In etwa zwei Jahren ist die neue Schule samt Hort bezugsfertig. Was soll dann mit der im Jahr 1966 bezogenen Schlossberg-Schule in unmittelbarer Nähe passieren, die ab diesem Zeitpunkt leer steht? Der Gemeinderat hat sich in nichtöffentlicher Sitzung am 26. Juli bereits Gedanken gemacht, so Bürgermeister Harald Hofmann (CSU). Die Ergebnisse allerdings sind „top secret“.
Viele Ideen
Um zu erfahren, welche Vorschläge die Bürgerinnen und Bürger zur weiteren Nutzung des alten Schulgeländes und der Gebäude haben, lud die Gemeinde in die Schul-Turnhalle ein. Zwei Dutzend von ihnen waren der Einladung gefolgt und konnten ihre Ideen auf Kärtchen vermerken, die dann auf fünf Pinnwänden präsentiert wurden.
Die Ideen waren sehr breit gestreut, wie schon oben deutlich wurde. Bürgermeister Hofmann allerdings hielt sich strikt daran, keine Einzelheiten aus der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates zu verraten, sondern überließ es ganz seinen Bürgerinnen und Bürgern, Vorschläge zu machen. Nur eines betonte er ausdrücklich: „ein Anker-Zentrum, eine Flüchtlingsunterkunft wird es auf keinen Fall geben“.
Woher kommen die Kosten?
Er erklärte allerdings, wie es zu dem Schul-Neubau mit seinen Kosten von 22,5 Millionen Euro (samt Hort) gekommen war: ursprünglich war daran gedacht gewesen, eine provisorische Container-Schule zu errichten, die alte Schule abzureißen und am bisherigen Standort neu zu bauen. Doch weder für die Containerschule noch für den Abriss hätte es Zuschüsse gegeben. Deshalb war der Neubau billiger. Die Gemeinde bekommt nun eine Förderung von 8,5 Millionen Euro vom Freistaat, da dieser Neubau nötig ist.
Fünf Themenfelder
Insgesamt fünf Themenfelder hatte die stellvertretende Hauptamtsleiterin Sabrina Schäfer vorgegeben.
17 Vorschläge gab es beim Thema „Wohnen und Leben“. Sie reichen von einem Seniorenwohnheim und seniorengerechten Wohnungen über „Tiny Houses“ und einem Mehrgenerationenhaus bis zu Eigentumswohnungen, Betreutem Wohnen, einem Ärztehaus und dem Vorschlag, die alte Schule über einen Makler zu verkaufen.
Zehn Bürgerinnen und Bürger hatten Ideen zur Nutzung für „Kultur und Vereine“: so könnten hier Möglichkeiten für Kunstausstellungen geboten werden, die Gebäude sollten von allen genutzt werden können, Ateliers und Künstlerwerkstätten sollten hier geschaffen werden, eine Lagerfläche für Vereine wird gewünscht. Vorgeschlagen wird auch ein Raum für die Jugend, für Kino, Billard und einer betreuten Jugend-Disco. Schließlich wurde auch der Vorschlag „Alternative zum Dorfplatz“ unterbreitet.
Die 17 Vorschläge für die Nutzung „Wirtschaft und Gewerbe“ sind besonders vielfältig: Sie reichen vom Café über Vermietung an die Volkshochschule, einem Gründerzentrum, einem Hotel, Ferienwohnungen, einem Outlet-Center bis zu einem Klinikum und einem medizinischen Versorgungszentrum.
Vielfältig waren auch die 14 Ideen zum Themenkomplex „Soziales und Gemeinschaft“. Sie reichen vom Integrationscafé über eine Krabbelgruppe mit Stillcafé und einem Biergarten bis zum Seniorencafé, zur Altenpflege, einem Schwimmbad und zum Flohmarkt. Auch hier taucht der Vorschlag „Abriss und neuer Dorfplatz“ auf.
Nachschärfung
Manches passte nicht so recht in diese vier Themengruppen, deshalb hatte Sabrina Schäfer noch „Visionen“ genannt. Hier wurden unter anderem das neue Rathaus, eine Erlebnis-Gastronomie, ein Übungszentrum für Behörden, ein Spiel-Erlebniszentrum für Kinder und Jugendliche, ebenfalls ein Schwimmbad und die Möglichkeit für kleine Ausstellungen genannt.
„Wir haben nun eine gute Ideensammlung für die Nutzung der Schule“ freute sich Bürgermeister Hofmann. Er wies aber darauf hin, dass die Entscheidung über die weitere Nutzung der erst vom nächsten Gemeinderat, der am 8. März 2026 gewählt wird, gefällt werden soll.









