Nach einem Jahr im Amt tritt Manuela Rottmann als Bundesschatzmeisterin der Grünen zurück. Beim Bundesparteitag am Wochenende in Hannover wählen die Delegierten eine Nachfolgerin. Rottmann selbst kündigt in einer Erklärung an, es sei für sie „höchste Zeit“, die Bundespolitik hinter sich zu lassen. Sie wolle nun in ihren „Beruf“ zurückkehren.
Von 2017 bis 2024 war die 53-jährige Unterfränkin Mitglied des Bundestags, von Dezember 2021 bis Dezember 2022 auch Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium. Im Frühjahr 2024 kündigte sie ihren Rückzug aus dem Parlament an.
Details zu ihrer Zukunft lässt sich Manuela Rottmann auf Nachfrage nicht entlocken. Bevor sie 2017 als grüne Spitzenkandidatin für Unterfranken in den Bundestag gewählt wurde, war die promovierte Juristin für die Deutsche Bahn tätig. Von 2006 bis 2012 war sie hauptamtliche Dezernentin für Umwelt und Gesundheit im Magistrat von Frankfurt am Main. Im März 2023 scheiterte sie dort mit ihrer Kandidatur als Oberbürgermeisterin.
Rottmann: „Grün ist wichtiger denn je“
In ihrer Erklärung schreibt Rottmann, sie habe sich nach dem Rücktritt des grünen Bundesvorstands im Herbst 2024 kurzfristig „noch einmal in die Pflicht nehmen lassen“. Schließlich sei sie auch nach über 30 Jahren Parteimitgliedschaft noch überzeugt: „Grün ist wichtig, wichtiger denn je.“
Die Arbeit im „Maschinenraum“ der Bundesgeschäftsstelle beschreibt sie als engagiert und professionell. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei es gelungen, einen Rekordwahlkampfetat mit einem Rekordspendenaufkommen abzuwickeln.
Im politischen Berlin wird Rottmanns Arbeit sehr wohlwollend betrachtet. Sie sei nach der verlorenen Bundestagswahl eine „wichtige Managerin“ und „geschätzte Ansprechpartnerin“ in der Parteizentrale gewesen, heißt es beispielsweise im Handelsblatt.
Auf Nachfrage teilt Rottmann mit, sie bleibe als Mitglied auch künftig Teil des Grünen-Kreisverbands Bad Kissingen und des Bezirksverbands Unterfranken.











