Seit Jahrzehnten profitiert die Stadt Münnerstadt von den verschiedensten Formen der Städtebauförderung. Um aber in den Genuss von Zuschüssen zu kommen, muss die Stadt der Regierung melden, was in den nächsten Jahren geplant ist und wie viel Geld das voraussichtlich kosten wird. In den letzten Jahren wurde die Liste erheblich gekürzt, weil unrealistische Vorhaben nun nicht mehr erscheinen. Trotzdem sollen in den Jahren 2024 und 2025 mehr als fünf Millionen Euro in die Altstadt investiert werden.
Die Liste, die die Stadt jedes Jahr aktualisiert, bezieht sich jetzt eigentlich auf Vorhaben in den Jahren 2024 bis 2027, die Stadt hat sich aber erst einmal auf die ersten beiden Jahre konzentriert. 250.000 Euro sind 2024 für einen landschaftsplanerischen Wettbewerb zur Neugestaltung des Jörgentorparks vorgesehen. Für die eigentliche Umgestaltung sind dann 2024 und 2025 jeweils 600.000 Euro geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro.
Neue Spange zur Altstadt
Größter Einzelposten ist die neue Fußgängerspange vom Parkplatz Innere Lache, wobei auch der Innenhof des ehemaligen Jugendhauses am Dicken Turm mit hergerichtet werden soll. 1,4 Millionen Euro sind dafür im nächsten Jahr vorgesehen, im Jahr 2025 noch einmal 700.000 Euro.
Vorwärts gehen soll es nun auch mit dem Reißmannhaus am Marktplatz, das die Münnerstädter Bürgergenossen sanieren wollen. In den beiden Jahren sind insgesamt 350.000 Euro an Bedarf gemeldet worden. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf mehr als 1,5 Millionen Euro.
Kommunales Förderprogramm
Für Sanierungsberatungen einschließlich der Bauberatung hat sie Stadt für das nächste Jahr 100.000 Euro beantragt. 250.000 Euro sind für das Kommunale Förderprogramm vorgesehen. Hausbesitzer innerhalb des Sanierungsgebietes Altstadt können 30 Prozent ihrer Kosten bei Sanierungen als Zuschuss erhalten, wenn sie ihr Vorhaben vor Baubeginn einreichen und sich mit den Denkmalbehörden abstimmen. War dieses Förderprogramm bisher lediglich auf Investitionen beschränkt, die von außen zu sehen sind, wie beispielsweise Dach und Fassade, so können künftig auch Bauarbeiten im Inneren gefördert werden.
Die Neukonzeption der Gestaltungssatzung (Altstadtsatzung) schlägt im nächsten Jahr mit 50.000 Euro zu Buche. Die Satzung soll den Erfordernissen der heutigen Zeit angepasst werden.
Bahnhof neu gestalten
Geplant ist seit geraumer Zeit, das Areal Bahnhof einschließlich Umfeld neu zu gestalten. 40.000 Euro sollen im nächsten Jahr für diesbezügliche Planungen beantragt werden.
Im Jahr 2025 soll es schließlich noch einen Realisierungswettbewerb für die Neugestaltung des Marktplatzes einschließlich Veit-Stoß-Straße, Riemenschneiderstraße und Vorfeld Oberes Tor geben. 120.000 Euro hat die Stadt dafür gemeldet.
750.000 Euro für Parkplatz
750.000 Euro sind ebenfalls im Jahr 2025 für den Ausbau des Parkplatzes Innere Lache vorgesehen. Warum der erst übernächstes Jahr ausgebaut werden soll, wollte Leo Pfennig bei der jüngsten Stadtratssitzung wissen. Zunächst soll die Spange zur Innenstadt angegangen werden, danach der Parkplatz, sagte der geschäftsleitende Beamte, Stefan Bierdimpfl, dazu. Änderungen sind jedoch noch möglich.
Man sollte auch die Sanierung der Zehntscheune mit aufnehmen, regte Rosina Eckert an. Stefan Bierdimpfl verwies aber auf die anstehende Machbarkeitsstudie bezüglich eines Neubaus neben der Zehntscheune für die Feuerwehr. Noch gebe es kein Konzept, deshalb sei die Zehntscheune auch noch nicht berücksichtigt.
„Wir müssen es noch vor 2027 machen“, sagte Bürgermeister Michael Kastl dazu. Bis dahin gilt die Bedarfsmitteilung an die Regierung. Nun sollen für das kommende Jahr zumindest Planungskosten eingestellt werden.
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