„Die Lebensqualität der Einheimischen ist die Voraussetzung für die Erlebensqualität des Gastes“. Dieses Zitat von Harald Pechlaner kommunizierte die Geschäftsstellenleiterin von Frankens Saalestück Sophia Papadopoulos in der jüngsten Marktgemeinderatsitzung in Oberthulba. Sie stellte sich dem neuen Gremium vor und informierte über den Zweckverband mit Sitz in Hammelburg.
Beginn sei in 2008 mit der Aufwertung des Fränkischen Saaletals als Weintourismusdestination gewesen, es folgte die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Fränkisches Saaletal mit dem Ziel, den Weintourismus zu fördern. 2022 folgte die Umstrukturierung von der losen Arbeitsgemeinschaft zum Zweckverband Frankens Saalestück und wenig später die erste Auflage des Auszeiten-Magazins. Mitgebracht hatte Papadopoulos die mittlerweile 4. Auflage mit dem Kanufahren als Titelbild. Im Magazin dargestellt sind auch jeweils Botschafter der Region. „Die Landschaft ist überall schön, was uns ausmacht, sind die Menschen, die hinter den Produkten stehen“, sagte Papadopoulos.
Präsentation auf Messen
Zu ihren Aufgaben zählen die touristische Vermarktung in allen Paletten, die Präsentation auf Messen, aber auch die Digitalisierung der Wanderwege in der Region. Hier verwies sie auf die digitalisierten Wanderwege als Postkarte für die Mitgliedsgemeinden.
Näher ging sie ein auf die Umsetzung des Thulba-Saaletalpanoramawegs (rund 15 Kilometer) durch Frankens Saalestück. Die weitere Pflege übernimmt die Kommune, Informationstafeln stehen in Thulba und in Feuerthal jeweils am Parkplatz.
Der Tourismus erhöhe die Attraktivität der Orte, ging Papadopoulos auch auf die Wertschöpfung ein. Er wirke als Stabilisator oder gar als Motor der Regionalentwicklung und stärke die regionale Standortqualität.
2. Bürgermeister Jürgen Kolb wies auf die Auflösung der beiden Tourismusvereine Hammelburg und Oberthulba hin. Mit Frankens Saalestück habe man jetzt einen professionellen Auftritt. Die Vereine hätten dies nicht leisten können.
Blick auf die Finanzen des Jahres 2025
Schließlich stellte Kämmerer Frank Geier den Rechenschaftsbericht 2025 dem Gremium zur Kenntnisnahme vor. Danach schließt die Jahresrechnung im Gesamthaushalt im Ergebnis mit 17,18 Millionen Euro (Ansatz 17,71 Millionen). Wie schon in den Vorjahren schließt auch das vergangene Jahr im Verwaltungshaushalt mit einer Zuführung an den Vermögenshaushalt ab. Grund sind die positiven Ergebnisse bei den Steuereinnahmen, insbesondere die Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer von rund 390.000 Euro und die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb mit Mehreinnahmen beim Holzverkauf in Höhe von 71.000 Euro.
Bei der Einkommenssteuerbeteiligung wurde der Planansatz um 85.000 Euro überschritten, bei der Schlüsselzuweisung konnte eine Steigerung gegenüber 2024 in Höhe von 77.000 Euro verbucht werden. Die Personalausgaben sind im Vergleich zum Vorjahresergebnis leicht angestiegen, der Anteil am Volumen des Verwaltungshaushaltes liegt bei 17,47 Prozent und somit auf dem Niveau der Vorjahre.
Die Anschaffung des Gerätewagen-Tragkraftspritze für die Feuerwehr Hassenbach verzögert sich und auch die Programmumstellung im Bereich der Bauverwaltung konnte im Jahr 2025 nicht vollumfänglich abgeschlossen werden. Deshalb wurde weniger Geld ausgegeben, als geplant.
Kredite wurden in 2025 nicht aufgenommen, der Schuldenstand der Gemeinde beträgt zum Ende des vergangenen Jahres 875.000 Euro und somit die Pro-Kopf-Verschuldung 176 Euro pro Einwohner.
Einiges muss vorfinanziert werden
Es sei davon auszugehen, dass der Markt Oberthulba einige Maßnahmen, welche von Bund oder Land gefördert werden, vorfinanzieren müsse, hieß es in der Sitzung. Das liege nicht zuletzt an der aktuell angespannten Haushaltslage von Bund und Land und erschwere eine solide Haushaltsführung. Bürgermeister Matthias Hüttl lobte zum Abschluss den detaillierten Bericht des Kämmerers und sagte, er habe die zwischen den Zahlenreihen eingefügten Erläuterungen als sehr hilfreich empfunden.
Der Marktgemeinderat nahm Kenntnis von der Aufstellung des Bebauungsplans und der Änderung des Flächennutzungsplans „Photovoltaikanlage Frankenfeld“ der Gemeinde Aura und erhebt keine Einwände.
Abschließend informierte Hüttl darüber, dass in der nächsten Woche, also der Kalenderwoche 27, an einem Mobilfunkstandort in Oberthulba Modernisierungsarbeiten stattfinden, wobei es zu Beeinträchtigungen im Mobilfunknetz kommen kann.









