10.000 Schritte sollten das tägliche Pensum sein, das die menschliche Gesundheit fördert, heißt es. Dieses Pensum haben die Besucherinnen und Besucher des Berufsinformationstages (BIT), den die Staatliche Berufsschule Bad Kissingen zum 15. Mal veranstaltete, auf der Suche nach dem Traumberuf oder alternativen Möglichkeiten sicher absolviert. Rund 1100 Personen nutzten die vielfältigen Möglichkeiten, sich über das berufliche und schulische Angebot des Landkreises zu informieren. Das Organisationsteam rund um die Schulleitung sowie die 75 Aussteller und Institutionen waren sowohl mit dem Ablauf als auch mit den Besucherzahlen mehr als zufrieden.
Eröffnet wurde der 15. Berufsinformationstag durch die stellvertretende Schulleiterin Dagmar Müller, die dem Organisationsteam mit den Wirtschaftsjunioren, dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft der Wirtschaftsförderung des Landkreises und natürlich dem Schulteam dankte. Sie lobte die Aussteller für ihr Engagement für die berufliche Bildung: „Mit dem BIT präsentieren wir eine Informationsbreite, die hoffentlich die beruflichen Entscheidungen erleichtern werden.“
Inspirierende Ansprachen
Monique Röder von den Wirtschaftsjunioren betonte, dass man von Anfang an den BIT unterstützt habe und forderte die Jugendlichen auf: „Lasst euch inspirieren. Sprecht die Fachkräfte an – die freuen sich über euer Interesse.“ Für Landrat Thomas Bold ist der BIT eine tolle Möglichkeit für die Betriebe, ihr Leistungsangebot darzustellen, egal ob industriell, handwerklich oder in den Gesundheitsberufen. Er wies auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises hin, die eher mittelständisch geprägt sei und Fachkräfte in allen Branchen benötige. „Wir brauchen den Nachwuchs, denn dieser gestaltet unsere Zukunft“, so sein Appell. Er wünschte den Jugendlichen, dass sie ihren Traumberuf finden mögen.
Die magische Zahl 15 stand für Roland Friedrich als Sprecher vom Arbeitskreis Schule-Wirtschaft im Zentrum seines Grußwortes, denn beim 15. BIT am 15. März wünschte er allen Interessierten mindestens 15 gute Gespräche mit je 15 Minuten Dauer. Der Außenbereich, das Foyer sowie die Lehr- und Fachräume im Parterre und im ersten Stock der Berufsschule waren voll mit vielfältigen Ausstellungsflächen.
Praktische Einblicke
Die Flächen wurden von den betrieblichen Ausstellern, anderen Schulen, den Kammern, den Innungen und weiteren Institutionen genutzt, um ihre Leistungen zu präsentieren und um Nachwuchs zu werben. Gleich am Eingang wurde ein Flyer mit den wichtigsten Aussteller-Informationen verteilt – von A wie Allgemeine Ortskrankenkasse bis Z wie ZMI GmbH aus der IT-Branche. Jugendliche und ihre Begleitungen machten sich gezielt auf den Weg, um Anbieter zu besuchen, die für ihren möglichen Karriereweg interessant erschienen.
Die Bundespolizei etwa informierte über die Voraussetzungen für eine Karriere bei ihr. Junge Polizeibeamte klärten skeptische Besucherinnen darüber auf, wie abwechslungsreich der Alltag sein kann. Auch handwerkliche Berufe wie Maler oder Schreiner stießen auf großes Interesse. Lenhard Kellermann, 14 Jahre alt, probierte Maltechniken aus und überlegte sich, in diese Richtung weiterzugehen. In der Schreinerwerkstatt der Berufsschule gaben Azubis spannende Einblicke in die Arbeit mit Holz und luden zu einem Holzarten-Ratespiel ein.
Vielfältige Berufswelten
Norbert Borst von der Schreinerinnung informierte über Ausbildungs- und Karrierechancen im Handwerk und betonte die Bedeutung der Eltern als Ratgeber für die Berufswahl. Industrielle Berufe wie Mechatroniker oder Kfz-Mechatroniker waren ebenfalls gefragt. Neben klassischen Berufsbildern sorgten hier neue Technologien wie E-Mobilität für Interesse bei den Jugendlichen.
Doch auch Berufe mit Schreibtischtätigkeit fanden zahlreiche Interessierte: Von kaufmännischen Berufen bis hin zu Bestattungsfachkräften gab es viele Informationen. Der Landkreis als Gesundheitsregion spiegelte sich ebenfalls im Angebot wider. Pflegeeinrichtungen, diagnostische Institute und Berufsfachschulen warben um Nachwuchs, ebenso wie die Hotellerie und Gastronomie, die engagierte Mitarbeiter für Küche, Service und Nahrungsmittelhandwerk suchten.
Abgerundet durch Beratung
Die Beratungen der Handwerkskammer Unterfranken, der IHK Würzburg-Schweinfurt und der Agentur für Arbeit rundeten das Angebot beim BIT ab. Zusätzlich wurde ein AOK-Bewerbertraining angeboten, bei dem die Jugendlichen wertvolle Tipps für ihre Bewerbung und den Einstieg ins Berufsleben erhielten. Alles in allem war der Berufsinformationstag ein voller Erfolg und bot den Jugendlichen zahlreiche Inspirationen, um ihren Traumberuf zu finden.












