In Motten, Zeitlofs, Riedenberg, Schondra und Geroda ist jeweils nur ein Bürgermeisterkandidat zur Kommunalwahl angetreten. Es stellte sich vor allem die Frage, welchen Rückhalt die Frauen und Männer in der Bevölkerung genießen. Nun stehen die vorläufigen Ergebnisse fest. Ein Überblick.
Motten: Habersack erneut Bürgermeisterin
In Motten ist die amtierende Bürgermeisterin Katja Habersack mit 72,8 Prozent wiedergewählt worden. Die CSU sowie die Wählergemeinschaft Motten und Speicherz hatten die Politikerin aufgestellt. Habersack verschlechtert sich im Vergleich zu 2020. Damals holte sie noch 91,9 Prozent. 1389 Wahlberechtigte gab es in Motten. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,2 Prozent.
„Ich freue mich über die breite Unterstützung. Gleichzeitig ist es der Auftrag, unsere vorgenommenen Ziele in der kommenden Legislatur umzusetzen“, sagt Habersack.
In der kommenden Amtszeit will Habersack zuerst das Glasfasernetz ausbauen.
Zeitlofs: Hauke verschlechtert sich
Matthias Hauke (Gemeinsam für den Markt Zeitlofs) bleibt Bürgermeister in Zeitlofs. Im Vergleich zu 2020, damals kam er auf 86,3 Prozent, holt er aber deutlich weniger Stimmen: 57,4 Prozent der Wählerinnen und Wähler schenkten ihm das Vertrauen. Die Wahlbeteiligung lag bei 73 Prozent (1660 Wahlberechtigte).
„Ich habe erwartet, dass es eine enge Partie wird“, sagt Hauke. Der Grund: Vor rund einer Woche hat sich ein weiterer Kandidat, Walter Nicolai, inoffiziell ins Rennen gebracht. Obwohl er kein aufgestellter Kandidat war, machte der Parteilose Wahlwerbung für sich. Ob die Wähler tatsächlich für ihn stimmten, ist noch unklar. Allerdings haben 42,6 Prozent nicht gelistete Personen gewählt.
„Fair war das nicht“, beklagt Hauke, „Trotzdem bin ich glücklich, dass ich es geschafft habe!“
Kommende Legislatur will der Lokalpolitiker den Neubau des Kindergartens und den Glasfaserausbau weiterführen.
Neuer Bürgermeister in Riedenberg
Jürgen Kohlhepp (Freie Wählergemeinschaft Riedenberg) beerbt den bisherigen Rathauschef Roland Römmelt in Riedenberg. Der Unterfranke kam auf 84,2 Prozent der Stimmen. Die Wahlberechtigung lag bei 81,3 Prozent (749 Stimmberechtigte). Der Vorgänger Römmelt konnte vor sechs Jahren 86,4 Prozent der Wähler von sich überzeugen.
„Ich bin glücklich über das Ergebnis“, sagt Kohlhepp.
Zu Beginn seiner Amtszeit will er die Abwasserleitung nach Bad Brückenau verwirklichen.
Schondra: Beck folgt auf Martin
In Schondra wird Lorenz Beck (CSU/CBB) Nachfolger von Bernold Martin. Er wurde mit 92,6 Prozent gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 81,4 Prozent (1376 Wahlberechtigte). Sein Vorgänger Bernold Martin kam 2020 auf 79,4 Prozent.
Beck freut sich über das Ergebnis: „Mir ist bewusst, dass ich der einzige Kandidat war. Trotzdem ist es schön, mehr als 90 Prozent bekommen zu haben. Das gibt mir Rückenwind und Bestätigung, dass die Kandidatur für mich als absoluter Quereinsteiger der richtige Schritt war.“
Als Bürgermeister will er als erstes die Zusammenarbeit im Gemeinderat verbessern, die seiner Meinung nach in den vergangenen Jahren nicht besonders gut lief. Deswegen waren auf der öffentlichen Wahlparty auf der Herzialm auch alle verfügbaren Gemeinderäte anwesend.
Geroda: Starkes Ergebnis für Schneider
Alexander Schneider (UWG Geroda/CSU) kann sich über 94,1 Prozent der Stimmen freuen. 77 Prozent der 669 Wahlberechtigten folgten dem Wahlaufruf. Schneider ist zum dritten Mal bei der Kommunalwahl in Geroda angetreten. 2020 holte er 96,1 Prozent.
Schneider: „Ich bin überwältigt. Ich freue mich, dass nach zwölf Jahren eine immer noch so große Mehrheit hinter meiner Arbeit steht.“
Das Stadtoberhaupt möchte in seiner nächsten Amtszeit ein Bürgerhaus realisieren, die Wasserversorgung sowie Abwasseranlage verbessern und Bauland gewinnen.


















