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Wenn ein Dorf zusammenhält
Premich feiert: Der Tante-Enso-Laden hat eröffnet
EröffnungsfestTante-Enso-Laden in PremichEröffnungsfestTante-Enso-Laden in Premich
Der feierliche Moment: Mit Konfettiregen und dem Durchschneiden des roten Bandes wurde der Tante-Enso-Laden offiziell eröffnet. // Marion Eckert
Premich – Premich hat wieder einen Supermarkt. Mit Konfettikanone, Chorgesang und einem Platz voller Menschen feiert das Dorf die Eröffnung seines Tante-Enso-Ladens. Was das Dorf dafür geleistet hat.
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Der Platz vor dem neuen Laden ist schon lange vor zwölf Uhr kaum noch zu überblicken. Bierbänke, Kinderlachen, der Gesangsverein, der Musikverein, der Kindergarten – und mittendrin Menschen, die sich ansehen und lächeln, als hätten sie gerade gemeinsam etwas gewonnen. Und das haben sie auch: Premich hat wieder einen Dorfladen.

Die Konfettikanone knallt, der Chor stimmt an: „Heute ist so ein herrlicher Tag.“ Passender hätte es nicht sein können. Nach jahrelangen Anläufen, unzähligen Stunden freiwilliger Arbeit und 532 Teilhabern aus der Dorfgemeinschaft hat Premich wieder eine Einkaufsmöglichkeit. Das Dorf ist stolz darauf, man sieht es jedem Gesicht an und hört es in den Reden.

Gespannt und begeistert 

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Der Platz vor dem Tante-Enso-Laden war kaum groß genug für alle, die dabei sein wollten. // Marion Eckert

Monika Reith hat sich früh einen Platz auf einer der Bierbänke gesichert. „Ich bin schon sehr gespannt auf den Tante Enso“, sagt sie. Benno Hartmann und Hermann Köth sind von Anfang an mit dabei. Sie sind sich einig: „Wir brauchen so einen Laden.“

Jugendliche, die sich mit Tüten voller Chips und Süßigkeiten eindecken, sind begeistert von der Einkaufsmöglichkeit vor Ort: „Da muss ich nicht mehr nach Burkardroth fahren.“

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Bürgermeister Daniel Wehner (linksIwürdigte die Gemeinschaftsleistung der Premicher. Mit im Bild Eugen Edelmann (dritter Bürgermeister) und Annchen Fleger, Expansionsmanagerin bei Enso. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Selbst gebacken von den Premicher Frauen: Schokokuchen, Streuselkuchen und mehr. Die Einnahmen kommen dem Helferfest zugute. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Tante Enso, 24/7 Einkaufen: Das neue Wahrzeichen in Premich. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Der Platz vor dem Tante-Enso-Laden war kaum groß genug für alle, die dabei sein wollten. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Bierbänke, Sonnenschirme, strahlender Himmel: Premich feierte seinen neuen Dorfladen. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Der Gesangsverein Liederkranz und die Kindergartenkinder sorgten für den musikalischen Rahmen. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Großer Andrang zur Eröffnung: Das ganze Dorf stand vor dem neuen Tante-Enso-Laden. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Eugen Edelmann moderierte die Eröffnungsfeier und dankte allen Helfern. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Großer Andrang zur Eröffnung: Das ganze Dorf stand vor dem neuen Tante-Enso-Laden. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Der feierliche Moment: Mit Konfettiregen und dem Durchschneiden des roten Bandes wurde der Tante-Enso-Laden offiziell eröffnet. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Erster Einkauf von Eugen Edelmann per Karte: Der Tante-Enso-Laden ist rund um die Uhr mit der Kundenkarte zugänglich. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Kaum war die Tür auf, strömten die ersten Premicher in ihren neuen Supermarkt. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Andrang von Anfang an: Gleich nach der Eröffnung bildete sich eine Schlange vor dem Tante-Enso-Laden. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Bunte Überreste des großen Tages: Nach dem Konfettiregen war der Platz vor dem Laden in Premich festlich geschmückt. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Willkommen im neuen Tante Enso: Gut gefüllte Regale und Luftballons empfingen die ersten Kunden. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Persönliche Beratung von Anfang an: Eine Mitarbeiterin begrüßt einer der ersten Kundinnen an der Kasse. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Nah am Menschen: Eine Tante-Enso-Mitarbeiterin hilft einer Kundin an der Gemüsetheke. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Nach der Eröffnung: Der Tante-Enso-Laden in Premich ist gut besucht. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Pfarrer Stephan Hartmann segnet die Menschen die im neuen Dorfladen ein und ausgehen werden. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Die Investoren Christoph Kuhlmann (links) und Thomas Johannes (zweiter von rechts) mit dem dritten Bürgermeister Eugen Edelmann (rechts) und Annchen Fleger, Expansionsmanagerin bei Enso // FOTOGALERIE Marion Eckert
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"Danke Premich." Andreas May erinnert an die unzähligen Stunden ehrenamtlichen Engagements. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Nach der Eröffnung: Der Tante-Enso-Laden in Premich ist gut besucht. // FOTOGALERIE Marion Eckert
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Nah am Menschen: Eine Tante-Enso-Mitarbeiterin hilft einer Kundin an der Gemüsetheke. // FOTOGALERIE Marion Eckert

Ein langer Weg 

Es war ein langer Weg bis zu dieser Eröffnung. Bürgermeister Daniel Wehner erinnerte an den Werdegang: Nachdem frühere Versuche, einen Dorfladen zu etablieren, gescheitert waren, brachte Initiator Andreas May 2023 das Enso-Konzept ins Spiel. Doch es fehlten geeignete Räumlichkeiten. Erst als Enso die Investoren Thomas Johannes und Christoph Kuhlmann aus Niedersachsen vermittelte und das Grundstück von Eckart Reinmann gefunden war, konnte das Projekt Form annehmen.

