Die Kreis-Wasserwacht Schweinfurt warnt eindringlich davor, zugefrorene Seen, Weiher, Flüsse und andere Gewässer zu betreten. Trotz anhaltender Kälte seien Eisflächen derzeit nicht verlässlich tragfähig, sagt Wachleiter Jürgen Ruß. Ein Einbruch ins Eis bedeute akute Lebensgefahr.
Aufgrund dieser aktuellen Wetterlage führten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Schnelleinsatzgruppen (SEG) Sennfeld und Schweinfurt am Sonntag eine Eisrettungsübung durch. Ziel war es, Rettungstechniken unter realistischen Bedingungen zu trainieren und die Einsatzbereitschaft für den Ernstfall sicherzustellen, heißt es in einer Medienmitteilung der Wasserwacht.
Kinder über Gefahren aufklären
„Eis trägt nie gleichmäßig“, erklärt Frank Warmuth, Technischer Leiter der Kreis-Wasserwacht. Strömungen, Pflanzenbewuchs, Schneedecken, Sonneneinstrahlung oder Temperaturschwankungen könnten dazu führen, dass scheinbar stabile Eisflächen plötzlich nachgeben. Besonders gefährlich seien Fließgewässer sowie Zu- und Abläufe und Uferbereiche.
Die Wasserwacht appelliert besonders an Eltern, ihre Kinder über die Gefahren aufzuklären. Kinder würden das Risiko häufig unterschätzen. Auch Hundehalterinnen und Hundehalter sollten vorsichtig sein: „Tiere können einbrechen, und Rettungsversuche durch Menschen enden nicht selten ebenfalls im eiskalten Wasser“, heißt es in der Mitteilung.
Folgende Verhaltensregeln gibt die Wasserwacht: Eisflächen nur betreten, wenn sie ausdrücklich freigegeben sind. Knackt oder knistert das Eis, die Fläche sofort verlassen. Bei Eisunfällen nicht selbst aufs Eis gehen, sondern sofort den Notruf 112 wählen. Eingebrochenen nur vom Ufer aus helfen (z. B. mit Ästen, Stöcken, Schals oder Leinen). Bricht das Eis unter den Füßen, flach hinlegen, Gewicht verteilen und in Bauchlage Richtung Ufer bewegen, anschließend Notruf absetzen. (is)











