Der Stadtrat hatte in seiner ersten Sitzung im öffentlichen Teil fast ausschließlich Routine abzuarbeiten. Die Kommunalwahl am 8. März wurde vonseiten des Wahlleiters dahingehend konkretisiert, dass mit dem Beginn der Briefwahlmöglichkeit ab 22. Februar zu rechnen ist. Das ist im Vergleich zu früheren Wahlen ein sehr knapper Zeitraum.
Das Thema war bereits in jüngerer Vergangenheit Anlass für Kritik in Bayern. Die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer bekommen eine Pauschale von 50 Euro ausbezahlt, so wurde es beschlossen. Sollte, so Bürgermeister Michael Kastl (CSU), auch am Tag nach der Wahl noch gezählt werden müssen, wird man ausschließlich Personal des öffentlichen Dienstes dafür einsetzen.
Briefwahl hat Auswirkungen für kleine Dörfer
Das Rathaus rechnet wieder mit einem hohen Anteil von Briefwählenden. Dafür werden acht Briefwahlbezirke eingerichtet. Der Bürgermeister gab die Empfehlung an die Ortsreferenten und Ortssprecher, für die Wahlberechtigten möglichst den Gang an die Urne zu bevorzugen, da sonst in kleinen Dörfern, wie Brünn (151 Wahlberechtigte), Fridritt (170) oder Wermerichshausen (178) eventuell bei unter 50 Wählenden kein Wahllokal zur Verfügung gestellt wird. Und das kann dann auch für die Zukunft gelten.
Was sonst noch wichtig ist
In Burghausen wird der Missstand am alten Backhaus beseitigt. Der Stadtrat erteilte sein Einvernehmen samt notwendiger Befreiungen für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses. Der Stellplatznachweis für zwei Fahrzeuge muss noch geliefert werden.
Das wohl erste Tiny-Haus kann in Münnerstadt in der Friedrich-Rückert-Straße errichtet werden. Der Stadtrat war einstimmig dafür. Die Bauvoranfrage ist mit in Aussicht gestellten Befreiungen verbunden. Das Grundstück dient bisher dem Abstellen von Lkw und ist in seiner Größe für den Wohnbauzweck nur durch eine Firstdrehung von 90 Grad zu erreichen. Eine negative Beeinflussung des Nachbargrundstücks wird verneint.
Tiny-Häuser sind kleine, kompakte Wohneinheiten – meist unter 50 Quadratmetern – in eingeschossiger Bauweise als Holzkonstruktion. Sie sollen energie- und raumsparend nachhaltige und günstige Wohnformen ermöglichen.
Die vorgelegte Entwurfsplanung zeigt eine Fundamentbauweise – es gibt auch mobile Tiny-Häuser. Das Haus wird – wie üblich – an die Kanal- und Wasserversorgung fest angeschlossen werden.
Der Haushaltsplan
Der Tagesordnungspunkt „Beratung Haushaltssatzung 2026 und Finanzplanung 2027 bis 2029“ ließ auf lange Beiträge schließen, war aber nach wenigen Minuten abgeschlossen. Es gab nichts – öffentlich – zu beraten. Bürgermeister Michael Kastl äußerte sich dahingehend, dass das Konstrukt insgesamt „sehr schwierig“ darzustellen sei.
Neben dem Wünschenswerten und dem real Notwendigen kommen noch die Auflagen zur Gewährung der Stabilitätshilfe dazu, um den Haushalt genehmigungsfähig abbilden zu können. Der ideale Haushalt wird im Vorjahr verabschiedet und im Jahr der Kommunalwahl möglichst noch vor dem 1. Mai in Kraft gesetzt. Es wäre nicht das erste Mal, wenn das nicht klappt.