Was folgte, war ein Kraftakt der ganzen Gemeinschaft. Enso wollte sehen, wie groß die Bereitschaft der Bevölkerung wirklich war. Das Ergebnis der Kampagne übertraf alle Erwartungen: „Statt der benötigten 400 Teilhaber konnten insgesamt 532 gewonnen werden“, erinnert Wehner.

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Das Dorf packt an 

Im Sommer 2025 wurde es auf der Baustelle konkret: Erdarbeiten, Bodenplatte, Fertigteile, und schließlich, im Jahr 2026, die Außenanlagen. Unter der Leitung von Horst Hartmann pflasterten und bepflanzten die Premicher an mehr als zehn Wochenenden das Außengelände.  

Aus nahezu jedem Haus kamen Helferinnen und Helfer. Wer nicht selbst mitarbeiten konnte, brachte Kaffee, Kuchen oder Brotzeit. „Das gesamte Dorf hat an einem Strang gezogen“, weiß Wehner.

Zukunftssicher rund um die Uhr

Wehner würdigte das Projekt als echte Gemeinschaftsleistung. Der Tante-Enso-Laden verbinde das Beste aus zwei Welten: vertrautes Personal vor Ort und dank der Tante-Enso-Karte sieben Tage die Woche rund um die Uhr einkaufen. „Das ist ein riesiger Gewinn für Berufstätige und junge Familien und macht Premich zukunftssicher.“ Der Bürgermeister bat die Premicher: „Lasst uns diesen Laden mit unserem Einkaufsverhalten unterstützen und lebendig halten.“

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Erster Einkauf von Eugen Edelmann per Karte: Der Tante-Enso-Laden ist rund um die Uhr mit der Kundenkarte zugänglich. // Marion Eckert
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Bunte Überreste des großen Tages: Nach dem Konfettiregen war der Platz vor dem Laden in Premich festlich geschmückt. // Marion Eckert

Dritter Bürgermeister Eugen Edelmann, der die Eröffnung moderierte, dankte allen Helfern für das große Engagement und den ehrenamtichen Einsatz bis zur letzten Minute.  „Lasst uns diesen Gemeinschaftsgeist bewahren“, rief Edelmann den Premichern zu.

Lob von allen Seiten

Auch die Investoren zeigten sich beeindruckt. Thomas Johannes und Christoph Kuhlmann lobten die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort. „Ihr könnt stolz sein, dass ihr euch einen Ort geschaffen habt“, sagten sie. Und sie machten klar: „Es liegt an euch, dass der Laden lange bleibt.“

Annchen Fleger, Expansionsmanagerin bei Enso, sprach von einer Eröffnung der besonderen Art. Die lange Bauzeit, das außergewöhnliche Engagement vor Ort – und am Ende ein Live-Stream nach Bremen, wo die Enso-Zentrale die Eröffnung mitverfolgte. „Wir haben es geschafft“, rief sie.

Pfarrer Stephan Hartmann bat um Segen für alle, die im Tante-Enso-Laden ein und ausgehen, Die Dorfgemeinschaft habe sich einen Ort der Gemeinschaft und des Miteinanders geschaffen.

Jürgen Eisentraut vom Amt für Ländliche Entwicklung lobte die Dorfgemeinschaft ausdrücklich: Sie habe ein positives Beispiel für Nahversorgung und Daseinsvorsorge geschaffen.

Der Laden lebt

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Andrang von Anfang an: Gleich nach der Eröffnung bildete sich eine Schlange vor dem Tante-Enso-Laden. // Marion Eckert

Nach der Eröffnung strömten die Menschen in den Laden und viele staunten, wie groß das Angebot tatsächlich ist. „Da muss man ja gar nicht mehr woanders hinfahren“, sagte eine Besucherin. Junge Besucher nutzten die Eröffnungsangebote sofort und luden Chips in die Einkaufstüte. Und auch der Kaffee und der Blechkuchen, gebacken von den Premicher Frauen, gingen weg wie warme Semmeln. Die Einnahmen daraus werden für ein Helferfest Ende August gespendet.

Andreas May, der am Anfang stand und bis zum Schluss dabei war, fasste es so zusammen: „Ich freue mich sehr. Das Dorf hat es möglich gemacht. Wegen euch stehen wir hier. Wir holen uns ein großes Stück Dorfleben zurück. Danke, Premich.“

Info:
Der Personalstand ist noch nicht vollständig. Die Filialleitung kommt zum 1. September. Bis dahin gelten eingeschränkte Öffnungszeiten: montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 12 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten kann mit der Tante-Enso-Karte eingekauft werden. Für den Laden wird außerdem noch ein Minijobber gesucht.

 

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