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Handwerk
Freisprechungsfeier für rund 180 Bestattungsfachkräfte
Bestatter
Etwa 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen ihre Zeugnisse bei der Freisprechungsfeier des Bestatter-Handwerks in der Mehrzweckhalle am Sportzentrum Münnerstadt. // Hartmut Hessel
Münnerstadt – Das Handwerk erweist sich zunehmend als Frauendomäne. Mutige junge Frauen wie Emily Maichle repräsentieren die Weiterentwicklung des Berufsbildes.

„Ja, ich bin eine von Euch... und seid verdammt stolz auf das, was Ihr geschafft habt!“ Die deutsche Miss Handwerk 2026 Emily Maichle (26) brachte es in ihrer Rede bei der Freisprechung von etwa 180 Bestattungsfachkräften im deutschen Bestatter-Handwerk auf den Punkt. Emily Maischle, als Bestatter-Meisterin die Erste aus der Branche, die für das gesamte deutschen Handwerk als „Miss“ (woanders nennt man das Königin oder Botschafterin) mehr als 130 Branchen vertreten darf, fand beim Heimspiel ihres Berufsstandes den Ton, der das Selbstbewusstsein und den Stellenwert ihrer Tätigkeit richtig einordnet. Zusammen mit Lea Roshausen, die ihren Absolventinnen-Jahrgang vertrat, sowie mit Seren Gören als Bundesjuniorensprecherin im Bundesverband der Bestatter, war „Miss Handwerk“ das Aushängeschild eines immer stärker weiblichen geprägten Berufsstandes.

„Sie sind Handwerker, Berater, Seelsorger und Organisatoren in einer Person“, sagte Andrea Sitzmann, als Vertreterin der Handwerkskammer Unterfranken. In Situationen, die für Menschen die schwersten in ihrem Leben sind.“

Anerkannter Ausbildungsberuf

Seit 2003 anerkannter Ausbildungsberuf, ist der Bestatter-Beruf auf Qualitätssicherung ausgerichtet. Und das passiere an der Theo Remmertz-Akademie in Münnerstadt, so Andrea Sitzmann. Über 1000 Menschen lassen sich derzeit in Deutschland ausbilden. Das Bestatter-Handwerk kennt keinen Nachwuchsmangel.

Mit Dr. Fabian Lenzen sprach der Vorsitzende der Theo Remmertz- Akademie und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Bestatter von den Möglichkeiten aber auch von den Problemen des Bestatter-Handwerks.

Herausragender Stellenwert

Landrat Mario Götz und Bürgermeister Michael Kastl waren sich in ihren Grußworten einig, dass das Bestatter-Ausbildungszentrum für den Landkreis und für die Stadt einen herausragenden Stellenwert hat. Aus ganz Deutschland und darüber hinaus kommen immer wieder Menschen in die Region – „so wie heute mit über 700 Gästen in der Mehrzweckhalle“ -, denen der Landstrich vorher unbekannt war. Seren Gören sprach sich für eine stärkere Vernetzung der Branche aus.

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Handwerkskammer, Matthias Liebler, sprach von etwa 120 Prüferinnen und Prüfern für den Ausbildungszeitraum. Erstmals wurde 2026 die schriftlichen Prüfungen digital durchgeführt. Ab 2027 geschieht das in der Mehrzweckhalle in Münnerstadt.

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