Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates am 7. Mai vereidigte Judith Dekant als ältestes Gemeinderatsmitglied feierlich den neuen Bürgermeister Bernhard Düker. Im Anschluss folgte die Vereidigung der neuen Gemeinderatsmitglieder. Bürgermeister Düker betonte den Wunsch nach einer konstruktiven, ehrlichen und sachlichen Zusammenarbeit.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass in der laufenden Legislaturperiode drei Bürgermeisterstellen existieren sollen. Es entspann sich ein zähes Ringen um den Posten des Zweiten Bürgermeisters. Benedikt Seufert, der Gemeinderat mit den meisten Stimmen, sowie Daniel Wandelt lehnten die Wahl ab, ebenso Jürgen Schleier, der ehemalige Zweite Bürgermeister.
Judith Dekant lehnte ebenfalls ab, da sie sich stets dafür eingesetzt hatte, dass aus allen Gemeindeteilen ein Bürgermeister kommen sollte. Keiner der Thundorfer Gemeinderäte wollte den Posten übernehmen, weshalb eine geheime Wahl notwendig wurde.
In der Wahl erhielten Judith Dekant und Jürgen Schleier je fünf Stimmen. Da somit keiner die einfache Mehrheit erringen konnte, kam es zur Stichwahl zwischen Judith Dekant und Jürgen Schleier Diese konnte Judith Dekant mit acht zu fünf Stimmen gewinnen. Damit wurde die ehemalige Erste Bürgermeisterin zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt. Die Wahl des dritten Bürgermeisterpostens war weniger umstritten: Benedikt Seufert aus Thundorf setzte sich mit sieben zu sechs Stimmen gegen Andre Wackenreuter aus Theinfeld durch.
Ernennung vertagt
Der Gemeinderat beschloss anschließend, die aktuelle Geschäftsordnung so beizubehalten, bis die Verwaltungsgemeinschaft Maßbach eine neue ausarbeitet. Die Ernennung von Judith Dekant zur Altbürgermeisterin wurde vertagt, da noch zu klären ist, ob ein aktiver Zweiter Bürgermeister auch Altbürgermeister sein kann. Zudem wurden die einzelnen Gemeinderäte rasch in die verschiedenen Gremien entsandt, da im Vorfeld Sondierungsgespräche geführt worden waren.
Bei der Bestellung des Eheschließungsbeamten zeigte sich, dass Judith Dekant als jetzige Zweite Bürgermeisterin bereits die notwendige Erlaubnis aus der letzten Legislaturperiode mitbringt, während der amtierende Bürgermeister Düker noch auf der Warteliste für die Zulassung steht. Es können somit übergangslos weiterhin Trauungen in der Gemeinde abgehalten werden.






