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Ehrenabend in Münnerstadt
Seit 50 Jahren Mitglied in der SPD
SPD Münnerstadt
Von links Vorsitzender Axel Knauff, Gabriele Seifried, Sabine Dittmar MdB und Georg Seifried. // Hartmut Hessel
Münnerstadt – Beim Ehrenabend im Ortsverein ist das Engagement von Gabriele und Georg Seifried gewürdigt worden.

„Ein Bett im Kornfeld“ war der Sommerhit des Jahres 1976. Also zu der Zeit, als Gabriele und Georg Seifried am 1. September ihren Eintritt in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands vollzogen und damit dem Ortsverein Münnerstadt angehörten.

Das wurde jetzt in einem kleinen Kreis der Mitglieder zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar gefeiert. Vorsitzender Axel Knauff und die Wahlkreisabgeordnete überreichten die Urkunden mit der Ehrennadel zum 50-jährigen Jubiläum.

Rückblick

Der Rückblick, den die Seifrieds hauptsächlich aus eigenen Erzählungen speisten, beschreibt eine Zeit, die auf Bundesebene die SPD mit Helmut Schmidt in der Regierungsverantwortung und mit Willy Brandt, den damals schon langjährigen Parteivorsitzenden, erlebte. Im konservativ geprägten Münnerstadt konnte die SPD auch eine Art Aufbruchstimmung vor allem durch einige Neubürger, wie es auch Georg und Gaby Seifried waren, durchsetzen.

„Strafversetzt“ nennt es mit launigen Worten Georg, als der gebürtige Schwabe aus München Anfang der siebziger Jahre an das Schönborn-Gymnasium als Kunstlehrer versetzt wurde. Mit Gabriele – ebenfalls aus der schwäbischen Heimat -war er bereits verheiratet, Sehr schnell wuchs die Zuneigung zur fränkischen Landstadt. 1979 hat man einen Bauernhof in Wermerichshausen renoviert und bezogen.

Immer wieder dabei

1978 waren in Münnerstadt Kommunalwahlen. Die zweiten nach der Gebietsreform. Die örtliche SPD konnte ihren Sitzanteil im Stadtrat auf vier Plätze verdoppeln. Das blieb so bis 2002. Von 1996 bis 2008 konnte die Position des zweiten Bürgermeisters und von 2014 bis 2026 die des Dritten besetzt werden. Die Seifrieds stellten sich bis 2008 immer wieder für die SPD-Liste zur Verfügung.

Verschiedene Ämter

Gabriele Seifried war von 2008 bis 2014 Ortssprecherin in Wermerichshausen. Von 1990 bis 1994 übte sie mit Christine Müller der Vorsitz im Ortsverein aus.

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen war ihr ein Herzensanliegen. Das war auf Landkreisebene organisiert und auch hier brachte sie sich im Vorstand ein und lernte dabei die damals jüngste Kreisrätin Sabine Dittmar kennen.

Ihr Mann Georg bleibt durch die SPD-Aktion mit einer Open Air Ausstellung auf dem Marktplatz von politischen Plakaten des Grafikers Klaus Steack in Münnerstadt Anfang der achtziger Jahre in Erinnerung. Damals gab es auch eine örtliche JUSO- AG.

Sabine Dittmar, die von vielen Parteimitgliedern in der Region auch als „Gesundheitsministerin der Herzen“ bezeichnet wird, beschreibt in ihrer Laudatio den sehr bewegten Weg der Bundes- SPD von der Regierungsbank zur Opposition und wieder zurück in den letzten fünfzig Jahren. Es bleibt vor allem in der Regierungsarbeit schwer, Glaubwürdigkeit samt Überzeugungen in Einklang zu bringen, so die ehemalige Staatssekretärin. Die sozialdemokratische Handschrift sei im Detail erkennbarer als sie wahrgenommen werde. Sie freue sich über soviel Treue zu ihrer Partei. Durch ihre Arbeit im Verteidigungsausschuss bekommt Sabine Dittmar die Gelegenheit, demnächst mit dem Verteidigungsminister wenige Tage in die USA reisen zu dürfen.

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