an die Verantwortlichen in den Kommunen sind noch nicht versendet. Fuchsstadt gehört damit zu den ersten Gemeinden, die sich eventuell beteiligen wollen. Ob andere Orte im Landkreis oder die Stadt Bad Kissingen mitmachen, ist deshalb noch nicht klar.

Frauen in Bad Kissingen

Etwa 23 Prozent aller Mitglieder in unterfränkischen Parlamenten sind Frauen. Das ist zu wenig, finden die Grünen. Der Kreisverband Bad Kissingen teilt deshalb das Anliegen von „Bavaria ruft!“ und veranstaltet außerhalb der Initiative einen Infoabend.„Frauenpower im Rathaus“ am Samstag, 24. Mai, soll ein Tag von Frauen für Frauen sein. 

Am Samstag, 24.Mai im KissVino wird es einen Infonachmittag für Frauen geben.
Am Samstag, 24.Mai im KissVino wird es einen Infonachmittag für Frauen geben. // Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen

Ziel ist es, Frauen zu ermutigen, ihre Heimat aktiv mitzugestalten. Ab 16 Uhr können sie im KissVino in Bad Kissingen mitdiskutieren. Sprechen wird Manuela Rottmann, ehemaliges Mitglied des Kreistags Bad Kissingen.

Manuela Rottmann wird den Nachmittag  „Frauenpower im Rathaus“ mitgestalten.
Manuela Rottmann wird den Nachmittag „Frauenpower im Rathaus“ mitgestalten. // Natalia Mleczko

Viele Perspektiven einbeziehen

Tobias Brux vom Kreisverband Bündnis 90/ Die Grünen meint: „Meine Kolleginnen schildern, dass sie immer wieder erklärt bekommen, wie Politik funktioniert, obwohl sie selbst schon lange Teil davon sind, deshalb ist die Veranstaltung bewusst ohne Männer.“

Tobias Brux, Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen
Tobias Brux, Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen // Bianca Brux

Frauen in die Politik

Der Verein FidiP ist in den sozialen Medien #LUSTAUFPOLITIK vertreten.
Der Verein FidiP ist in den sozialen Medien mit #LUSTAUFPOLITIK vertreten. // Stefanie Schneider

Frauen, die sich bereits politisch engagieren, können sich auch dem Verein FidiP (Frauen in die Politik) anschließen. Durch Vernetzung und Kurse sollen sie ermutigt werden, sich selbst stärker in die Politik einzubringen. Der gemeinnützige Förderverein will Frauen auf allen Ebenen der Politik helfen – von der Kommunal- bis zur Europapolitik. 

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