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So werden Sie umgeleitet
Zehn Jahre später: Endlich Baustart für Kreisverkehr an A7
Spatenstich Kreisverkehr Langendorf
Steffen Kiesel vom Landratsamt Bad Kissingen erklärt Landrat Thomas Bold und Innenstaatssekretär Sandro Kirchner beim Spatenstich den Bauablauf. // Milena Meder
Spatenstich Kreisverkehr Langendorf
Am Montag (12. Mai 2025) war der Spatenstich für den Kreisverkehr. // Milena Meder
Langendorf – 2015 wurden die ersten Pläne für den Kreisverkehr bei Langendorf nahe der A7 vorgestellt. Umplanungen, Corona und fehlende Gutachten sorgten für Verzögerungen. Was Autofahrer jetzt wissen müssen.

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der Bau eines Kreisverkehrs bei der Bundesstraße 287 nahe Langendorf im Gespräch. Die ersten detaillierten Planungen wurden bereits 2015 vorgestellt, Baubeginn sollte ursprünglich 2020 sein.

Umplanungen, Corona und fehlende Gutachten sorgten allerdings immer wieder für Verzögerungen. Nun gibt es gute Nachrichten: Vergangenen Montag (12. Mai 2025) begann die Firma Stolz endlich mit den Arbeiten für den neuen Kreisel. 

Gründe für die Verzögerung in Langendorf

„Es gibt verschiedene Gründe, die zu einer Verzögerung geführt haben“, teilte das Landratsamt damals mit. Die gewünschten Umplanungen, um künftig auch die Autobahnauffahrt in den Kreisel einzubeziehen, sowie die lange Phase der Corona-Pandemie seien zum Teil Schuld an dem Aufschub gewesen. Weiterhin galt es Lärmschutzgutachten und Gutachten zum Niederschlagswasser und zur Archäologie zu erstellen, was ebenfalls für Verzögerungen sorgte. 

Ursprünglich sollte, so der Entwurf aus dem Jahr 2015, an der Einmündung der Kreisstraße 37 in die Bundesstraße 287 der „größte Kreisverkehr des Landkreises“ mit einem Durchmesser von 50 Metern und einer sieben Meter breiten Fahrbahn für etwa 750.000 Euro gebaut werden.

Neuer Plan: KG 37 und Autobahnauffahrt A7 verbinden

Zwei Jahre später wurde die Planung allerdings nochmals modifiziert: Die Idee, einen eigenständigen Kreisel für den Gewerbeverkehr nur wenige Meter neben der Autobahnauffahrt zu bauen, wurde verworfen. „Die Planung wurde geändert, um die KG 37 direkt mit der Autobahnauffahrt in einem gemeinsamen Kreisel zu verbinden“, verdeutlichte das Landratsamt.

Die zwei vorhandenen Kreuzungen – einmal die Einmündung in die Kreisstraße KG 37 in Richtung Westheim/Langendorf und die westliche Einmündung in die Autobahn A7 - werden nun also zu einem Knotenpunkt zusammengelegt. „Eine Verschiebung nach Norden ermöglicht eine leichtere Einfahrt in den Kreisel.“

So sieht die Planung des Langendorfer Kreisels von 2019 aus: Durch die Lage nördlich der Abzweigung verkürzen sich  die Auf- und Abfahrt der Autobahn, aber Bundesstraße B 287 und die Kreisstraße KG 37 lassen sich besser anbinden.
So sieht die Planung des Langendorfer Kreisels von 2019 aus: Durch die Lage nördlich der Abzweigung verkürzen sich die Auf- und Abfahrt der Autobahn, aber Bundesstraße B 287 und die Kreisstraße KG 37 lassen sich besser anbinden. // Grafik: Archiv

Bedeutet: Die Kreisstraße wird mit dem Bau wieder auf ihre alte Trasse zurückverlegt. „Was aber von Beginn an klar war: Wir wollten die Verkehrssicherheit verbessern. In diesem Bereich gibt es viele Ein- und Ausfahrten. Das führt schnell zu unübersichtlichen Situationen und damit, leider, zu Unfällen“, erläutert Landrat Thomas Bold am Tag des Baustartes.

