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Forst
Im Oerlenbacher Wald ist alles im Lot
Treffpunkt Wald: Hubert Türich (AELF, ganz rechts) und Förster Matthias Lunz zeigten den Oerlenbachern vor Ort, wie es um den Wald bei Rottershausen bestellt ist.
Treffpunkt Wald: Hubert Türich (AELF, ganz rechts) und Förster Matthias Lunz zeigten den Oerlenbachern vor Ort, wie es um den Wald bei Rottershausen bestellt ist. // Hans-Peter Hepp
Förster Matthias Lunz freute sich über die vielen kleinen Eichen, die in Rottershausen gewachsen sind. Durch zum Teil aufwändige Hege und Pflege sollen besonders die klima toleranten Eichen den Mischwald der Zukunft auf Gemeindegrund prägen.
Förster Matthias Lunz freute sich über die vielen kleinen Eichen, die in Rottershausen gewachsen sind. Durch zum Teil aufwändige Hege und Pflege sollen besonders die klima toleranten Eichen den Mischwald der Zukunft auf Gemeindegrund prägen. // Hans-Peter Hepp
Rottershausen – Zufrieden und auch optimistisch zeigten sich die Fachleute beim Waldbegang der Gemeinde Oerlenbach in Rottershausen und Eltingshausen.

Zufrieden und auch optimistisch zeigten sich die Fachleute beim Waldbegang der Gemeinde Oerlenbach in Rottershausen und Eltingshausen. Auch wenn der Klimawandel den Bäumen zusetzte, steht der Wald, das betonte auch Förster Matthias Lunz, ziemlich gut da.

Dies liege auch an der seit Jahren vorangetriebenen Eigenverjüngung in den Waldstücken und in Rottershausen an dem hohen Anteil von Eichen, die sich ausreichend natürlich vermehren. Zusammen mit passenden Zusatzhölzer wie Kirsche und Speierling präsentiert sich der Forst in einem guten Zustand.

Lob für alle Beteiligten

In Oerlenbach funktioniere die Zusammenarbeit zwischen den Forstwirten der Gemeinde, dem Förster, dem AELF (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) und den Jagdpächtern besonders gut. In sein Lob für den guten Bestand und die gute Perspektive für das Waldstück „Löhlein“ am Ortsrand von Rottershausen schloss Forstdirektor Hubert Türich alle Akteure ein. Zusammen mit Förster Matthias Lunz und dem Forstbeauftragten der Großgemeinde, dem ehemaligen Förster Reinhard Landgraf, skizzierte er den Zustand von Wald, Pflanzen und Wild.

Gut besucht

Bürgermeister Nico Rogge hatte in seiner kurzen Begrüßung auf die Bedeutung des Forstes für die Großgemeinde hingewiesen. Er freute sich über den guten Besuch aus der Mitte des Gemeinderates und hieß auch Vertreter der Jägerschaft willkommen.

Rogge freute sich über das Lob von Hubert Türich, der kurz die Kosten für eine aufwendige Waldsanierung skizzierte. Oerlenbach spare sich durch die Pflege der letzten Jahre einen mittleren fünfstelligen Betrag, meinte Türich, der auf die großen Nöte in anderen Regionen verwies.

Mischwald für den Hügelschlag in Eltingshausen

In Eltingshausen haben die wenigen Niederschläge dem Buchenbestand arg zugesetzt und die Taktik der Forstwirtschaft im Bereich Hügelschlag ist eine ganz besondere. Den Altbestand an guten Buchen möchte man ernten, die erkrankte Bäume dürfen als Totholz und als Biotopbäume erhalten bleiben.

Die nachkommende Generation der Buchen kommt offensichtlich mit den geänderten Klima- und Umweltbedingungen besser zurecht und wird Stück für Stück den Bereich erobern, dazu gesellen sich andere Baumsorte. Ein Mischwald soll entstehen mit Ahorn, Kirsche und Co: Arten, die mit der Trockenheit besser zurecht kommen.

Um die Gefahren beim Fällen der kranken Buchen-Altbestände zu verringern, hat Oerlenbach neue Geräte angeschafft, neben einer Seilwinde auch einen via Funk steuerbaren hydraulischen Fällkeil.

Noch zwei Windräder

Zwei weitere Windkraftanlagen sorgen für zusätzlichen Strom. Sie sollen „am Waldrand“ entstehen und von der bestehenden Infrastruktur profitieren. Die Meinungen in der Bevölkerung zu den Stromerzeugern in unmittelbarer Nähe zum Wald in Eltingshausen sind vielschichtig, meint Bürgermeister Nico Rogge auf Nachfrage.

Waldbegehungen werden auch künftig jährlich auf der Agenda des Gemeinderates stehen. Nico Rogge und Hubert Türich erinnern sich an die Eröffnung des Eichenlehrpfades vor der Pandemie. Im letzten Jahr verzichtete die Großgemeinde auf eine gemeinsame Besichtigung im heimischen Forst: das 50-jährige Bestehen der Gemeinde hatte keinen Platz im dicht gefüllten Veranstaltungskalender gelassen.

 

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