Eine Wölfin aus dem Rudel auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken ist offensichtlich bei Weidetieren auf den Geschmack gekommen. Die DNA des Tiers mit der Kennung GW4816f wurde bei drei am 6. Oktober gerissenen und einem verletzten Schaf im Landkreis Aschaffenburg nachgewiesen. Rissgutachter Michael Mendel aus dem Landkreis Miltenberg, der diesen Fall nicht selbst untersucht hat, sagt, der Fall habe sich im Kahlgrund, also am westlichen Spessartrand, ereignet.
Weiterer Fall an Landkreisgrenze Miltenberg/Aschaffenburg
Einen Fall, den er jedoch selbst untersucht hat, war der einer toten Ziege, die am 15. Oktober im Spessart im Flüsschen Elsava an der Landkreisgrenze Miltenberg/Aschaffenburg lag. Dass das gerissene Tier im Wasser lag, mache eine DNA-Untersuchung aus seiner Sicht schwierig. Dem Rissbild zufolge könnte es durchaus ein Wolf gewesen sein, so Mendels Einschätzung. Seiner Erfahrung nach sei das Rissbild bei Wölfen, anders als bei Luchsen, nicht immer so eindeutig.
Wölfin war in Riedenberg für Riss verantwortlich
Die Wölfin GW4816f war erstmals am 3. September durch den Riss eines Schafes bei Riedenberg im Landkreis Bad Kissingen aufgefallen. Zwei weitere Schafe verletzte der Wolf damals. Die Fähe wurde zum ersten Mal im Januar 2025 anhand ihrer Losung (Kot-Probe) nachgewiesen. Ihr Elternrudel, das seit Jahren im nahen Truppenübungsplatz Wildflecken lebt, ist bislang eher unauffällig und noch kaum mit Nutztierrissen aufgefallen.