Verkehrssicherheit erhöhen, Unfälle vermeiden

Durch den Kreisverkehr laufe der Verkehr künftig geordneter und die Situation sei übersichtlicher, gleichzeitig werde auch die Geschwindigkeit reduziert. „Mit dem Kreisel wollen wir die Verkehrsführung und -lenkung und damit die Verkehrssicherheit deutlich verbessern“, erzählt Bold. Zudem solle auch der mangelhafte Ausbauzustand der Fahrbahn behoben und die fast 60 Jahre alten Versorgungsleitungen des Kanals (Abwasserzweckverband Hammelburg) erneuert werden.

Der Neubau nahe Langendorf ist ein Projekt des Landkreises, des Staatlichen Bauamts Schweinfurt und der Autobahn GmbH. Bauherr ist der Landkreis. Die Kosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Sie verteilen sich auf den Landkreis Bad Kissingen (620.000 Euro), die Autobahn GmbH (907.000 Euro) und das Staatliche Bauamt Schweinfurt (1.8 Millionen Euro). Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme mit 340.000 Euro.

Ein Blick auf die Autobahnauffahrten in Hammelburg von oben. Das Foto stammt aus dem Jahr 2022.
Ein Blick auf die Autobahnauffahrten in Hammelburg von oben. Das Foto stammt aus dem Jahr 2022. // Archiv/Wolfgang Dünnebier

„Hier passieren leider immer wieder schwere Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kommen“, sagt Innenstaatssekretär Sandro Kirchner. Das sei mit großem Personaleinsatz von Polizei, Rettungskräften und Feuerwehr verbunden. Sobald der Kreisverkehr gebaut ist, „wird sich die Situation für die Verkehrsteilnehmenden, aber auch für die Anwohnerinnen und Anwohner erheblich verbessern“, meint er. 

Bau in vier Abschnitten mit Ende im April 2026

Wie schon bei der ersten Variante angedacht war, sieht nun auch der endgültige Plan einen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 50 Metern vor. Von der B287 aus Machtilshausen kommend könne künftig also auf die A7 Richtung Würzburg oder Fulda gefahren, Richtung Westheim/Langendorf abgebogen oder auf der B287 in Richtung Hammelburg geblieben werden.

Geplant sind die Arbeiten in vier Bauabschnitten, die Umleitungen werden entsprechend angepasst. Im ersten Abschnitt wird die KG 37 in Richtung Westheim gesperrt und auf ihre alte Trasse verlegt. Die Umleitung erfolgt über die Gemeindeverbindungsstraße Fuchsstadt-Langendorf. Fertiggestellt werden soll das in etwa zehn Wochen – also Ende Juli 2025.

So verlaufen die Umleitungen 

Es folgen Bauschnitt zwei, bei dem die Autobahnauffahrt und der Kreisel gebaut werden, sowie drei, bei dem die Anschlussstelle der B287 aus Hammelburg kommend neu gebaut wird. Beides sollen ebenfalls noch 2025 fertiggestellt werden. Der letzte Bauabschnitt folgt dann im Jahr 2026. Hier wird abschließend die Anschlussstelle der B287 nach Machthilshausen ausgebaut. Ende April 2026 sollen dann alle vier Bauphasen abgeschlossen sein. 

Aufgrund der Arbeiten muss im zweiten Bauabschnitt die Auf- und Abfahrt zur A7 in Richtung Würzburg gesperrt werden. Der Verkehr werde weiterhin über die Gemeindeverbindungsstraße Fuchsstadt-Langendorf umgeleitet. Eine Zu- und Abfahrt zur Autobahn sei in dieser Phase über die Gemeindeverbindungsstraße, die neu gebaute KG 37 und abschließend über eine Behelfsstraße möglich. 

Im dritten Bauabschnitt muss dann die B 287 in Richtung Hammelburg gesperrt. Hier werde der gesamte Verkehr dann über den neuen Kreisel in Richtung Ortsdurchfahrt Langendorf umgeleitet. „Zu dieser Zeit haben wir die größte Belastung für die Langendörfer“, ist sich der Landrat bewusst. 

Im letzten Bauabschnitt wird dann die B287 in Richtung Bad Kissingen gesperrt. Der Verkehr werde über den neuen Kreisel und die KG 37 umgeleitet. Die Fahrt nach Bad Kissingen sei dann nur über Elfershausen möglich. „Wir haben uns lieber für eine kurze Bauzeit und eine Vollsperrung entschieden, als für eine längere Bauzeit mit Ampel“, erklärt Steffen Kiesel aus dem Landratsamt abschließend. 

 

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