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Gemeinderat Motten
Zuschüsse beschäftigen neues Gremium
Gemeinderat Motten
Nachträglich wurde Hannes Leibold (WG Motten) von Erster Bürgermeisterin Katja Habersack (CSU) als Gemeinderat vereidigt. // Stephanie Elm
Motten – Dem Mottener Gemeinderat hat ein älterer Grundsatzbeschluss nicht vorgelegen. Deshalb tat er sich schwer mit einer Entscheidung. Das geschieht nun mit den Anträgen mehrerer Vereine auf Zuschüsse.

Für die neu gewählten Gemeinderatsmitglieder begann der Alltag – Bauanträge und Anträge auf Zuschuss standen an. Zunächst wurde die Vereidigung von Hannes Leibold (WG Motten) nachgeholt, da der Mottener bei der konstituierenden Sitzung verhindert war.

Dem Gemeinderat lagen drei Anträge auf Zuschussbewilligung vor. Anträge dieser Art werden in Motten gemäß eines aus den frühen 2010er Jahren erlassenen Grundsatzbeschlusses mit zehn Prozent finanzieller Beteiligung bewilligt – diesmal nicht. Den neuen Räten lag der entsprechende Beschluss nicht vor, sie hatten Fragen: ob es eine Deckelung für die Investitionssumme gebe und ob diese Regelung für alle Vereine gelte.

„Das Ehrenamt unterstützen“

Erste Bürgermeisterin Katja Habersack (CSU) sagte, dass der Beschluss diese Fälle nicht hinreichend beschreibe, eine Regelung für die angefragten Fälle gebe es nicht. Sie schlug vor, über die aktuellen Anträge zu entscheiden und den Beschluss in der kommenden Sitzung neu zu besprechen und zu definieren.

Auch Zweite Bürgermeistern Lena Böhm (FW Kothen-Motten-Speicherz) wollte beschlussgemäß entscheiden: „Wir wollen das Ehrenamt unterstützen.“ Den Vereinen und ihrer Arbeit mit und für Kinder die finanzielle Unterstützung zu verweigern, stehe dem entgegen: „Es ist der falsche Ansatz, an den Kindern zu sparen“.

Mehrheit stimmt für Vorschlag

Gemeinderat Johannes Kraft (WG Motten) entgegnete: „Es geht mir nicht um die zehn Prozent. Interessehalber wüsste ich gerne, ob es eine Deckelung gibt.“ Auch Gemeinderätin Melanie Weller tat sich schwer, „ins Blaue hinein, ohne Grundlage, abzustimmen. Ich fände es fairer, wenn wir es vertagen.“

Die Mehrheit der Räte pflichteten ihr in der Abstimmung bei. Die Anträge betrafen den Vereinszuschuss für ein vom Gartenbauverein bereits angeschafftes Spielgerät für den Mottener Spielplatz (Rechnungsbetrag: 2261,12 Euro), die Beteiligung an der Erstellung eines Freisitzes vom Rhönclub Motten (angegebene Kosten: 7900 Euro) und die Mitfinanzierung eines neuen Rasenmähers für die DJK (Kaufpreis: 19500 Euro).

Die Räte kamen aber doch noch dazu, über Themen abzustimmen. So werden weder durch die Änderung des Bebauungsplans „In den Heidellern“ in Thalau noch durch den Bebauungsplan „Feuersteinsmühle – Innenentwicklung“ in Weyers gemeindliche Belange berührt – diese Punkte passierten den Gemeinderat ohne Gegenstimmen, ebenso wie drei Bauanträge.

In der Sportplatzstraße in Kothen wird ein Carport an eine bestehende Garage gebaut sowie der Dachstuhl um 50 Zentimeter angehoben.

Herausfordernde Lage

In der Frühlingstraße in Motten wird ein Einfamilienhaus mit integrierter Garage neu errichtet, hier lagen verschiedene Befreiungen vor. So wird im Terrassenbereich über 1,2 Meter aufgefüllt, die bergseitige Traufhöhe wird mit 4,17 Metern angegeben, auf dem Nebendach ist ein begrüntes Flachdach geplant und statt roter oder rotbrauner Dacheindeckung soll das Dach mit anthrazitfarbigen Ziegeln gedeckt werden. Die topographische Lage mache die Bauplätze in der Frühlingstraße „herausfordernd“, so Erste Bürgermeisterin Katja Habersack. Befreiungen wurden, damit eine attraktive Bebauung möglich ist, in der Frühlingstraße bereits anderen Bauherren zugesprochen. Auf dem Haubenhof soll eine Lagerhalle teilweise abgerissen und ein Anbau für Wohnzwecke errichtet werden. Besagte Flurnummer ist an die Kanalisation bereits angeschlossen, für die Verwaltung gebe es keinen Grund, der Bauvoranfrage nicht zu entsprechen. Die Räte sahen das genauso.

Die Anfang Mai gewählten Kommandanten der Speicherzer Feuerwehr Alexander Fehn und Mario Matthes wurden formal und offiziell vom Gemeinderat bestätigt.

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