Montagmittag in der neuen Buchhandlung Schöningh am Bad Brückenauer Marktplatz: Der Laden ist voll und Berthold Pospischil zufrieden. So hat sich der Mann aus der Geschäftsführung den Start der elften Filiale des Würzburger Unternehmens vorgestellt.
Bis zum letzten Julitag war er im früheren Klubertanz-Geschäft mit Umbau und Einrichten beschäftigt (wir berichteten). Am 30. Juli kam extra eine Mitarbeiterin der Kitzinger Filiale „mit schöner Schrift”, um die Regale „stimmig und sauber” mit Rubriken zu versehen.
Ganz fertig wirkt der neue Buchladen nicht. Manche Fächer in den weißen Regalen sind noch leer.
Auch Artikel aus dem Non-Book-Bereich
Die gute Eröffnungsstimmung trübt das nicht. Die Kunden erwartet nicht nur Gedrucktes, sondern auch „ein Sortiment aus dem Non-Book-Bereich”, wie Pospischil es nennt. Dazu zählt er Postkarten, Geschenke, Geschenkartikel, Spielzeug, Tees und Gewürze. So etwas müsse eine Buchhandlung heutzutage anbieten, damit sie sich trage.
Auch Produkte von Legami, einer italienischen Lifestyle- und Schreibwarenmarke, werden in Bad Brückenau erhältlich sein. Zudem kommen bald bei den Büchern Spätsommer- und Herbstartikel rein, informiert Pospischil. „Das Sortiment wird nach und nach erweitert.”
Zum Ende der Ferien dürfte das Geschäft mit Schulbüchern und Arbeitsheften Fahrt aufnehmen – von jeher eine Kernkompetenz bei Schöningh. Schreibhefte und anderer klassischer Schulbedarf werden hingegen nicht angeboten.
Während Pospischil das Profil der Filiale umreißt, hat Ute von Landenberg an der Kasse gut zu tun. Die Kunden kaufen fleißig. Die neue Angestellte muss sich aber auch ins Schöningh-EDV- und Kassensystem einarbeiten. Auch Online-Bestellungen müssen bearbeitet werden, was sie so vorher nicht kannte. Ein Mitarbeiter der Kitzinger Filiale steht ihr dabei zur Seite.
Als der Kundenzustrom etwas nachlässt, hat die frühere selbstständige Buchhändlerin doch Zeit für ein paar Worte. „Man lernt immer noch etwas dazu. Das ist aber spannend.”
Von Landenberg froh über reibungslosen Übergang
Bis vergangene Woche hatte von Landenberg ihr Geschäft in der Ludwigstraße 48 abgewickelt, den Abverkauf abgeschlossen und ihr Lager bereinigt. Nun freut sie sich, dass der Übergang so nahtlos vonstatten geht. Schon vor Wochen hat sie vor allem die Schulen und Kliniken über ihre Geschäftsaufgabe und den Neubeginn informiert.
Anders als berichtet, war der Start der Schöningh-Filiale zum 3. August von vornherein so zwischen ihr und dem Unternehmen abgesprochen. Eine von Pospischil ins Spiel gebrachte frühere Eröffnung war ein von ihm erhoffter Termin, der sich nicht realisieren ließ.
Frühere Mitarbeiterin nicht dabei
Von Landenberg wird die neue Filiale nicht allein betreuen. Zeitweise unterstützen sie Hannelore Roth und eine weitere Teilzeit-Mitarbeiterin. Heike Greenberg-Kremser gehört nicht zum Team. Sie hat sich kurzfristig umorientiert.
Am Montag seien viele frühere Stammkunden ins Geschäft gekommen, sagt von Landenberg. Man wird sie weiter auch außerhalb des Buchladens treffen, zum Beispiel mit einem Büchertisch bei Lesungen. Auch Aktionen, wie die mit der St.-Martin-Schule in Riedenberg, wird es weiterhin geben. Auch Buchpatenschaften sind wieder geplant.















